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We can do it – mein Plakat

Vor der Wahl ist nach der Wahl. Wir schalten um von der Kommunalwahl auf die Bundestagswahl. Alte Plakate kommen runter, neue rauf. Unter anderem dieses:

Plakat-Katja-klein

Kommentare

8 Reaktionen: Kommentar schreiben ⇓

  1. Nicole Blank

    Hallo Katja,

    habe dein Plakat eben auf Facebook gesehen und bin begeistert. Das Motiv hat mir schon immer gut gefallen und du passt super dazu.
    Sehr schön 🙂
    LG
    Nicole aus Düsseldorf

    03.09.2009 um 9:11 Uhr

  2. Michael Schürig

    Wenn man sich fremde Ikonen zueigen macht, kann schon mal etwas schief gehen.

    Das originale Motiv und der Spruch entstammen einem Plakat der Firma Westinghouse, einem US-amerikanischen Energie- und Rüstungskonzern.

    An der Unterkante des Plakats steht „War production co-ordinating committee.“

    http://en.wikipedia.org/wiki/File:We_Can_Do_It!.jpg

    Mehr Kontext dazu:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Rosie_the_Riveter

    War das wirklich beabsichtigt?

    09.09.2009 um 12:24 Uhr

  3. Katja

    @Michael
    Ein solcher Zusammenhang ist natürlich nicht beabsichtigt! Ich kannte das Plakat auch nicht mit dem Schriftzug „War-production-coordinating-committee“, wußte aber, dass es aus 1942 stammt und insofern im Zusammenhang mit den amerikanischen Frauen im 2. Weltkrieg steht. Ich denke, dass das Motiv in den letzten Jahrzehnten eine andere Bedeutung als grundsätzlich feministisches Motiv gewonnen hat – ich kenne es vor allem aus den Küchen von Wohngemeinschaften, aktuell aus einer Kampagne zur Lohngleichheit, das Magazin „Politik und Kommunikation“ hat im Frühjahr das Titelblatt derart gestaltet und als Wahlplakat in Bayern war es auch schon im Einsatz … und so habe ich es natürlich auch gemeint; u.a. als eine etwas augenzwinkernde Anspielung darauf, dass ich die einzige weibliche Kandidatin in Bonn zur Bundestagswahl bin.

    09.09.2009 um 17:57 Uhr

  4. Martin Böttger

    Interessanter Hinweis von Michael Schürig, der allerdings auch eine Diskussion wert ist. Z.B. finde ich aus heutiger Sicht, dass es gut war, dass die USA dem 2. Weltkrieg gegen den deutschen (italienischen und japanischen) Faschismus beigetreten sind, sich also auch aus dieser Sicht sich niemand dieser Ikone schämen muss. Letztendlich haben wir diesem Vorgehen unsere heutige Demokratie mit zu verdanken.
    Heute stellen sich natürlich neue und zum Glück ganz andere Fragen, auch und gerade was militärische Interventionen und Interessen der Rüstungsindustrie betrifft. Aktuell haben sie sich in Sachen Kosovo und Afghanistan gestellt, wo sie innerhalb der Grünen hochkontrovers waren und sind, und beim Irak, wo sie nicht mehr kontrovers waren. Es ist immer eine Frage des politischen Kontextes.
    Über Roosevelts, des damaligen US-Präsidenten, Politik können wir jedenfalls heute noch froh sein. In wirtschaftspolitischer Hinsicht („New Deal“) sucht Präsident Obama auch innenpolitisch begrifflichen Anschluss an ihn. Und die Grünen („Green New Deal“) letztendlich auch.

    10.09.2009 um 15:50 Uhr

  5. ca

    Liebe Katja,

    das Plakat war nicht nur als Wahlplakat in Bayern im Einsatz (wie Du bereits selber erwähnst), sondern es war quasi identisch für eine andere Kandidation der Grünen im Einsatz http://www.abendzeitung.de/muenchen/45710 (leider finde ich auf die Schnelle keinen seriöseren Link)

    Stellvertretend für die politische Aktivität verdeutlicht das Plakat, dass Politik erschlafft und ideenlos ist … auch die der Grünen, welche einst, in grauer Urzeit, für Wandel und Engagement standen und Aktivität evozierten. Dei Grünen in Bonn machen sich nicht mal mehr die Mühe und suchen eigene Wahlkampfmotive …

    Hinzu kommt, dass das Plakat – wie schon angemerkt wurde – ein Propaganda Plakat war, das für Kriegs – (!) unterstützung warb …

    Meiner Meinung nach ist es egal wofür oder wogegen der Krieg war: Fakt ist und bleibt: Es war Kriegspropaganda.

    Zunächst einmal: Entweder Du solltest Dir die Infos über den Kontext im Vorfeld der Veröffentlichung selber besorgen* oder aber Deine Agentur hätte Dir die notwendige Info über das Motiv geben müssen (und Dir gleich eine Argumentationslinie liefern sollen, denn die hier öffentlich gemachte ist durchaus optimierbar …) (*das meine ich nicht böse, ich denke, man kann nicht alles wissen, aber der KONTEXT sollte dir unbedingt! bekannt sein!)

    Nun denn: Durch die Verwendung des Motivs assoziiere ich nun die Grünen als Partei, deren Politik kriegsfreundlich ist. Somit sind die Grünen eine Partei, die für Kriegseinsätze (z. B. in Afghanistan) steht und für mich aus doppeltem Grund nicht mehr wählbar.

    Schade eigentlich.

    12.09.2009 um 17:10 Uhr

  6. Martin Böttger

    Tja Katja, dann beschwer‘ Dich mal bei „Deiner Agentur“ 😉

    14.09.2009 um 11:58 Uhr

  7. julia

    Ich finde das Plakat gut.
    Es erinnert mich an die Frauenbewegung, die mich sehr stark beeinflusst hat.

    Außerdem – wenn ich die anderen Plakate anschaue, bin ich höchst gelangweilt, denn diese Hochglanzbilder gibt es auch immer wieder und überall…
    Was sagen die mir? Öde Politik mit austauschbaren, gebügelten Gesichtern?

    14.09.2009 um 22:01 Uhr

  8. Olaf Storz

    Nettes Motiv.
    Ärgerlich nur, das 2/3 der Bildfarbe gelblbau ist, wobei gelb mit ca. 50 Prozent dominiert. Und das sind seit Jahrzehnten die Bildfarben der FDP.
    Zudem ist das Logo von Bündnis90/Grünen extrem klein und wird nicht wahrgenommen.
    In dieser Art wirbt das Plakat eher für die FDP, als für die Grünen – weil es von den meisten Kurzzeitbetrachter nicht als „Grünen-Wahlplakat“ wahrgenommen wird.

    Das ist auch ärgerlich, weil die werbende Person für die Betrachter ganz überwiegend völlig unbekannt ist:
    Bei einem Passantentest dürfte der sog. „gestützte Bekanntheitsgrad“ (Wer ist der Kandidat der Grünen in Bonn“) von Katja Dörner im Bereich von 0,x bis 1,x Prozent liegen.

    Angesichts der Plakatdominanz von Westerwelle in Bonn spielt das aber ohnehin kaum eine Rolle, ob jetzt einige gelblbaue Plakate irrtümlicherweise mehr für die FDP werben.

    25.09.2009 um 16:10 Uhr

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