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„Heute ist ein guter Tag, um Frieden zu stiften!“ – Veranstaltungsbericht

Mehr als sechzig Interessierte kamen am vergangenen Sonntag zur Veranstaltung „Heute ist ein guter Tag, um Frieden zu stiften“ ins Bonner Frauenmuseum. Katja Dörner begrüßt ihre Gäste in den Ausstellungsräumen des Bonner FrauenmuseumsDie Diskussionsrunde, die ich gemeinsam mit den Arbeitskreisen Nord-Süd und Gender des Bonner Kreisverbandes organisiert habe, fand im Rahmen der grünen Kampagne zum 100. Geburtstag des Internationalen Frauentags statt, zu dem wir bundesweit 100 frauenpolitische Veranstaltungen auf die Beine gestellt haben.

Im Mittelpunkt stand die Resolution 1325 „Frauen – Frieden – Sicherheit“ der Vereinten Nationen, die als Meilenstein für eine geschlechtersensible Außen- und Sicherheitspolitik gilt und die die verschiedenen Rollen von Frauen, sowohl als passive Opfer von Kriegs- und Gewalthandlungen als auch als aktive Friedensakteurinnen und Gestalterinnen der Gesellschaft, in den Blick nimmt. Die Resolution ist auch in Deutschland geltendes Recht.

Teilnehmerinnen (v.l.n.r.): Anna Caelers, Katja Doerner MdB, Monika Hauser, Kerstin Müller MdB

Kerstin Müller MdB, außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion berichtet nicht nur über den Inhalt der Resolution, sondern über die schleppende politische Umsetzung. So hat Deutschland leider noch immer keinen kohärenten Aktionsplan, um die zentralen Elemente der Resolution – die Prävention von Konflikten, der Schutz für Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisensituationen vor Gewalt, die volle Beteiligung der Frauen an den politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen und die geschlechtersensible Vorbereitung für alle Beteiligten – umzusetzen. Die grüne Bundestagsfraktion hat hierzu einen umfassenden Antrag vorgelegt, doch leider gibt es auf Seiten der Bundesregierung noch zu wenig Bereitschaft, sich dieses wichtigen Themas ernsthaft anzunehmen.

Monika Hauser, Gründerin von Medica Mondiale und Trägerin des alternativen Friedensnobelpreises, machte sehr deutlich, welche immense Bedeutung die geschlechtersensible Ausrichtung der Außenpolitik für die konkrete Arbeit für und mit den Frauen vor Ort hat. Während die Resolution in Deutschland kaum bekannt ist, beziehen sich Frauen bspw. im Kosovo, im Kongo oder in Ruanda auf diese über die UN verbürgten Rechte und fordern auch von der Bundesregierung die Umsetzung ein. Wenn Deutschland sich endlich stärker engagieren würde, wäre dies ein deutliches Signal auch an die anderen Länder bspw. in der NATO, auf die Umsetzung von Frauenrechten in Kriegs- und Konfliktregionen zu drängen und endlich eine fundierte geschlechtersensible Vorbereitung der Soldatinnen und Soldaten, von Menschen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit etc. sicher zu stellen. Mehr Infos über Medica Mondiale, eine sehr wichtige Organisation, die für ihre unbedingt notwendige Arbeit immer auf Spenden angewiesen ist, gibt es auf der Internetseite der Organisation.

Ein erstes „greifbares“ Ergebnis der Diskussionsrunde, in die sich viele Teilnehmende eingeschaltet, von eigenen Erfahrungen berichtet und Handlungsnotwendigkeiten aufgezeigt haben, ist das Vorhaben seitens des grünen Kreisverbandes, durch eigene Aktionen und Veranstaltungen im Vorfeld der Afghanistan-Konferenz, die im Dezember in Bonn stattfinden wird, auf die Frauenrechte und die Resolution 1325 aufmerksam zu machen.

Wer Interesse an der Planung solcher Aktionen hat, kann sich in einen Mail-Verteiler eintragen lassen. Dazu eine kurze Mail schicken an: katja.doerner@wk2.bundestag.de.

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