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Betreuungsgeld bleibt familienpolitisch absurdes Manöver

Zum Streit in der Koalition über Anrechnungsmodalitäten beim geplanten Betreuungsgeld erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder und Familienpolitik:

Der Streit in der Koalition zur Anrechnung des geplanten Betreuungsgeldes auf das Alg II macht einmal mehr deutlich, wie grundsätzlich unsinnig schon der Ansatz eines Betreuungsgeldes ist. Eine Fernhalteprämie sowohl für Kinder aus frühkindlichen Bildungseinrichtungen als auch für Frauen vom Arbeitsmarkt ist absurd und widersinnig. Gerade für bildungsferne und zugleich einkommensschwache Eltern bietet das Betreuungsgeld einen starken Anreiz ihren Kindern frühe Förderangebote vorzuenthalten und sich stattdessen lieber für die Geldleistung zu entscheiden. Ein Land, in dem der Schulerfolg eines Kindes so stark von der familiären Herkunft abhängt wie in Deutschland – mit all den bekannten negativen Folgen- muss ein Interesse daran haben, Kinder früh zu fördern und Ressourcen in den Ausbau frühkindlicher Bildungsangebote zu investieren!

Die Auseinandersetzung über das Betreuungsgeld macht auch deutlich, dass der krampfhafte Versuch der schwarzgelben Koalition Einigkeit zu demonstrieren, zu Entscheidungen wider alle Vernunft führt. Die FPD hat sich ihr Nein zum Betreuungsgeld durch die Aussicht auf Steuersenkungen abkaufen lassen und bemüht sich nun über Detailfragen das böse Foul an den Familien zu überdecken. Die Konservativen versuchen über die Einführung des Betreuungsgeldes ihr antiquiertes Familienbild mehrheitsfähig zu machen und gleichzeitig den Ausbau der Kindertagesbetreuung weiter zu bremsen.

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