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Leben mit Kindern fördern statt Kinderlose bestrafen

Zur Debatte um die Einführung einer Strafabgabe für Kinderlose an die Sozialkassen erklärt Katja Dörner:

Es ist Aufgabe der Politik gute Strukturen zu schaffen, damit Menschen sich ihren Kinderwunsch erfüllen und gut und abgesichert mit ihren Kindern leben können. Hier haben wir noch viel zu tun bspw. beim Ausbau von Kindertagesstätten und dem Kampf gegen Kinderarmut. In einem freien Land ist es nicht Aufgabe der Politik individuelle Lebensentwürfe zu bewerten. Christine Haderthauers (CSU) pauschaler Vorwurf an Kinderlose, sie würden keine Verantwortung übernehmen und nicht an der Zukunft bauen, ist unverschämt und reaktionär. Er ist auch ein Schlag ins Gesicht ungewollt Kinderloser. Wenn es der bayrischen Familienministerin wirklich um die Förderung von Familien ginge, würde sie sich unserer Forderung anschließen, das Ehegattensplitting abzuschaffen. Damit könnten erhebliche Steuererleichterungen, die rein an den Trauschein geknüpft sind, beendet und Milliardenbeträge tatsächlich für die Unterstützung des Lebens mit Kindern investiert werden.

Kommentare

3 Reaktionen: Kommentar schreiben ⇓

  1. Jan Polzer

    Liebe Katja,
    wie soll die Abschaffung des Ehegattensplittings „allgemein“ Familien fördern? Es würde – im Vergleich zum momentanen Zustand – nur diejenigen Familien fördern, welche nicht aus verheirateten Ehepaaren + Kindern bestehen. Die Argumentation ist also ein Zirkelschluss! Des Weiteren hilft der Ausbau von Kindertagesstätten gerade NICHT, „Strukturen zu schaffen, damit Menschen […] mit ihren Kindern leben können“, sondern trennt sie. Vielmehr wäre dazu notwendig, diejenigen Eltern zu unterstützen, welche die Erziehung als ihre Aufgabe sehen und diese selbst wahrnehmen! Dieser Lebensentwurf scheint in Ihrem politischen Weltbild allerdings nicht allzu „wertvoll“ bewertet zu sein …
    Viele Grüße und alles Gute für die weitere politische Arbeit wünscht
    Jan

    14.02.2012 um 17:21 Uhr

  2. Grossmann

    Liebe Frau Dörner, würden Sie dann die Steuer-Mehreinnahmen, die mit der Abschaffung des Ehegattensplittings entstehen, zu 100% in Form von Steuersenkungen an Familien mit Kind/ern weitergeben (höhere Kinderfreibeträge)? Dann, und nur dann, wäre Ihr Vorhaben o.K.. In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort, herzliche Grüße. Andreas Großmann

    14.02.2012 um 20:01 Uhr

  3. Familienvater

    Hallo Katja, du hast da etwas missverstanden. Das Ehegattensplitting ist keine steuerliche Begünstigung der Ehe, sondern verhindert lediglich, dass Ehepaare steuerlich benachteiligt werden. Beispiel: 2 Gehälter a 30.000 bezahlen damit soviel Steuer wie ein Alleinverdiener mit 60.000. Das ist gerecht und ermöglicht Familien, die Arbeitsbelastung flexibel je nach Familiensituation ohne steuerliche Nachteile zu gestalten.

    Die Individualbesteuerung ergibt nur dann Sinn, wenn gleichzeitig genügend gut bezahlte Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Diese sehe ich in anderen Ländern schon, aber nicht in D mit seinen 6 Mio. Arbeitslosen.

    PS: Ein ideologisch verbrämter MdB mit 100.000 Einkommen, deren Ehemann auch noch arbeitet, kann sich die Situation normaler Familien in D natürlich nicht vorstellen.

    18.02.2012 um 11:20 Uhr

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