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Bonn: Zentrale Stadtbahn-Linie 66 braucht flankierende Maßnahmen

Gemeinsam mit unseren grünen Landtagskandidaten Rolf Beu aus Bonn und Dr. Joachim Langbein aus Bad Honnef habe ich mich am vergangenen Freitag im Rahmen einer gemeinsamen Bereisungs-Aktion der GRÜNEN Bonn und Rhein-Sieg-Kreis über die Entwicklung der Stadtbahn-Linie 66 informiert. Diese Bahn verbindet nicht nur den südlichen, rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis mit seiner Kreisstadt, sondern auch Bonn mit dem ICE-Bahnhof Siegburg – dem eigentlichen neuen Hauptbahnhof der Region Bonn/Rhein-Sieg. Der Bonner General-Anzeiger hat über unsere Fahrt in der Linie 66 hier berichtet.

Die Linie 66 kann mit einer Pünktlichkeits- und Komfortoffensive weiter gestärkt werden. Dazu gehört eine absolute Ampelvorrangschaltung und eine zeitgemäße Innenraumgestaltung. Zumindest in der Hauptverkehrszeit sind beschleunigte, zusätzliche Eilzüge zwischen Bonn und Siegburg vorzusehen. Außerdem wäre zu untersuchen, wie der einwohnerstarke Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg besser an Siegburg angeschlossen werden kann.  Bei der Bereisung wurde bestätigt, dass die Infrastrukturentwicklung der Region Bonn/Rhein-Sieg seit vielen Jahren vernachlässigt wird. Ursache dafür ist auch, dass nach wie vor ein regionaler Konsens, insbesondere am Punkt Südtangente / Ennertaufstieg, fehlt. Eine vorliegende Mobilitätsstudie hilft an dieser Stelle nicht weiter, da die darin enthaltenen Analysen unzureichend sind und falsche Schwerpunkte setzen. Gemeinsam mit meinen Kollegen Rolf Beu und Joachim Langbein fordere ich alle Verantwortlichen auf, altbekannte „Gräben“ zu verlassen, da es gelte, an einem Strang zu ziehen um ein nachhaltiges realistisches Infrastrukturprogramm aufstellen zu können, damit dringende Projekte bei Bund und Land durchdrücken zu können. Ziel der GRÜNEN ist es, das mit der Bahnlinie 66 eingeleitete Zusammenwachsen des Verkehrsverbundes in der Region durch weitere Maßnahmen so zu ergänzen, dass diese sich sinnvoll weiterentwickeln kann. Dazu sind Ausbaumaßnahmen an bereits bestehenden Autobahnen ebenso wünschenswert, wie kleinere Optimierungsmaßnahmen im Straßennetz. So hat Dank rot-grüner Initiative der Ausbau der A 59 mittlerweile hohe Planungspriorität. Vorrangig muss jedoch der Ausbau des ÖPNV und des Radwegenetzes sowie deren bessere Verknüpfung, vor allem mit Park+Ride-Stationen vorangetrieben werden. Gleiches gilt für die weitere Verbindung von Schiene und ÖPNV. Gemeint sind hiermit vorrangig der Ausbau der Voreifelbahn RB 23, die S 13 zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel, die Verlängerung der Stadtbahn-Linie 63 über Bonn-Buschdorf und Bornheim-Hersel bis Wesseling und der RegionalBahn-Linie 30 bis Bonn-Dusidorf, Taktverdichtungen der Linie 18 und der Busverbindungen im Siebengebirge. Als sinnvolle Ergänzung wird eine rechtsrheinische Park+Ride-Station im Rheintal gesehen. Gleichrangig muss jedoch auch der Ausbau des ÖPNV und des Radwegenetzes sowie deren bessere Verknüpfung, vor allem mit Park+Ride-Stationen vorangetrieben werden. Gleiches gilt für die weitere Verbindung von Schiene und ÖPNV.

Klar ist, dass das von Rot-Grün eingeführte Sozialticket zur Sicherung der Mobilität sozial Schwacher unerlässlich ist.  Auch die FDP, die nach eigenen Aussagen das Sozialticket wieder abschaffen will, muss endlich einsehen, dass Mobilität ein Jedermannsrecht ist und nicht nur den Begüterten vorbehalten sein darf.

 

Kommentare

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  1. Margit Backes

    Sehr geehrte Frau Doerner,

    vielen Dank, dass Sie sich eines wirklich wichtigen Themas in der internationalen (!!) Stadt Bonn angenommen haben, hier speziell der Stadtbahn-Linie 66 (der sogenannte „Telekom-Express“ – der Begriff ist wahrscheinlich im Rheinischen KArneval entstanden) ist . Für mich ist das ein Thema ÖPNV in Bonn eines, bei dem sich mir regelmäßig die HAare sträuben! Ihre VOrschläge sind durchweg gut und ich denke, auch durchaus ohne Riesenaufwand umsetzbar (ohne hier allerdings Experte zu sein). Die noch gar nicht so lange zurück liegenden Umbauarbeiten am Konrad-Adenauer-Platz, Bertha-von-Suttner-Platz etc. hätten sehr gut bereits für die Umsetzung solcher Vorschläge, die ja auch schon länger von verschiedener Seite eingebracht worden sind, genutzt werden können. Mir stellt sich immer wieder die Frage, warum der ÖPNV in Bonn aus meiner Sicht so stiefmütterlich behandelt wird (ich kenne das aus Frankfurt durchaus anders, wobei ich mir der unterschiedlichen Größen- und Strukturverhälntnisse durchaus bewusst bin). Das schlägt sich unter anderem in regelmäßigen jährlichen Preiserhöhungen nieder, die m. E. durch nichts mehr zu rechtfertigen sind. Auch die „rechts-links-“ Anbindung über den Rhein lässt sehr zu wünschen übrig – die Struktur Bonns macht m. E. eben auch andere Konzepte und Überlegungen notwendig! DIe bisherigen Anbindungen führen zu Fahrtdauern, die einfach nicht akzeptabel sind (Bsp.: Ramersdorf – Mehlem mit dem Fahrrad in 25 min, mit dem ÖPNV in 55 min! Auto: 20 min.) Um so mehr begrüße ich solche INitiativen wie die Ihre und hoffe, dass Sie und alle anderen gehört werden!
    Freundliche Grüße

    25.05.2012 um 17:37 Uhr

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