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Innenminister muss Plakatkampagne „Vermisst“ zurückziehen

Schockiert sind die Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD) und Katja Dörner (Grüne) über die Ankündigung des Bundesinnenministers, Hans-Peter Friedrich (CSU), die Plakate „Vermisst“ in Bonn aufhängen zu wollen. „Wir fordern den Innenminister auf, diese Plakatkampagne umgehend zurückzuziehen“, stellen die beiden Politiker klar.

„Der Innenminister sät mit der Kampagne bewusst Misstrauen gegenüber den in Bonn lebenden Muslimen, die alle unter einen generellen Terrorverdacht gestellt werden. Das ist die falsche Strategie, um den Nährboden für Extremisten auszutrocknen“, ist Kelber überzeugt. Für Kelber und Dörner ist klar, dass Extremisten gesellschaftlich isoliert und jedwede Form von Fundamentalismus bekämpft werden muss. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich die furchtbaren Ereignisse in Lannesdorf nicht wiederholen.

„Die Kampagne zeigt, dass der Innenminister nicht wirklich an Hilfen für radikalisierte Jugendliche und ihre Familien interessiert ist“, so Dörner. „Anstatt Geld in diese Plakataktion zu stecken, wäre das Geld besser in eine präventive Jugendarbeit und Integrationsprojekte geflossen“, so Dörner weiter.

Kelber und Dörner wehren sich gegen das Bild, das von der internationalen Stadt Bonn erzeugt wird, indem die Plakate neben Berlin und Hamburg nur noch in Bonn geklebt werden sollen. „Bonn ist eine weltoffene Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion friedlich zusammenleben“, sagen beide und werfen Friedrich vor, mit billiger Stimmungsmache gegen Muslime im CSU-Landtagswahlkampf Punkte machen zu wollen.

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