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Beschneidung: Vorschlag des Justizministeriums nicht zustimmungsfähig

Zu den vom Bundesjustizministerium vorgelegten Eckpunkten für eine gesetzliche Regelung der Zulässigkeit der Beschneidung von Jungen erklären die kinderpolitischen Sprecherinnen ihrer Fraktionen, Marlene Rupprecht (SPD), Diana Golze (Die Linke) und Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen):

„Dem vom Bundesjustizministerium vorgelegten Regelungsvorschlag, der darauf abzielt, die Beschneidung von Jungen grundsätzlich zu erlauben, können wir nicht zustimmen. Kinder sind Träger eigener Rechte. Ihre Rechte dürfen nicht – weder religiös motiviert noch aus anderen Erwägungen – zur Disposition gestellt werden. Dies geschieht aber mit dem vorliegenden Regelungsvorschlag. Es ist erschreckend, dass das Recht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit bei den Überlegungen der Bundesregierung offensichtlich nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der Vorschlag bleibt zudem nicht nur hinter den Regelungsvorschlägen des Deutschen Ethikrates, sondern selbst hinter der Maßgabe des Beschlusses des Bundestages zurück, dass die Beschneidung ohne unnötige Schmerzen durchzuführen ist.“

Kommentare

13 Reaktionen: Kommentar schreiben ⇓

  1. John

    Warum werden Jungs eigentlich nicht unter den gleichen gesetzlichen Schutz gestellt, wie es Mädchen/Frauen mit dem Beschneidungsverbot genießen?

    27.09.2012 um 12:03 Uhr

  2. Stefanie

    Das würde mich auch mal interessieren, wieso hier nicht das gleiche Recht für beide Geschlechter gelten sollte! Demnach würde ich mich also der Meinung hier anschließen, dass der Vorschlag nicht zustimmungsfähig ist und dringend geändert werden muss.

    27.09.2012 um 12:14 Uhr

  3. sol1
  4. Gert

    es ist verboten ein kind zu schlagen, es ist verboten ein pferd zu brandmarken, einem hund die ohren zu stutzen, oder den schwanz zu kürzen, nur buben sollen heutzutage noch durch gesetzliche winkelzüge beschnitten werden dürfen

    die religionsfreiheit bedeutet, dass ein individuum selbst entscheiden darf, welcher religionsgemeinschaft es angehören will, nicht dass eltern oder andere entscheiden dürfen, an wen es zu glauben hat, durch die beschneidungserlaubnis wird dem kind das recht auf körperliche unversehrtheit, auf sexuelle selbsbestimmung und das recht auf religionsfreiheit genommen

    27.09.2012 um 14:52 Uhr

  5. maskulist

    Ein Mensch im grünem Lager?

    Eine Frau, die sich für Jungen einsetzt?

    Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder ….

    27.09.2012 um 15:44 Uhr

  6. sol1

    @ maskulist

    „Ein Mensch im grünem Lager?

    Eine Frau, die sich für Jungen einsetzt?

    Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder ….“

    Ihre Vorurteile können Sie sich hier noch mehr erschüttern lassen:

    http://www.schewe-gerigk.de/startseite/?no_cache=1&expand=416081&displayNon=1&cHash=0b34b66fd9011d0e3c06a8e0eea816e5

    27.09.2012 um 19:24 Uhr

  7. John

    Haha, also was Schewe-Gerigk da von sich gibt, ist ja echt der Hammer: Die Jungen-Beschneidung muß verhindert werden, damit die Mädchen-Beschneidung nicht wieder durch die Hintertür eingeführt wird.
    Soviel zum Verständnis von den Grundrechten von Jungs bei Terre de Femmes.

    28.09.2012 um 0:55 Uhr

  8. sol1

    @ John

    „Die Jungen-Beschneidung muß verhindert werden, damit die Mädchen-Beschneidung nicht wieder durch die Hintertür eingeführt wird.“

    Das ist nicht der einzige Grund, wieso sich Schewe-Gerigk gegen die männliche Beschneidung engagiert:

    http://www.cicero.de/berliner-republik/terres-des-femmes-zur-beschneidung-genitalverstuemmelung-kann-man-fuer-jungen-ein-anderes-gesetz-machen-als-fuer-maedchen/51330?seite=1

    28.09.2012 um 11:47 Uhr

  9. Paul Imbusch

    Der Schluessel liegt im Alter der Beschneidung. Eine stufenweise Heraufsetzung des Alters der Beschneidung, zB ueber 25 Jahre bis zur Volljaehrigkeit, haelt das Thema auf der Buehne und verteilt den politischen Druck.

    28.09.2012 um 16:25 Uhr

  10. John

    @ sol1:

    Da sagt sie doch exakt das gleiche:

    „Deshalb fürchten wir – und die Justizministerin hat ja in dieser Sache auch schon ihre Sorge geäußert – , dass eine gesetzliche Genehmigung der Beschneidung von Jungen auch Auswirkungen auf andere Bereiche haben kann: Es gibt Formen von weiblicher Genitalverstümmelung, die man mit der Beschneidung von Jungen vergleichen könnte. So gibt es Gegenden, in denen nur die Haut der Klitoris entfernt wird. Noch wird diese Form als strafbar angesehen, aber mit der Genehmigung der Beschneidung von Jungen würde man sie straffrei stellen“

    29.09.2012 um 6:49 Uhr

  11. sol1

    Da sagt sie doch exakt das gleiche…

    Und was stört Sie daran?

    Und wieso ignorieren Sie dieses Passagen?

    Kann man für Jungen ein anderes Gesetz machen als für Mädchen? Menschenrechte sind nicht teilbar.

    (…)

    Wenn wir uns in dieser Sache für Mädchen einsetzen, warum sollen wir uns nicht auch für Jungen stark machen?

    (…)

    Gestern habe ich mir daher eine medizinisch notwendige Beschneidung angesehen. Wer das als harmlos ansieht, weiß nicht, wovon er spricht. Aber offensichtlich wird es ja von den Befürwortern gern bagatellisiert.

    29.09.2012 um 11:52 Uhr

  12. John

    Und wieso ignorieren Sie die von mir zitierten Passagen?
    Wenn Frau Sch.-G. es ernst meinen würde, dann hätte sie sich in der Vergangenheit mit gleicher Energie die sie gegen die weibliche Beschneidung aufgewendet hat, auch gegen die Beschneidung von Jungs eingesetzt. Hat sie aber nicht.

    01.10.2012 um 10:24 Uhr

  13. Achim Wolf

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Genitalverstümmelung ist zur Hauptsache ein Problem in Ländern, in denen die Männer Frauen unterdrücken, rücksichtslose Machos sind und sich selbst beweisen wollen, wie potent und männlich sie angeblich sind. Der Männlichkeitswahn wiederum ist ein Grund für das weltweite Bevölkerungswachstum, das insgesamt zur grössten Bedrohung der Menschheit geworden ist.

    Unsere Initiative für weltweite Geburtenregelungen stärkt auch die Rechte der Frauen und Mädchen, wie das Recht auf körperliche und psychsiche Unversehrtheit, sowie das Recht auf freie Entscheidung über Nachkommenszeugung und Schwangerschaft.

    Berichten Sie daher über die folgende Kampagne bei change.org für weltweite Geburtenregelungen und unterstützen Sie diese mit Ihrer Unterschrift, in Ihrer Zeitschrift und auch auf Ihrer Homepage: http://chn.ge/1bSmBDH

    Mit freundlichen Grüßen
    Achim Wolf

    19.11.2013 um 14:50 Uhr

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