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Betreuungsgeld: Bitteres Einknicken wider alle Vernunft

Zum Ergebnis des schwarz-gelben Koalitionsgipfels, das Betreuungsgeld einzuführen und es zusätzlich mit Altersvorsorgekonten und Bildungssparen zu kombinieren, erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Mit Ansage ist die FDP bei den Koalitionsverhandlungen zum Betreuungsgeld eingeknickt. Wider alle Vernunft stimmt sie nun nach viel Gefeilsche einer neuen Leistung zu, die sie selbst seit Monaten als fachlich fragwürdig und unfinanzierbar gebrandmarkt hatte, und gegen die sie harten Widerstand angekündigt hatte. Das ist bitter.

Die Zustimmung zeigt, wie weit es bei den Liberalen mit der politischen Glaubwürdigkeit her ist. Erneut wird die FDP ihrem Ruf als Fähnchen im Winde mehr als gerecht. Doch auch mit kosmetischen Korrekturen und zusätzlichem Geld hierfür bleibt das Betreuungsgeld eine bildungs- und geschlechterpolitische Katastrophe. Die Einführung des Betreuungsgeldes ist kein politischer Kompromiss. Es ist eine Leistung wider alle Vernunft.

Die einzig gute Nachricht ist, dass die Zeitspanne zwischen Einführung – ursprünglich geplant für den 1.1.2013, dann verschoben auf den 1.3.2013 und nun auf den 1.8.2013 – und Abschaffung des Betreuungsgelds durch eine rot-grüne Bundesregierung immer kürzer wird.

Kommentare

2 Reaktionen: Kommentar schreiben ⇓

  1. Gassenreh, Jakob

    Akute Stellungnahme zu dem Betreuungsgeldbeschluss ohne eine Berücksichtigung der Wirkung bzw. ohne Abwarten der Akzeptanz halte ich für verfrüht.
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu befüchtender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0- 1,5 Jahre)frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Dadurch ist zu erwarten, dass die wichtigste Resource, welche unser Volk besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt geerntet wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006
    ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe „Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

    05.11.2012 um 13:06 Uhr

Reaktionen im Web:

  • Nachrichten aus Hamburg und Umgebung (06.11.2012 um 17:55 Uhr)

    Das Betreuungsgeld ist beschlossen, aber Hamburg will sich wehren…

    Die Stadt will einen Normenkontrollantrag beim Bundesverfassungsgericht einreichen. Hierin soll festgestellt werden, ob das Betreuungsgeld überhaupt auf Bundesebene festgeschrieben werden kann. Denn ein Sachverhalt kann nur dann auf Bundesebene geregel…


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