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Familienreport: Bundesregierung weit weg vom echten Leben

Anlässlich der Vorstellung des Familienreports 2012 durch Familienministerin Schröder erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Die schwarz-gelbe Familienpolitik ist meilenweit entfernt vom echten Leben der Familien. Der Familienreport 2012 macht deutlich, dass es kein Erkenntnisdefizit gibt, wohl aber ein massives Handlungsdefizit auf Seiten der Bundesregierung.

Aus der Erkenntnis, dass die Lebenswirklichkeit von Familien und die Formen familiären Zusammenlebens vielfältig und bunt sind, zieht die Bundesregierung keinerlei Konsequenzen. Was die Unterstützung Alleinerziehender angeht, ist schwarz-gelb ein Totalausfall. Patchwork- und Regenbogenfamilien werden weiterhin rechtlich und finanziell benachteiligt; sie kommen in der schwarz-gelben Familienpolitik einfach gar nicht vor.

Auch beim Kita-Ausbau hat Ministerin Schröder es versäumt, die Weichen richtig zu stellen. Jahrelang hat sie es nicht vermocht, zusätzliche Mittel angesichts steigender Bedarfe in der U-3-Betreuung zur Verfügung zu zustellen. Stattdessen werden 1,2, Milliarden für das unsinnige Betreuungsgeld verpulvert, um die CSU ruhig zu stellen. Statt Betreuungsgeld brauchen wir dringend ein Sonderprogramm für Kommunen mit besonders großem Bedarf in der U-3-Betreuung, um die Erfüllung des Rechtsanspruchs sicher stellen zu können.

Wie sehr die Wünsche der Eltern und Ziele der Bundesregierung auseinandergehen, wird auch bei der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familienleben deutlich. Eltern wünschen sich eine partnerschaftliche Aufteilung und verbesserte Teilzeitmöglichkeiten. Die Chance, das Elterngeld entsprechend weiterzuentwickeln, hat Schwarz-Gelb vertan. Dabei wäre eine Ausweitung der Partnermonate beim Elterngeld und die Weiterentwicklung der gleichzeitigen Teilzeitoptionen ein wichtiger und richtiger Schritt.

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