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Alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Betreuungsgeld zu verhindern

Zur Ankündigung von Sigmar Gabriel, das Betreuungsgeld über den Bundesrat stoppen zu wollen, erklären Irene Alt, Familienministerin in Rheinland Pfalz, und Katja Dörner, Sprecherin für Kinder-  und Familienpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen:

„Es ist notwendig, alle Möglichkeiten zu nutzen, diese unsinnige Maßnahme zu stoppen. Mit der neuen rot-grünen Mehrheit in der Länderkammer besteht nun die Chance, den Bundestag zu zwingen sich mit dem Betreuungsgeld erneut auseinanderzusetzen. Ziel muss sein, das Inkrafttreten des Betreuungsgeldes im August 2013 zu verhindern. Eine Initiative des Bundesrates in diese Richtung ist daher ein begrüßenswerter und folgerichtiger Schritt.

Erfahrungen mit dem Betreuungsgeld in Skandinavien aber auch in Thüringen zeigen deutlich, dass das Betreuungsgeld eine bildungs- und geschlechterpolitische Katastrophe ist. Es läuft zudem einer modernen Familienpolitik zuwider und zementiert überholte Rollenbilder von Männern und Frauen. Die für das Betreuungsgeld eingeplanten Milliarden gehören besser in den Ausbau von Kitaplätzen investiert. Erst wenn genügend Plätze in hoher Qualität vorhanden sind, besteht echte Wahlfreiheit für Eltern in der Frage, ob ihre Kinder zuhause oder in der Kita betreut werden.“

Kommentare

1 Reaktion: Kommentar schreiben ⇓

  1. Gassenreh, Jakob

    Es wäre bedauerlich und unvernüftig, die bescheidene Anerkennung der Leistung für Erziehung und basale kognitive Entwicklung durch das Betreuungsgeld jetzt, nachdem in vielen jungen Familien Hoffnung geweckt wurde, wieder abzuschaffen. Denn so toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
    Ausgerechnet diejenige Partei, die sich für die Schwachen einsetzen will, argumentiert reflexhaft gegen das Betreuungsgeld und trifft damit die Schwächsten der Gesellschaft.
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu befürchtender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Dadurch ist zu erwarten, dass die wichtigste Resource, welche unser Volk besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt geerntet wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe „Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

    23.01.2013 um 14:46 Uhr

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