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Vertrauliche Geburt: Skepsis bleibt

Anlässlich der heutigen Verabschiedung des Gesetzentwurfes der Bundesregierung zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt erklärt Katja Dörner, kinder- und familienpolitische Sprecherin:

„Das Anliegen, die vertrauliche Geburt gesetzlich zu regeln und damit Mütter, die sich in äußersten Notsituationen befinden, zu unterstützen, teile ich uneingeschränkt. Allerdings bin ich skeptisch, ob die vorgeschlagene Regelung zur vertraulichen Geburt wirklich einen gangbaren Weg für die Frauen aufzeigt. Grund ist, dass das „Damoklesschwert“ einer familiengerichtlichen Entscheidung, wenn auch erst nach 16 Jahren, weiterhin über der Mutter schwebt. Dass letztlich die Entscheidung über die Aufgabe der Anonymität beim Familiengericht und nicht bei der Mutter liegt, ist ein entscheidender Webfehler im Gesetzentwurf. Hierauf weisen insbesondere die Beratungseinrichtungen und Frauenverbände aufgrund ihrer Praxiserfahrung hin. Vor diesem Hintergrund ist es folgerichtig, dass die Möglichkeit der anonymen Geburt und auch die Babyklappen als ultima ratio zunächst weiterhin bestehen bleiben. Sie müssen in ihrem Zusammenwirken mit der vertraulichen Geburt evaluiert werden.“

Zur Abstimmung im Bundestag habe ich eine Persönliche Erklärung abgegeben, in der ich meine Haltung zum Gesetzentwurf erläutere.

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