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Hebammen: Wahlfreiheit in der Geburtshilfe erhalten

Zur heutigen Debatte im Deutschen Bundestag zum Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN „Geburtshilfe heute und in Zukunft sichern – Haftpflichtproblematik bei Hebammen und anderen Gesundheitsberufen entschlossen anpacken“ erklärt die Bonner Bundestagsabgeordnete Katja Dörner:

„Die Situation der Hebammen brennt den Betroffenen auf den Nägeln. Wir brauchen jetzt schnell eine Lösung. Auch in Bonn sind hunderte Bürgerinnen und Bürger völlig zu Recht auf die Straße gegangen und haben für eine schnelle und solide Lösung der Versicherungs-Problematik demonstriert. Die Bundesregierung muss die schwierige Situation jetzt endlich ernsthaft angehen. Hebammen stellen sicher, dass werdende Eltern frei entscheiden können, wie und wo sie ihr Kind zur Welt bringen. Durch die seit Jahren exorbitant steigenden Haftpflichtprämien für freiberufliche Hebammen ist diese Wahlfreiheit gefährdet. Massiv verschärft wird die Situation durch die sich stark reduzierende Zahl der Versicherungsanbieter. Das Problem ist seit Jahren bekannt, aber passiert ist wenig. Gesundheitsminister Hermann Gröhe richtet nur verständnisvolle Worte an die Hebammen. Das ist zu wenig. Die Bundesregierung muss jetzt konkrete Lösungen liefern.

Wir schlagen folgendes Vorgehen vor: Kurzfristig wird sichergestellt , dass die Hebammen von den gesetzlichen Krankenkassen angemessene Vergütungen erhalten, um ihre Versicherungsprämien bezahlen zu können. Zudem müssen die Versicherer dazu bewegt werden, auch weiterhin Haftpflichtversicherungen anzubieten. Dann muss Schwarz-Rot dafür sorgen, dass die Haftpflichtprämien sinken können. Dazu sind verschiedene, befristete Modelle möglich, z.B. ein Haftungsfonds oder eine Regressbeschränkung. Das muss noch in diesem Jahr angepackt werden. Langfristig brauchen wir für alle Gesundheitsberufe eine tragfähige Lösung. Denn sie alle ächzen unter steigenden Haftpflicht-Prämien. Wir schlagen vor zu prüfen, ob und wie eine Berufshaftpflichtversicherung für alle Gesundheitsberufe analog zu den Regelungen der gesetzlichen Unfallversicherung  eingeführt werden kann.

Wir brauchen neue Konzepte, um dauerhaft eine flächendeckende und qualitätsgesicherte Versorgung mit Geburtshilfe – und damit die Wahlfreiheit werdender Eltern – sicherzustellen. Dazu muss jetzt endlich auch eine regelmäßige Bestandsaufnahme der geburtshilflichen Versorgung in Deutschland von der Bundesregierung erarbeitet und vorgelegt werden.“

Kommentare

1 Reaktion: Kommentar schreiben ⇓

  1. Zwokkel

    Jetzt mal ernsthaft… Machen hebammen so viel kaputt, dass die hpv dafür ständig aufkommen muss? Unsere hebamme und nachsorgehebamme und die vorsorge hebamme und die hebamme im geburtsvorbereitungskurs haben meineswissens nix kaputt gemacht. Was soll den das gezetere der versicherungen? Ohne hebammen währen wir in vielen situationen sehr ratlos gewesen. Außerdem gab uns unsere kompetente hebamme sicherheit auch zuhause. Wenn die groko da nichts macht ist das unverzeilich und beweist wieder mal, dass nur erhöhrt wird, wo viel geld hinter steckt.

    20.03.2014 um 20:08 Uhr

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