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Equal Pay Day: Frauen verdienen mehr!

Deutschland gehört weiter zu den Schlusslichtern Europas in Sachen Entgeltgleichheit. Frauen verdienen nach wie vor ein Fünftel weniger als Männer. Das ist ungerecht. Damit muss endlich Schluss sein.

Die Bundesregierung setzt in erster Linie nur auf mehr Transparenz in den Unternehmen. Das greift zu kurz und kann nur ein erster Schritt sein. Wir müssen den Mut aufbringen und ein Entgeltgleichheitsgesetz auf den Weg bringen, das seinen Namen auch verdient. Nur so wird „gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ durchgesetzt.

Gerade auch in Bonn mit dem hohen Anteil an Arbeitsplätzen in Verwaltung und Dienstleistung muss mehr Geld bei den weiblichen Beschäftigten ankommen. Während anderswo die Lohnzuwächse in männerdominierten Branchen wie dem produzierenden Industrie beachtlich sind, bleiben frauendominierte Berufe, zum Beispiel auch im Sozialwesen oder dem Pflegesektor abgehängt. Das darf so nicht bleiben.

Arbeit muss nach geschlechtsneutralen Kriterien bewertet werden. Dann kann die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern tatsächlich geschlossen werden. Betriebe und Tarifpartner müssen nachweisen, dass ihre tariflichen und nichttariflichen Entgeltregelungen diskriminierungsfrei ausgestaltet sind. Wenn Frauen benachteiligt werden, müssen diese Ungleichheiten beseitigt werden. Wir wollen vor allem die betroffenen Frauen durch ein echtes Verbandsklagerecht stärken, damit sie mit den Risiken einer Klage nicht alleine dastehen oder sogar um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen. Denn Entgeltdiskriminierung ist kein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem.

Frauen verdienen mehr! Es muss endlich Schluss sein mit der Entgeltdiskriminierung und mit niedrigen Löhnen in frauenspezifischen Berufen.

Kommentare

1 Reaktion: Kommentar schreiben ⇓

  1. hansjörg glanzmann

    keiner hat etwas dagegen, dass männer und frauen für gleiche arbeit gleich entlohnung erhalten. nur mit mit einer statistischen zahl ist es halt nicht getan. aber wenn man als lieblingsfach mathe angibt, verwundert das niemand. hauptsache ein ergebnis. was dahinter steckt ist nicht wichtig, wenn einem das ergebnis als zahl gefällt. ja die einserschüler (vor allem in mathe) und das richtige leben

    20.03.2015 um 21:03 Uhr

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