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Personalnotstand in Krankenhäusern endlich bekämpfen

Zum bundesweiten Ver.di-Aktionstag „162.000 für 162.000“ gegen den Personalnotstand in Krankenhäusern am Mittwoch, 24. Juni 2015, erklärt Katja Dörner, Grüne Bundestagsabgeordnete aus Bonn:

„Pflegekräfte in den Krankenhäusern gehen seit vielen Jahren nicht mehr nur an ihre Grenzen, sondern ständig darüber hinaus. Die chronische personelle Unterbesetzung gefährdet die Patientensicherheit, die Qualität der Versorgung und die Gesundheit der Pflegekräfte selbst. Gesundheitsminister Hermann Gröhe muss diesen Hilferauf endlich ernst nehmen und die Bekämpfung des Personalnotstandes zur Priorität erklären.

Bonn ist Standort vieler Gesundheitseinrichtungen. Es gibt rund 20 Krankenhäuser, Fachambulanzen und Tageskliniken mit über 5.000 Betten sowie das Universitätsklinikum Bonn mit über 30 klinischen Abteilungen und 20 Forschungseinrichtungen. Etwa 2.700 Ärzte sind in Bonn tätig, die über 40 Fachgebiete vertreten. Insgesamt sind im Bereich der Gesundheitsdienstleistungen und medizinischen Einrichtungen etwa 12.900 Beschäftigte tätig. Deshalb besteht in Bonn besonderer Handlungsbedarf.

Das mit der Krankenhausreform geplante Pflegestellen-Förderprogramm taugt nicht als dauerhafte Lösung, weil es viel zu gering ausgestattet ist. Wir fordern deshalb die rasche Entwicklung von verbindlichen Instrumenten zur Personalbemessung. Der Personalbedarf muss aus dem tatsächlichen Pflegebedarf der PatientInnen abgeleitet und zweckgebunden finanziert werden, damit das Geld auch wirklich in der Pflege ankommt. Mittelfristig brauchen wir die Entwicklung von Pflegepauschalen.

Die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte sind vielerorts inakzeptabel, auch in Pflegeeinrichtungen und -diensten. Dem dürfen wir nicht mehr tatenlos zuschauen. Kliniken und Pflegeeinrichtungen müssen dabei unterstützt werden, Arbeitszeiten und -bedingungen familienfreundlicher und flexibler zu organisieren und das betriebliche Gesundheitsmanagement zu stärken, damit sich wieder mehr Menschen für eine Pflegeausbildung entscheiden.“

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