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Dörner und Beu: Baden im Rhein möglich machen

Anlässlich des europäischen Flussbadetages erklären Katja Dörner, Grüne Bundestagsabgeordnete aus Bonn und Rolf Beu, sportpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion:

„Wir wollen ein Badeschiff für Bonn. In einem gemeinsamen Brief haben wir den Oberbürgermeister gebeten, die Möglichkeit der Einrichtung eines Badeschiffes auf dem Rhein zu prüfen. Ein Badeschiff erlaubt es, im Wasser des Rheins zu baden und zu schwimmen. Ein Badeschiff kann man sich als eine schwimmende Plattform mit geschlossenem Schwimmbecken im Wasser vorstellen. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gab es mehrere  Badeschiffe in Bonn. Sie lagen direkt unterhalb des alten Zolls. Mit der zunehmenden Verschmutzung der natürlichen Gewässer war es mit dieser Art des Badespaßes vorbei. Heute ist die Wasserqualität wieder viel besser. Zu prüfen wäre in einem ersten Schritt, wie das Rheinwasser heute beschaffen ist und ob ohne Filterung ein Becken mit natürlichem Flusswasser gefüllt werden kann.

Katja Dörner betont: „Der Rhein gehört allen Menschen. Er ist mehr als nur eine Autobahn für Binnenschiffe. Freuen wir uns nicht nur an seinem Anblick, sondern genießen auch seine weiteren Vorzüge. Knüpfen wir an die Tradition der alten Badeschiffe an und schaffen an heißen Tagen eine natürliche Abkühlmöglichkeit für Jung und Alt.“

Rolf Beu fügt hinzu: „Die Stadt sollte sich zum Fluss hin weiter öffnen. Ein Badeschiff macht den Rhein in der Stadt erlebbar. Es wäre ein tolles Angebot für die Bonnerinnen und Bonner und die vielen Gäste, die hierher kommen. Der Rhein schickt auch keine Rechnung für das Badewasser.“

Zürich "Frauenbad"

Zürich „Frauenbad“

Zum Hintergrund:

Weltweit wird in verschiedenen Städten die Idee zur Einrichtung von natürlichen Bademöglichkeiten bewegt. Beispiele gibt es in New York (http://www.pluspool.org/) und Mannheim (http://www.buschbad2014.de/). In Berlin ist bereits ein Badeschiff realisiert – hier allerdings mit aufbereitetem Süßwasser (http://www.arena.berlin/portfolio/badeschiff/).

Der Rhein ist im Eigentum der Bundesrepublik und steht allen zum sogenannten Gemeingebrauch zur Verfügung.

Der Europäische Flussbadetag geht zurück auf den Elbebadetag, den Roberto Epple 2002 für die Deutsche Umwelthilfe ins Leben rief. Seit 2005 organisiert Epple mit dem European Rivers Network (ERN) den Flussbadetag europaweit. Ziel der Flussbadekampagne ist die „Wiederversöhnung mit den Flüssen“ und die Sensibilisierung für Gewässerschutz, insbesondere für die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Der europäische Flussbadetag ist deshalb eine gute Gelegenheit, mit Bürgerinnen und Bürgern einerseits die verbesserte Wasserqualität der Gewässer zu feiern, zugleich aber auch auf Versäumnisse aufmerksam zu machen. Er trägt dazu bei, dass Gewässerpolitik wieder mehr in den Fokus rückt. (http://www.duh.de/5045.html)

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Foto: Jürg-Peter Hug, Zürich CC BY-SA 3.0

 

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