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Meine Bewerbung für den Parteirat

Auf der kommenden Bundesdelegiertenkonferenz kandidiere ich für den Parteirat. Hier dokumentiere ich meine Bewerbung:

Liebe Freundinnen und Freunde,

Katja-Dörner-Hofgartenich bewerbe mich erstmals für den bündnisgrünen Parteirat und würde mich über Eure Unterstützung freuen. Den Parteirat sehe ich als wichtiges Gremium, um die für uns zentralen inhaltlichen wie strategischen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven nach vorne zu diskutieren, Impulse zu geben und den Bundesvorstand bei der Entwicklung einer attraktiven, realitätstauglichen grünen Programmatik zu unterstützen. Hierfür möchte ich mich gerne einsetzen – wer mich kennt und mit mir zusammengearbeitet hat, weiß, dass es mir darum geht, den „Laden zusammen zu halten“, und ich möchte, dass der Parteirat sich dies auch weiterhin zur Kernaufgabe macht.

Zwei Jahre nach der enttäuschenden Bundestagswahl haben wir uns in Partei und Bundestagsfraktion neu aufgestellt und schauen längst nach vorn. Wichtige Landtagswahlen liegen vor uns; im Bund stellen wir die Weichen für 2017. Während bis vor wenigen Monaten – trotz Klimakrise, europäischer Krise und diversen innenpolitischen Skandalen (Stichworte: NSU und NSA), die anderen Regierungen längst das Genick gebrochen hätten – die politische Stimmung in Deutschland gemütlich vor sich hin dümpelte und die Bundeskanzlerin unangreifbar über allem schwebte, ist heute vieles anders. Angesichts der Situation der Geflüchteten befindet sich die Union in einer Zerreißprobe, die SPD taumelt vor sich hin, die Linke lässt es sich nicht nehmen, argumentativ auch auf den rechten Rand zu zielen, und auch wir stehen vor großen Herausforderungen. Denn – um Angela Merkel zu zitieren – wir schaffen das. Wir sind aber herausgefordert, Antworten darauf zu geben, wie wir das schaffen, insbesondere mit Blick auf die dringend notwendige Unterstützung der Kommunen.

Aus meiner Sicht geht unsere Rolle in der aktuellen Debatte aber weit über kurzfristige Maßnahmen hinaus. Wir waren und sind diejenigen, die stets nicht nur ans Heute, sondern ans Morgen und Übermorgen denken. Viele der heutigen Asylsuchenden werden morgen und übermorgen unsere Nachbarinnen und Nachbarn, werden Mitbürgerinnen und Mitbürger sein. Wie können wir gemeinsam dieses „neue Wir“ gestalten – das erfordert neue Konzepte und auch Investitionen in Bildung, von den Kitas bis zur Hochschule, in der Stadtentwicklung, der Gesundheitsversorgung, beim bürgerschaftlichen Engagement und der Beteiligung. Gerade dabei ist der Parteirat in der Pflicht, Antworten auf diese Fragen zu finden, und ich hoffe, mit meinen politischen Schwerpunkten – der Familien-, Bildungs- und Frauenpolitik – und meiner Erfahrung in der Kommunal- und Landespolitik hier deutliche Impulse zu setzen.

Mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 möchte ich, dass die Bündnisgrünen sich inhaltlich klar und unterscheidbar aufstellen. Wir schielen nicht auf Koalitionsoptionen, sondern stellen unsere Konzepte nach vorne. Wir sollten die Fehler des vergangenen Bundestagswahlkampfs nicht wiederholen, aber auch nicht ängstlich gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und Konflikten aus dem Weg gehen. Denn wir Grünen können glaubwürdig Probleme benennen und gut durchdachte Lösungen anbieten, auch und gerade wenn es darum geht, den Finger in die Wunde zu legen und Lobbys auf die Füße zu treten. Stachelig bleiben und konkrete Lösungen anbieten – das macht uns Grüne aus. Für die Wahlen in den kommenden Jahren hat der Parteirat hier einiges beizutragen und ich würde mich freuen, daran mitwirken zu können.

Viele herzliche Grüße,

Eure Katja

 

Über mich: 39 Jahre, verheiratet, ein Kind, Abitur 1995 am Privaten Katholischen Gymnasium Marienstatt, Studium Politikwissenschaften, Literaturwissenschaften und Öffentliches Recht in Bonn, York und Edinburgh, Magistra Artium 2000, Mitarbeiterin der grünen Fraktion im Landtag NRW von 2001 bis 2009, seit 1994 aktiv bei den Grünen, Mitglied seit 1998, schulpolitische Sprecherin und Mitglied der Grünen Ratsfraktion in Bonn von 2002 bis 2009, Landesvorstand NRW von 2006 bis 2010 und seit 2014, Sprecherin Bezirksverband Mittelrhein von 2007 bis 2014, MdB seit Oktober 2009, stellvertretende Fraktionsvorsitzende seit Dezember 2013, aktiv in lokalen Aktionsbündnissen gegen Nazis und Faschismus, Mitglied bei Amnesty International, Ausbildung statt Abschiebung, Frauen helfen Frauen und beim Kulturverein Nordstadt in Bonn, Kuratorium PLAN Deutschland, Vorstand Deutsches Kinderhilfswerk, Vorstand Mieterbund Bonn, Mitglied im Hauptausschuss Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge. Hobbies: Lesen, Kickern, Karneval.

Falls Ihr Fragen oder Anmerkungen zu meiner Kandidatur habt (und auch sonst), kontaktiert mich gerne unter katja.doerner@gruene-nrw.de

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