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1. Mai: Mehr Zeitsouveränität für Beschäftigte, damit Arbeit besser ins Leben passt

Wir Grüne machen den Tag der Arbeit zum Tag der Arbeitszeit. „Wir kämpfen für mehr Zeitsouveränität für Beschäftigte, damit sie Erwerbsarbeit und Privatleben endlich besser unter einen Hut bekommen“, erklärt Katja Dörner, Grüne Bundestagsabgeordnete aus Bonn. Bisher haben vor allem die Arbeitgeber Ansprüche an die Flexibilität ihrer Angestellten gestellt. Doch Flexibilität ist keine Einbahnstraße, sondern ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Darum sollen die Beschäftigten mehr über das Wieviel, Wann und Wo ihrer Erwerbsarbeit mitbestimmen können.

Die Bundesregierung ist in dieser Beziehung bisher vollkommen untätig geblieben. Arbeitsministerin Nahles hat noch nicht einmal das im Koalitionsvertrag vereinbarte Recht auf eine befristete Teilzeit umgesetzt. Dabei liegt der Handlungsbedarf auf der Hand.

Viele Menschen wollen gerne etwas später anfangen zu arbeiten, damit sie die Kinder zur Schule bringen können oder ein bisschen früher zu Hause sein, um am späten Nachmittag für einen kranken Elternteil sorgen zu können. Andere wollen endlich wieder Vollzeit arbeiten, weil die Kinder größer geworden sind und sie beruflich nochmal durchstarten wollen. Damit das in Zukunft besser funktioniert, haben wir Grüne ein Bündel von Vorschlägen entwickelt: Mit flexibler Vollzeit, einem Rückkehrrecht auf Vollzeit, mehr Homeoffice und Mitspracherechten werden die Arbeitszeiten beweglicher und die Beschäftigten besser vor Stress und Entgrenzung der Arbeit geschützt. Denn Arbeitszeit ist Lebenszeit!

Grüne Arbeitszeitpolitik will mehr Zeit für Kinder und für die Pflege ermöglichen, für Weiterbildung oder für ehrenamtliches Engagement. Wenn Arbeit besser ins Leben passt, dann entsteht mehr Lebensqualität und wer gerne mehr arbeiten möchte, kann den Arbeitsumfang besser ausweiten. Wir brauchen eine Balance zwischen den verschiedenen Bereichen des Lebens, nur so kriegen wir alles unter einen Hut.

Weitere Infos: Mehr Zeitsouveränität ‒ Damit Arbeit gut ins Leben passt (Bundestagsantrag vom 28.04.2016)

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