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Ohne Hebammen geht es nicht!

Die Vielfalt und die Qualität in der Geburtshilfe zu erhalten, bleibt für uns weit oben auf der Agenda. Mit der heutigen Debatte im Bundestag über unseren grünen Antrag weißen wir auf die nach wie vor unsichere Situation vieler Hebammen und die teilweise schwierige Situation in der klinischen Geburtshilfe hin.

Hebammen gewährleisten, dass werdende Eltern sich aussuchen können, wo und wie sie ihre Kinder bekommen wollen. Dieses Recht gerät in Gefahr, weil die Versorgung durch freiberufliche Hebammen, die Ge­burtshilfe leisten, zurückgeht. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einer davon ist die Haftpflichtver­sicherung. Seit Jahren schon leiden freiberufliche Hebammen unter stark steigenden Haft­pflichtprämien. Der Anstieg der Prämien ist nicht etwa durch einen Anstieg der Geburtsschä­den verursacht, sondern liegt in einer längeren Lebenserwartung der geschädigten Kinder sowie stark gestiegenen Pflegekosten und höheren Schadensersatzansprüchen begründet.

Die bisherigen  Maßnahmen, die Situation der Hebammen zu verbessern und die freie Geburtshilfe zu erhalten, greifen bisher kaum. Auch die Regelung, dass der errechnete Geburtstermin nicht mehr als drei Tage überschritten sein darf – danach zahlt die Krankenkasse keine Hausgeburt mehr – führt zur Aufgabe der Geburtshilfe bei Hebammen. In vielen Regionen beklagen werdende Eltern schon keine Hebamme mehr zu finden.

Für einer dauerhafte, tragfähige Lösung braucht es eine Haftpflichtversicherung für alle Ge­sundheitsberufe. Denn es sind nicht nur Hebammen betroffen, sondern alle Gesundheitsberufe, ob sie freiberuflich arbeiten oder angestellt sind. Wir schlagen vor, die Regelungsprinzipien der gesetzlichen Unfallversicherung auf eine Berufshaftpflichtversicherung für alle Gesundheitsberufe bzw. deren Ar­beitgeber wie z.B. Krankenhäuser zu übertragen.

In einem im April vom grünen Länderrat beschlossenen Antrag haben wir auch die Situation der Hebammen in Krankenhäusern aufgegriffen. In Krankenhäusern müssen Hebammen immer mehr Frauen betreuen, die Anzahl der Risikoschwangeren ist gestiegen, gleichzeitig wurden jedoch Stellen abgebaut oder in sogenannte Beleghebammen-Plätze umgewandelt. Den Hebammenberuf aufzuwerten und die Eigenständigkeit der Hebammen zu stärken, sieht auch das Konzept des hebammengeleiteten Kreisssaals vor. Hier wird nur im Bedarfsfall eine Ärztin oder ein Arzt hinzugezogen, die Geburt wird von einer Hebamme geleitet.

Die neue OppoVision greift die schwierige Situation der Hebammen und die Folgen für werdende Eltern spitz und knackig auf.

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