Direkt zum folgenden Bereich:
  1. Hauptnavigation
  2. Inhalt
  3. Themenübersicht
  4. Suche
  5. Links
  6. Adresse



Inhalt

Kinder stärken: wenn, dann richtig!

Zum aktuellen Kabinettsbeschluss über Leistungsänderungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach SGB VIII erklärt Katja Dörner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

„Die heute beschlossene Regelung lässt gravierende negative Auswirkungen auf die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen befürchten. Unterschiedliche Standards für unbegleitete Flüchtlingskinder und einheimische Kinder und Jugendliche lehnen wir strikt ab. Sie wären nicht nur rechtlich höchst fragwürdig, sondern würden auch zu Sondereinrichtungen der Jugendhilfe für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge führen. Das wäre mit Blick auf die Integration der jungen Geflüchteten katastrophal.

Darüber hinaus dürfen die Leistungen für junge Volljährige nicht absenkt werden. Es ist verantwortungslos, wenn die Betroffenen mit ihrem 18. Geburtstag von heute auf morgen jegliche sozialpädagogische Begleitung und Unterstützung verlieren.

Problematisch ist außerdem, dass sich die einzelnen Bundesländer aus der Kostenerstattung zurückziehen könnten, bis die Klärung der Rahmenvereinbarungen zwischen Land, kommunalen Verbänden, Trägern etc. abgeschlossen ist. Dass diese Lücke überhaupt entsteht, muss unbedingt verhindert werden.“

Zu den Änderungen der Situation von Pflegekindern und beim Kinderschutz in Heimen erklärt Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

„Die Möglichkeit, den dauerhaften Verbleib in der Pflegefamilie anordnen zu können, ist ein Durchbruch im Sinne der Pflegekinder und des Kindeswohls. Es ist richtig, Stabilität und Kontinuität im Leben der Pflegekinder besonders zu berücksichtigen. Allerdings bleiben die Hürden hierfür weiterhin unangemessen hoch. Ebenso ist es ein richtiger Ansatz, die leiblichen Eltern frühzeitig zu stärken.

Gut, dass die Bundesregierung den Schutz von Kindern in Heimunterbringung endlich die Bedeutung beimisst, die nötig ist. Doch die geplanten Veränderungen gehen nicht weit genug. Um dem Kinderschutz adäquat Rechnung zu tragen, brauchen wir einen deutlich kleineren Betreuungsschlüssel, Qualitätssicherung bei der Aus- und Fortbildung des Personals sowie gut ausgestattete Räumlichkeiten.“

Kommentare

Einen Kommentar schreiben: