Direkt zum folgenden Bereich:
  1. Hauptnavigation
  2. Inhalt
  3. Themenübersicht
  4. Suche
  5. Links
  6. Adresse



Inhalt

Rückkehrrecht auf Vollzeit einführen – Gleichstellung voranbringen

In der heutigen gleichstellungspolitischen Debatte im Bundestag habe ich die gleichstellungspolitische Bilanz der schwarz-roten Bundesregierung kritisiert. Aufhänger der Debatte war unsere Antrag zum Rückkehrrecht auf Vollzeit, in dem wir die Bundesregierung auffordern, dieses endlich einzuführen, so wie es im Koalitionsvertrag auch vereinbart wurde. Davon würden insbesondere Frauen profitieren, denn viele wollen nur für eine befristete Zeit in Teilzeit arbeiten und später wieder auf einen höheren Stundenumfang zurückkehren. Aber auch für Männer ist das Rückkehrrecht wichtig: Viele Männer möchten ihre Arbeitszeit ebenfalls für eine Zeitlang reduzieren, befürchten jedoch Karriereeinschnitte, wenn sie nicht auf ihren alten Stellenumfang zurückkehren können. Deshalb fordern wir als grüne Bundestagsfraktion schon lange ein Rückkehrrecht auf Vollzeit.

In meiner Rede habe ich deutlich gemacht, dass schwarz-rote Gleichstellungspolitik sehr knapp zusammengefasst werden kann: Viel Lärm um nichts. Zentrale Vorhaben wurden nicht angegangen. Andere – wie die Umsetzung von Lohngerechtigkeit – schrumpften vom Entgeltgleichheitsgesetz zum Transparenzgesetz, von dem nur die wenigsten Frauen profitieren. Auch die Regierungsbefragung zum Thema Gleichstellung lieferte nur unzureichende Antworten auf meine Fragen, wie die Defizite zukünftig angegangen werden sollen. Ministerin Barley blieb in vielen Antworten vage, obwohl die zentralen Probleme, die das Gutachten des zweiten Gleichstellungsberichtes skizziert, die gleichen wie bereits 2011 im 1. Gleichstellungsbericht sind: Reform der Minijobs, des Ehegattensplittings, Aufwertung von Pflegeberufen, eine anderer Arbeitszeitpolitik: Bei all dem hat die Bundesregierung nicht geliefert und das rächt sich nun.

Wir haben heute noch einen weiteren unserer Anträge beraten, den Antrag „Wissenschaftsfreiheit fördern, Geschlechterforschung stärken, Gleichstellung in der Wissenschaft herstellen“. Eine weitere Leerstelle der Bundesregierung ist die Forschungsförderung der Geschlechterforschung. Hier fehlt nicht nur finanzielle Unterstützung in Form von Förderprogrammen, sondern dieser Wissenschaftszweig wird von reaktionären Rechtspopulist*innen auch massiv angefeindet.  In unserem Antrag fordern wir die Bundesregierung auf, Geschlechterforschung zu unterstützen und Chancengerechtigkeit in der Wissenschaft zu fördern.

Kommentare

Einen Kommentar schreiben: