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Ehe für alle: Dörner und Kelber begrüßen Entscheidung des Bundetages


Zur heutigen Entscheidung des Bundestages erklären die Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD) und Katja Dörner (Grüne):

Mit großer Mehrheit hat der Bundestag heute die letzte Ungleichbehandlung schwuler und lesbischer Partnerschaften beseitigt und die Ehe für alle beschlossen. Bereits vor 16 Jahren wurde unter der rot-grünen Regierung Schröder/Fischer – auch damals gegen den Widerstand der Union – die eingetragene Lebenspartnerschaft eingeführt und damit der Weg zur heutigen Entscheidung geebnet. Damit hatte auch der Gesetzgeber einen gesellschaftlichen Wandel nachvollzogen, unser Land offener und freier gemacht.
Heute ist ein guter Tag für die Bürgerechte in unserem Land. Wir sagen Ja zu gleichen Rechten für alle, die sich lieben. Ja zur Vielfalt in unserem Land, die Lesben und Schwule genauso einschließt wie Heterosexuelle. Ja zum Respekt für alle Menschen unabhängig vor deren sexueller Orientierung. Die Ehe für alle nimmt niemand etwas weg. Im Gegenteil, sie ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft insgesamt. Die Menschen in diesem Land machen schon lange keine Unterscheidungen mehr. „Verpartnern“ gehört damit der Vergangenheit an.
Seit drei Jahrzehnten kämpfen wir für die „Ehe für alle“. Jetzt endlich hat sich Angela Merkel bewegt und die Abstimmung in ihrer Fraktion als Gewissensentscheidung freigegeben. Und das Gewissen der Abgeordnete hat richtig entschieden. Beschlossen wurde heute ein Gesetzentwurf des Bundesrates, der 2015 von der rot-grünen Landesregierung in Rheinland-Pfalz, initiiert wurde. Bald wird er im Gesetzesblatt stehen. Deutschland schließt sich damit den 22 Staaten an, die die Ehe bereits geöffnet haben.
Aber Anfeindungen und Ausgrenzung von Lesben und Schwulen sind damit noch nicht beendet. Mit dem Rückenwind der heutigen Entscheidung gilt es, Diskriminierungen im Alltag noch stärker entgegenzutreten. So erleben auch heute noch 82 Prozent der lesbischen, schwulen und bisexuellen Jugendlichen Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Das darf niemand kalt lassen. Daher kämpfen wir weiter mit der Zivilgesellschaft um Respekt und Akzeptanz.

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