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GRÜNE Bonn verschenken Trinkwasser

Jannik van Egdom, Andrea Bauer, Katja Dörner und Benjamin Wockenfuß bringen vor am Schaufenster der Grünen Geschäftsstelle das Refill-Schild an.

Jannik van Egdom, Andrea Bauer, Katja Dörner und Benjamin Wockenfuß bringen vor am Schaufenster der Grünen Geschäftsstelle das Refill-Schild an.

Das Büro der Grünen in der Bonner Altstadt schließt sich der internationalen „Refill“-Bewegung an

Ab sofort können alle Passanten während der Öffnungszeiten kostenlos in der Geschäftsstelle der Bonner Grünen ihre Trinkwasserflaschen mit Bonner Leitungswasser auffüllen lassen. Im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier haben die Vorsitzende der Bonner Grünen Andrea Bauer und die Bundestagsabgeordnete Katja Dörner die Geschäftsstelle als – bislang zwölfte – Bonner Refill-Station eingeweiht. Gemeinsam mit dem Bonner Botschafter für die Refill-Bewegung, Benjamin Wockenfuß, brachten die Politikerinnen im Schaufenster ihres Büros den blauen Aufkleber mit dem stilisierten Wassertropfen an und trugen ihr Büro in die Übersichtskarte unter www.refill-bonn.de im Internet ein.

Dazu erklärte Andrea Bauer: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Ich freue mich sehr, dass wir heute einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Je mehr Menschen und Einrichtungen mitmachen, desto weniger Plastikmüll und Transportkosten entstehen. Denn im Gegensatz zum Wasser aus der Plastik- oder Glasflasche entstehen beim Trinkwasser aus der Leitung überhaupt keine Verpackungs- und Transportkosten. Auch bleibt kein Müll zurück. Einfacher geht es nicht, den Durst, gerade an Hundstagen wie Anfang der Woche, zu löschen.“

Katja Dörner fügt hinzu: „Wir können sehr froh über unser gutes Bonner Trinkwasser sein. Auch das zeigt, wie wichtig es ist, dass die Wasserversorgung bei uns in öffentlicher Hand ist. Ich danke allen, die täglich daran arbeiten, in Bonn ein erstklassiges Lebensmittel bereitzustellen. Wer einmal das zweifelhafte Vergnügen hatte, im Ausland Leitungswasser kosten zu dürfen, schätzt unser Wasser umso mehr. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass jeglichen Privatisierungsbestrebungen bei der Wasserversorgung ein Riegel vorgeschoben wird und wir unser Wasser gegenüber Belastungen, zum Beispiel durch übermäßige Düngung, schützen.“

Benjamin Wockenfuß, im Refill-Jargon als Botschafter für die Idee auch „Wasserträger“ genannt, ergänzt: „Die Idee begeistert immer mehr Menschen. So sind zum Beispiel gerade 100 Apotheken in Berlin zu Wasserstationen geworden. Das wünsche mir auch für Bonn. Als Stadt der Nachhaltigkeit und als Ausrichter der nächsten Weltklimakonferenz müssen wir viele kreative Wege gehen, um der Klimakrise zu begegnen. Wenn es zukünftig in der Region mehr Tage mit Extremhitze gibt, ist unsere Idee ein Beitrag mit den Folgen besser zu Recht zu kommen. Darüber hinaus stärkt diese Geste auch den Zusammenhalt in der Gesellschaft und macht einfach Spaß.“

Zum Hintergrund:
„Refill“ ist eine internationale ehrenamtliche Non-Profit-Bewegung, die 2015 von einer Einzelperson im englischen Bristol ins Leben gerufen wurde. Refill ist damit Teil der „blue community“. Die Gemeinschaft setzt sich gegen die Privatisierung der Wasserversorgung und für ein Menschenrecht auf Wasser nach dem Vorbild der Schweiz ein. Das Projekt wird in Deutschland unter anderem vom Städte- und Gemeindebund unterstützt, der mehr öffentliche Trinkwasserspender in den Städten fordert. Refill ist ein ehrenamtliches Projekt von Privatpersonen und ist unabhängig von Unternehmen und Parteien.

Um das Refill-Netzwerk zu stärken, hat sich das Büro von Katja Dörner auch selbst bereit erklärt „Refill-Verteiler“ zu werden. Wer sich also für das Projekt interessiert und selber eine Refill-Station werden möchte, findet im Bundestagsbüro von Katja Dörner und der Kreisgeschäftsstelle der Bonner Grünen alle Informationen und auch den Refill-Aufkleber. Mitmachen können alle möglichen Läden mit Öffnungszeiten. Beispielsweise Buchläden, Friseure, Supermärkte, Modegeschäft, etc.

Das Bonner Trinkwasser wird zentral von den Stadtwerken Bonn allen Haushalten zur Verfügung gestellt. Es ist eines der besten überwachten Lebensmittel in Deutschland. Der Aufwand, der für ein sicheres Trinkwasser betrieben wird, ist hoch, dennoch ist es preisgünstig. Ein Liter Trinkwasser kosten inklusive Steuer und Gebühren für das Abwasser rund einen halben Cent.

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