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Bonner Grüne fordern saubere Luft

Eigene Messungen bestätigen hohe Belastung mit Stickstoffdioxid

Mit Unterstützung des Umwelt- und Verkehrsexperten Oliver Krischer haben die Grünen Stichproben zur Belastung der Bonner Luft durchgeführt. An drei verkehrsreichen Standorten wurde die Belastung mit Stickoxiden gemessen. Nun liegen die besorgniserregenden Ergebnisse vor.

Andrea Bauer und Katja Dörner mit Staubmasken (v.r.n.l.)

Am Konrad-Adenauer-Platz in Beuel wurde in der Zeit vom 13. bis zum 22. September eine durchschnittliche Belastung der Luft mit 43,3 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Damit wurde der EU-Grenzwert für die maximale Belastung klar überschritten. Auch am Bertha-von-Suttner-Platz in der Innenstadt und auf der Adenauerallee in der Bonner Südstadt in Höhe der Kinderklinik wurde eine hohe Belastung festgestellt. Die Messgeräte, die die GRÜNEN zur Messung verwendet haben, sind Stickstoffdioxid-Passivsammler (NO2), die sich zur Ermittlung des Durchschnittswerts über den Zeitraum gut eignen und daher auch vom Landesumweltamt (LANUV) verwendet werden. Das Ergebnis ist für den Zeitraum repräsentativ, kann aber nur als Anhaltspunkt gewertet werden und muss durch weitere Messungen verifiziert werden.

Oliver Krischer beim Anbringen einer Messeinrichtung auf dem Bertha-von-Suttner-Platz

Katja Dörner Bonner Bundestagsabgeordnete und Andrea Bauer Vorsitzende der Bonner Grünen fordern daher: „Saubere Luft darf kein Luxus sein. An allen Messstationen wohnen Menschen, die der Belastung tagtäglich ausgesetzt sind. Auch in Bonn leiden die Menschen unter der schlechten Luft. Von Stickoxiden gehen erhebliche Gesundheitsrisiken aus: Sie können schwere Lungen- und Herz-Kreislauferkrankungen auslösen. Nach Berechnungen der Europäischen Umweltagentur sind mehr als 10.000 Todesfälle in Deutschland auf Verkehrsemissionen zurückzuführen. Der Verkehr auch in Bonn muss daher insgesamt sauberer werden. Unsere Stichproben sollten zudem Anlass sein, die Bonner Luft besser zu überwachen.“

Oliver Krischer, Obmann der Grünen im Diesel-Abgas-Skandal Untersuchungssauschuss im letzten Bundestag ergänzt:

„Die Autoindustrie und die Bundesregierung, egal in welcher Zusammensetzung, sind in der Verantwortung, Fahrverbote zu verhindern. Es kann ja nicht sein, dass Autofahrer das Tricksen und Betrügen der Autoindustrie und mit freundlicher Unterstützung der Bundesregierung ausbaden sollen. Deshalb fordern wir  Autoindustrie und Bundesregierung auf, Dieselautos technisch so umzurüsten, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Allein Software-Updates sind keine Lösung. Da die Industrie das Problem verursacht hat, muss sie natürlich auch für die Umrüstung aufkommen. Nur so lassen sich Fahrverbote vermeiden.“

Wer die Luftbelastung mit Stickoxiden in der eigenen Straße selbst messen möchte, bekommt Informationen dazu im Wahlkreisbüro von Katja Dörner in Bonn.

Auswertung Stichproben Stickoxide Bonn September 2017

Informationen zu den Messeinrichtigungen

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