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Bonner Abgeordnete wollen Kryptographie-Experten des BND in Bonn halten

Die Bonner Bundestagsabgeordneten haben an das Kanzleramt appelliert, die Kryptographie-Experten des Bundesnachrichtendienstes nicht nach Berlin oder Pullach zu verlagern, sondern in Bonn zu belassen. Ulrich Kelber (SPD), Katja Dörner (Grüne) und Alexander Graf Lambsdorff (FDP) befürchten hohe Kosten, Kündigungen der besten Mitarbeiter und einen Verlust der Vorteile, die heute durch den Cybersecurity-Cluster aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bundeseinrichtungen in Bonn bestehen.

Die Antwort aus dem Kanzleramt, die keine klare Aussagen enthält und die bisherigen Erfahrungen mit dem Umzug zwischen Pullach und Berlin als „ermutigend“ bezeichnet, kann Dörner, Graf Lambsdorff und Kelber nicht beruhigen. „Aktuelle Presseberichte machen deutlich, dass der BND beim Umzug von Pullach nach Berlin viele wichtige Mitarbeiter an den Münchener Arbeitsmarkt verloren hat und noch nicht wieder ersetzen konnte. Dazu kommt, dass die Bonner Mitarbeiter immer wieder neue Ankündigungen zu ihrem neuen Arbeitsort erhalten. 2003 hieß es Berlin, 2006 dann Pullach (weil die CSU auf einem Standort bestand) und aktuell wieder Berlin. Außerdem stehen Kosten für den Umzug von Bonn nach Berlin/Pullach in Höhe von 300 Millionen Euro im Raum, gerade auch weil der milliardenteure Neubau in Berlin schon wieder zu klein ist.

„Bonn ist der Ort in Deutschland, wo mehr Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Unternehmen und staatlichen Einrichtungen sich mit dem Thema Cybersecurity beschäftigen als irgendwo sonst und sich austauschen können. Dass jetzt Kanzleramt und BND ihre Spezialisten abziehen wollen, ist uns absolut unverständlich und ein Schildbürgerstreich“, so Graf Lambsdorff, Kelber und Dörner.

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