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Schüleraustausch: Berichte aus den USA

Seit dem 7. Januar 2019 hat Katja Dörner die Patenschaft für den Bonner Schüler Laurin Hauprich inne, der zuvor vom  Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber betreut wurde. Laurin ist seit Anfang August 2018 in Texas und berichtet regelmäßig von dort. Gerne dokumentieren wir hier seine Eindrücke vom Leben in den USA. 

Dezember 2018:

Präsentation über Deutschland Application essay BUBW (engl.).

 

Halbjahres Bericht

Liebe Katja Dörner,

die Hälfte meines Austauschjahres ist bereits vorbei und seit meinem letzten Bericht hat sich vieles verändert.

Ich habe neue Menschen kennengelernt und auch neue Freundschaften geknüpft. Außerdem spielte ich meine ersten Spiele mit der Basketballmannschaft meiner Schule. Des Weiteren verbrachte ich viel Zeit mit meinem Gastbruder aus der Ukraine, welcher mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen ist. Mehrmals besuchten wir einen Freizeitpark, zusammen mit unserem Gastvater, absolvierten Freiwilligenarbeit mit Freunden, oder besuchten Veranstaltungen, welche von manchen Eltern anderer Austauschschüler organisiert wurden. Zum Beispiel, besuchten wir eine Weihnachtsfeier. Zusätzlich hingen wir mehrere Flaggen auf, wie zum Beispiel die Amerikanische und die Deutsche:

Außerdem nahm ich an der International Education Week (IEW) teil und hielt dafür eine Präsentation über Deutschland. Dies hat mir sehr viel Spaß gemacht und dabei lernte ich auch viel über mein Heimatland. Anschließend bewarb ich mich mit einem Essay über die IEW auch für ein weiteres „Seminar“, das „BUBW“ (Better Understanding For a Better World), an welchem ich im Februar im Disneyland in Orlando teilnehmen werde.

Vielen Dank für Ihre Patenschaft und bis bald.

Mit freundlichen Grüßen,

Laurin Hauprich

 

„Anfangsbericht“

Lieber Herr Kelber,

ich möchte Ihnen hier einmal von meinem ersten Monat in den USA berichten:

Also, nach meinem langen Flug von Frankfurt nach Washington D.C, habe ich dort zwei sehr anstrengende, aber doch überwältigende und erlebnisreiche Tage mit meinen Freunden, die ich beim Vorbereitungsseminar kennen gelernt habe, verbracht. Im Hilton Hotel haben wir dann auch „die andere Seite“ des PPP (Parlamentarisches-Patenschafts-Programm), also die amerikanischen Stipendiaten getroffen. Wir besuchten alle Capitol Hill, zahlreiche Memorials (Martin Luther King, Abraham Lincoln etc.), das State Department und das Smithsonian National Museum.

Wie man sehen kann waren das zwei sehr vollgepackte Tage, bis es dann endlich zur Gastfamilie weiter ging. Ich flog von D.C nach Dallas und von Dallas nach Wichita Falls, wo mich dann mein Gastvater und meine Gastgroßmutter abgeholt haben, mit denen ich mich schon am Anfang sehr gut verstanden habe. Nach ein paar Tagen kam dann auch mein Double Placement Alex aus der Ukraine an. Ich verstehe mich auch wirklich sehr gut mit ihm. Wir waren dann auch in der Schule, wegen unserer Stundenpläne und um schon einmal zu sehen, wie die Schule so wirkt. Ich konnte schon direkt am Anfang sagen, dass sie sehr cool ist: überall „Bulldog Pride“ (wir sind nämlich die Bulldogs), ein sehr modernes Basketball-Gym, Football- und Baseballfeld und vieles mehr. Außerdem haben wir uns auch ein Baseball-Spiel der „Texas Rangers“ angeschaut, in dem die Rangers sehr schlecht gespielt haben, weswegen wir dann früher gegangen sind, um etwas Mexikanisches zu essen, was hier in Texas sehr beliebt ist.

Ich fahre jeden morgen mit einem typisch gelben Schulbus zur Schule. Die Schule hat vor zwei Wochen begonnen, und weil es eine relativ große Schule mit ungefähr 1000 Schülern ist, fiel es mir nicht ganz so leicht mit Anderen in Kontakt zu kommen, obwohl ich für gewöhnlich ein sehr offener Mensch bin. Nach zwei Wochen allerdings fällt das aber leichter, man hat ja schließlich jeden Tag die selben Kurse mit denjenigen. Meien achte Stunde ist jeden Tag (außer Dientsag) Basketball: es ist soo cool, dass ich hier jeden Tag Sport machen kann. Sogar samstags und sonntags, weil die Coaches das Gym aufschließen. Meistens kann ich nach dem Training auch noch ein wenig weiter spielen, bis die Volleyball Spielerinnen kommen. Jedenfalls beginnt die Saison im Oktober und ich strenge mich wirklich an, um in die JV (Junior Varsity) zu kommen. Generell hat Sport eine weit höhere Relevanz als in Deutschland.-

Wie auch immer, wir haben dann auch noch ein Rodeo besucht, wo echt lustige und erstaunliche Aktionen gemacht wurden, die man normalwerweise so als Deutscher nicht so wirklich sieht.

Mein Gastvater Ron und Gastbruder Alex haben mich dann auch überzeugen können an einem der größten Fahradrennen der USA teilzunehmen – Hotter´n Hell. Das war  ein wirklich sehr cooles Erlebnis und es hat ewirklich Spaß gemacht, durch die Sheppard Air Force Base zu fahren, während uns die Soldaten bejubelt haben.

Nach Hotter´n Hell, waren wir auch noch bei Hotter´n Ale, einer „Blockparty“, wo ziemlich wenige Leute erschienen sind. Wir hatten aber trotzdem Spaß, weil wir mit anderen Austauschschülern, die wir bei der Welcome-Party von unserer sehr netten Local-Coordinatorin kennengelernt haben.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass es mir gut geht, ich mich hier ziemlich schnell eingelebt habe (Beispiel: eine Freundin hat gefragt „Since when are you here?“ und ich war am Tag davor angekommen, musste dann meinen Gastvater fragen, obwohl es erst am Tag davor war :))

Es war schonmal ein ziemlich guter Start und ich freue mich sehr auf die folgenden Tage, Wochen und Monate!!!

Viele liebe Grüße und bis zum nächsten Bericht,

Laurin Hauprich

 

Hintergrund-Information zum Parlamentarischen Austauschprogramm zwischen Deutschem Bundestag und US-Kongress (PPP) und  facebook-Seite

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