Direkt zum folgenden Bereich:
  1. Hauptnavigation
  2. Inhalt
  3. Themenübersicht
  4. Suche
  5. Links
  6. Adresse



Inhalt

BAföG-Novelle der Bundesregierung hilft Bonner Studierenden kaum

Die aktuellen BAföG-Zahlen sind erschreckend. Zwischen 2014 und 2017 ist der Anteil der Bonner Studierenden, die BAföG  bekommen, von knapp 15 auf 11 Prozent zurückgegangen. Dabei ist der Bedarf nach finanzieller Unterstützung während des Studiums weiterhin groß. Das BAföG ist eines der wichtigsten Instrumente, um mehr Gerechtigkeit in der Bildung zu erreichen und das insbesondere für junge Menschen aus Familien, die sich ein Studium nicht ohne weiteres leisten können. Gleichzeitig werden Wohnungen und die Alltagskosten in einer attraktiven Stadt wie Bonn auch für Studierende immer teurer.

Die halbgare BAföG-Novelle von Ministerin Karliczek, die von der Großen Koalition im Bundestag heute beschlossen wurde, hilft den Studierenden in Bonn kaum weiter. Die Erhöhung der Fördersätze fängt die Preissteigerungen in keiner Weise auf. Die bundeseinheitliche Wohnpauschale geht komplett an der Realität von Studierenden, die in teureren Städten wie Bonn leben, vorbei.

Die Grüne Bundestagsfraktion hat sich stark gemacht für eine Erhöhung der BAföG-Sätze und der Freibeträge um mindestens 10 Prozent, für eine Absenkung des Darlehensanteils und für eine Absenkung der Verschuldungsobergrenze. Wir wollen eine regionale Staffelung der Wohnkostenerstattung. Das Portemonnaie der Eltern darf nicht darüber entscheiden, in welcher Stadt studiert werden kann. Denn Wohnen darf kein Luxus sein. Auch Studierende müssen es sich leisten können. Leider hat die Koalition alle unsere Vorschläge für eine Verbesserung der Situation der Studierenden abgelehnt. Nicht nur mit Blick auf Bonn heißt das: Wer es ernst meint mit Bildungsgerechtigkeit, muss da definitiv mehr liefern.

Kommentare

Einen Kommentar schreiben: