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Kandidatur Oberbürgermeisterin

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Kommunalwahlen im Herbst nächsten Jahres nähern sich mit großen Schritten. Auch wir Grüne in Bonn haben begonnen, inhaltliche und personelle Weichen für diese wichtige Wahl zu stellen. Und für mich steht es außer Frage, dass wir mit einer eigenen Kandidatur für die OB-Wahl ins Rennen gehen. Ich schreibe Euch heute, weil ich mich bei Euch als grüne Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin bewerben möchte. Zwar steht die Nominierung des oder der OB-Kandidat*in im Kreisverband noch nicht unmittelbar an, ich möchte uns allen aber frühzeitig einen intensiven Austausch darüber ermöglichen, was Ihr von Eurer grünen Oberbürgermeister-Kandidatin erwartet. Ich möchte auch der Bonner Öffentlichkeit gegenüber zeigen, dass ich mit Freude, Elan und großer Ernsthaftigkeit bereit bin, eine neue, noch größere Verantwortung als bisher für unsere Stadt zu übernehmen.

Ich bin davon überzeugt, dass Bonn starke Grüne braucht. Deshalb werden wir im nächsten Jahr für eine noch größere und damit noch einflussreichere Stadtratsfraktion kämpfen und für ebenso starke und einflussreiche Fraktionen in den Bezirksvertretungen. Und ich bin davon überzeugt, dass wir an der Spitze der Stadt eine grüne Oberbürgermeisterin brauchen.

Wir spüren alle, dass die Herausforderungen groß sind. Wir spüren, dass unser alter Leitsatz „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“ aktueller ist denn je. Es ist deshalb so gut und so wichtig, dass die Fridays for Future genau das jetzt einfordern: diese geborgte Erde nicht zu zerstören. Die dramatischen Folgen der Klimakrise werden auch in Bonn viele lokale Probleme, die uns heute beschäftigen, bald in den Hintergrund treten, vielleicht sogar nichtig erscheinen lassen. Wir werden um den Zusammenhalt in unserer Stadt kämpfen müssen; darum, dass alle teilhaben können und dass Menschen, die sich selbst wenig helfen können, nicht immer weiter an den Rand gedrängt werden. Wir werden unsere Stadt als bunten und weltoffenen Ort verteidigen müssen. Und wir werden selbstverständlich den Wandel Bonns von der Bundeshauptstadt zur UN-Stadt, zum Zentrum für Wissenschaft und Forschung, zur Beethovenstadt, zum Standort innovativer Unternehmen und junger Start-Ups weiter betreiben. Bei all dem kann uns die Digitalisierung helfen, die wir auch auf kommunaler Ebene so gestalten wollen und können, dass sie dem Gemeinwohl dient. Dass es mir besonders am Herzen liegt, Bonn noch familienfreundlicher zu machen, den Ausbau der Kitas und der Ganztagsschulen voran zu bringen, aber auch, den Kindern und Jugendlichen mehr Raum in ihrer Stadt zu geben, das wisst Ihr.

Die gute Nachricht ist: Die Bonnerinnen und Bonner können das. Die Menschen in unserer Stadt bringen alles mit, um die Weichen für eine gute Zukunft zu stellen. Wir haben in den 90ern, nach dem Beschluss zum Regierungsumzug, gezeigt, dass wir Mut für Veränderungen haben. Diesen Mut haben wir immer noch. Bonn kann eine echte „Lead City“ werden. Es ist gut, den Klimanotstand auszurufen. Aber es ist Zeit, eine klimaneutrale Stadt zu werden. Es ist gut, Fahrradstraßen auszuweisen. Aber es ist Zeit, den Verkehr konsequent an Fußgänger*innen und Radfahrer*innen auszurichten. Es ist gut, eine Quote für den sozialen Wohnungsbau zu beschließen. Man muss die Wohnungen aber auch bauen. Deshalb ist es Zeit für eine Oberbürgermeisterin, die den Mut hat, gemeinsam mit den Bonnerinnen und Bonnern wichtige Veränderungen endlich anzupacken.

Als Abgeordnete streite ich seit 2009 im Bundestag für die Anliegen unserer Stadt. Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende arbeite ich seit 2013 auf der Steuerbrücke der grünen Bundestagsfraktion und koordiniere unsere programmatische Aufstellung in gesundheits-, frauen- und familienpolitischen Fragen. Mit Angela Merkel habe ich vor zwei Jahren über die Bildung einer Jamaika-Koalition verhandelt. Vor allem aber war ich zehn Jahre in unserer Stadt unterwegs und durfte Bonn intensiv kennenlernen. Ich hatte das Privileg, überall offene Türen zu finden. Von der Obdachlosenunterkunft bis zum DAX-Konzern, von der Radstation über die Elterninitiative zur Notfallambulanz, überall durfte ich mich austauschen, dazu lernen und Anregungen mitnehmen. In vielen Politiksprechstunden in meinem Wahlkreisbüro habe ich erfahren, was den Bonner*innen auf den Nägeln brennt. Meiner Liebe zum Fastelovend konnte ich sogar im Elferrat der Prinzenproklamation frönen.

Meine politische Leidenschaft gilt Bonn. Die Wiege meiner politischen Laufbahn stand in der Bonner Kommunalpolitik, im Schulausschuss der Stadt und der Bonner Ratsfraktion, der ich zwischen 2002 und meiner Wahl in den Deutschen Bundestag – die meiste Zeit als schulpolitische Sprecherin – angehört habe. Klar, in Berlin trifft der Bundestag wichtige Entscheidungen. Er setzt den Rahmen für unser Zusammenleben. Aber in Bonn entscheidet sich, was wir daraus machen. Ob unsere Stadt uns heute und in Zukunft das Zuhause ist, das wir uns wünschen, das entscheiden wir hier.

Deshalb ist bei mir lange bevor ich heute Abend damit begonnen habe, Euch zu schreiben, lange bevor wir großartige Umfragewerte hatten und stärkste Kraft in Bonn bei der Europawahl wurden, der Wunsch und die Idee gewachsen, meinen Hut ins Rennen der nächsten Oberbürgermeisterinnenwahl zu werfen.

Ob ich Respekt vor der Aufgabe habe? Ja klar! Aber ich denke an Gandhis Auftrag und Ermutigung „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“ – und dann kann ich den Kommunalwahlkampf kaum erwarten. Vor allem setze ich darauf, dass wir alle gemeinsam diese Veränderung sind. Ich schreibe Euch schon heute, um Euch dafür zu gewinnen, die notwendigen Veränderungen für Bonn gemeinsam mit mir gut vorzubereiten.

Und das zum Abschluss – weil es mir besonders wichtig ist: ich möchte, dass wir die Veränderungen für unsere Stadt gut vorbereiten, nicht nur unter uns Grünen, nicht nur im Kommunalwahlkampf, sondern auch danach. Im regen Austausch mit den vielen Bonner*innen, von denen ich weiß, dass sie viel für ihre Stadt beitragen können und wollen und leider bisher viel zu wenig gefragt werden. Auch das müssen wir ändern!

Liebe Grüne in Bonn, bitte kommt in den nächsten Wochen und Monaten auf mich zu, auf allen Kanälen – live und in Farbe, per Mail oder telefonisch, via Facebook oder Twitter – und gebt mir mit, was Ihr Euch von einer grünen OB-Kandidatin wünscht. Über Eure Unterstützung meiner Kandidatur würde ich mich sehr freuen.

Herzliche Grüße

Katja

Kommentare

3 Reaktionen: Kommentar schreiben ⇓

  1. Regina Kaiser kv Köln

    Hallo Katja!
    Bonn bekommt die beste OB!!!

    26.08.2019 um 15:58 Uhr

  2. Klaus Schmitz

    Sehr geehrte Frau Dörner,

    wir Bonner haben eine große medizinische Fakultät der Universität und die große Universitätsklinik. Gern wüsste ich wie Sie zu alternativer Medizin stehen. Ich meine hier im Besonderen die im Arzneimittelgesetz verankerte Homöopathie und Anthroposophie.

    Es grüßt freundlich
    Klaus Schmitz aus Bonn-Küdinghoven

    26.08.2019 um 19:23 Uhr

  3. Yebo

    Laut verschiedensten Studien (neueste von der Hans-Böckler-Stiftung) zahlen die Bonner im Verhältnis zum Einkommen die höchsten Mieten in Deutschland. Sie schreiben „man muss die (Sozial-)Wohnungen aber auch bauen“. Meine Frage(n): Wie verträgt sich solch eine Wohnbauoffensive und damit einhergehend eine wesentlich höhere Bebauungsdichte und -höhe mit dem schwülen Bonner Binnenklima und der Kappung der Frischluftzufuhr? Sie – die Grünen – möchten ja auch keinen neuen Boden in den Außenbezirken (Landwirtschaftskammer Roleber) versiegeln. Wie lösen Sie das auf? Sie sieht man öfter in der lebenswerten und beliebten Südstadt… Warum kann sich nicht jeder Bonner Stadtteil in Höhe und Dichte an der Südstadt orientieren? In Oberkassel wird es untersagt ein dreistöckiges Haus noch um zwei Etagen zu ergänzen. M.M.n. muss hier ganz klar Priorität pro Aufstockung und contra Neuflächenversieglung gelegt werden. Gegen die aktuellen Nachbarschaftseinsprüche und strikten bzw. jahrzehnteveralteten Bebauungspläne ist sprichwörtlich aber kein Kraut gewachsen.

    26.08.2019 um 21:36 Uhr

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