Die Bonner Bundestagsabgeordneten Katja Dörner (Grüne), Ulrich Kelber (SPD) und Paul Schäfer (Linke) fordern Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg auf, die andauernden Spekulationen um einen vollständigen Umzug der Bundesministeriums der Verteidigung nach Berlin durch eine klare Stellungnahme zu beenden. Ein solcher Komplett-Umzug wird dem Minister von seiner Strukturkommission unter BA-Chef Weise empfohlen.
Internen Informationen zufolge hat der Minister die Führungsstäbe der Bundeswehr angewiesen, entsprechende Vorschläge auf Grundlage der Empfehlung der Strukturkommission für ihre jeweiligen Arbeitsbereiche zu erarbeiten. „Das geht eindeutig gegen geltendes Recht,“ so die Abgeordneten, „wir fordern Herrn zu Guttenberg auf, sich an das Gesetz und Kabinettsbeschluss zu halten und die besagen, dass 75 Prozent der Arbeitsplätze des Verteidigungsministeriums in Bonn erhalten bleiben.“
„Der Minister sollte umgehend den Dialog mit den politischen Spitzen der Region Bonn aufnehmen,“ so Ulrich Kelber, der auf eine noch immer unbeantwortete Gesprächsanfrage der Bonner Bundestagsabgeordneten verweist. „So sehr die Berlinbefürworter auch immer wieder drängeln,“ erklärt Katja Dörner, „ein Umzug wäre nicht nur unfair den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber, sondern auch ökonomischer Unfug, weil er die Rekordverschuldung des Bundes weiter in die Höhe treiben würde.“ „Es ist eine von der Bundesregierung und vom Haushaltsausschuss festgestellte Tatsache, dass die Teilungskosten bei knapp zehn Millionen Euro jährlich liegen und damit weit günstiger sind, als neue Schulden des Bundes zur Verlegung weiterer Arbeitsplätze nach Berlin,“ so Paul Schäfer.




