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24Sep

Mein Tag im Raphaelshaus

Gestern durfte ich einen Tag Gast sein in der Otmar Alt Gruppe im Jugendhilfezentrum Raphaelshaus in Dormagen. Die Otmar Alt Gruppe ist eine stationäre Gruppe, in der 7 sexuell auffällige und grenzüberschreitende Jungen leben, die noch keine 14 Jahre alt sind. Im Vordergrund der pädagogischen Arbeit steht die durchgängige Auseinandersetzung der Jungen mit den negativen und unerwünschten Verhaltens- und Persönlichkeitsmustern, die zur Aufnahme geführt haben. Ziel ist es, den Jungen stets die Notwendigkeit einer Verhaltensänderung vor Augen zu führen und sie durch Wertschätzung und Förderung ihrer Ressourcen zu weiteren Verhaltensänderungen zu motivieren. Insgesamt bleiben die Jungen zwei Jahre in der Gruppe. Alle Jungen, die in der Otmar Alt Gruppe leben, sind durch persönliche Niederlagen und negative Erfahrungen in ihrer Lebensgeschichte geprägt und zum Teil  hoch belastet – eine für mich wichtige Information, die das Verhalten der Jungen nachvollziehbarer macht.

Im Gespräch mit den Pädagogen und den Lehrkräften, die mit den Jungen arbeiten, habe ich viel über deren Tagesablauf und die pädagogischen Angebote erfahren. Ein besondere Bedeutung hat der Sport und die Arbeit mit Tieren, die auf dem Gelände des Jugendhilfezentrums leben und für die die Jungen auch Verantwortung übernehmen. So gehörten zu meinem Tagesplan gestern nicht nur die Arbeit im Pferdestall, sondern auch eine Wanderung mit Kamelen und Lamas. Ich habe auch eine Schulstunde mit den Jungen der Gruppe verbracht, die von einer weiteren stationären Jungengruppe besucht wurde. Im Vordergrund standen die vielen Fragen, die die Jungen an mich als Bundestagsabgeordnete, gestellt haben: vom Atomausstieg und die Endlagerfrage, über Reformen im Bildungssystem bis zum Asyl- und Flüchtlingsrecht. Ich durfte auch Frage stellen und bekam sehr spannende Antworten, bspw. auf die Frage, wie sich ihr Leben seit der Aufnahme in der Otmar Alt Gruppe verändert hat.

Zum Thema Kinderrechte hat die Otmar Alt Gruppe ein eigenes Video gedreht, für das sie auch den zweiten Preis in einem Wettbewerb der Caritas bekommen hat:

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Im Gespräch mit dem Leiter des Jugendhilfezentrums, Hans Scholten, und den pädagogischen Fachkräften ging es vor allem um die Frage, wie sexuelle Übergriffe und Grenzüberschreitungen- sowohl zwischen den Kinder und Jugendlichen wie von Erwachsenen den Kindern und Jugendlichen gegenüber – in einer Einrichtung verhindert werden können.

20Sep

Weltkindertag: Kinderrechte stärken

Anlässlich des Weltkindertages erklärt Katja Dörner, Kinder- und Familienpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion:

Jedes Jahr am 20. September wird in Deutschland auf Empfehlung der Vereinten Nationen der Weltkindertag gefeiert. Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten an unterschiedlichen Tagen begangen. In diesem Jahr lautet das Motto „Respekt für Kinder“. In vielen Städten und Gemeinden finden rund um diesen Termin Veranstaltungen und Aktionen statt.

Sie sollen dazu beitragen, dass die Kinderrechte in Deutschland bekannt gemacht und durchgesetzt werden. Wenn es um die Kinderfreundlichkeit Deutschlands geht, gibt es noch viel zu tun. Viele Kinder wissen wenig oder nichts von ihren Rechten. Kinderlärm wird oft als störend empfunden und keineswegs als normal akzeptiert. Es mangelt an öffentlichen Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Kinder, Angebote der Jugendhilfe fallen kommunalen Sparmaßnahmen zum Opfer und rund 2,5 Mio. Kinder sind in Deutschland von Armut bedroht. Auf Missstände wie diese gilt es an diesem Tag besonders aufmerksam zu machen. Aber eigentlich sollte jeder Tag Weltkindertag sein und der Respekt vor den Kindern verlangt es, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Kinderinteressen sind vorrangig zu berücksichtigen und dürfen nicht alleinig von der Kassenlage abhängig gemacht werden.

17Sep

Rede zum Haushalt des Familienministeriums

Meine Rede zum Haushalt des Familienministeriums als Video:

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17Sep

“Chipkarte” ist Ablenkungsmanöver

Im Februar hat das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung aufgefordert, die Regelsätze für Kinder im Arbeitslosengeld II neu zu berechnen. Denn: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sie haben eigene Bedarfe. Bis dato bekommen sie aber  – je nach Alter – 60 oder 80 Prozent des Regelsatzes eines Erwachsenen. Statt jedoch eine ordentliche Neuberechnung der Regelsätze vorzunehmen, macht die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen viel mediales Getöse um eine “Bildungschipkarten”.

Weil wir die Diskussion um die Bildungschipkarte für ein Ablenkungsmanöver von den eigentlichen Aufgaben, die die Regierung jetzt hat, halten, die  umgehende Neuberechung des Kinderregelsatzes und vor allem mehr Investitionen in Kindertagesstätten und Schulen fordern, haben wir Grüne jetzt den Antrag  “Bedarfsgerechte Regelsätze und ein zuverlässiges Hilfesystem für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt Experimente” in den Bundestag eingebracht.

16Sep

Guttenberg muss Spekulationen um Umzug des Ministeriums beenden

Die Bonner Bundestagsabgeordneten Katja Dörner (Grüne), Ulrich Kelber (SPD) und Paul Schäfer (Linke) fordern Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg auf, die andauernden Spekulationen um einen vollständigen Umzug der Bundesministeriums der Verteidigung nach Berlin durch eine klare Stellungnahme zu beenden. Ein solcher Komplett-Umzug wird dem Minister von seiner Strukturkommission unter BA-Chef Weise empfohlen.

Internen Informationen zufolge hat der Minister die Führungsstäbe der Bundeswehr angewiesen, entsprechende Vorschläge auf Grundlage der Empfehlung der Strukturkommission für ihre jeweiligen Arbeitsbereiche zu erarbeiten. „Das geht eindeutig gegen geltendes Recht,“ so die Abgeordneten, „wir fordern Herrn zu Guttenberg auf, sich an das Gesetz und Kabinettsbeschluss zu halten und die besagen, dass 75 Prozent der Arbeitsplätze des Verteidigungsministeriums in Bonn erhalten bleiben.“

„Der Minister sollte umgehend den Dialog mit den politischen Spitzen der Region Bonn aufnehmen,“ so Ulrich Kelber, der auf eine noch immer unbeantwortete Gesprächsanfrage der Bonner Bundestagsabgeordneten verweist. „So sehr die Berlinbefürworter auch immer wieder drängeln,“ erklärt Katja Dörner, „ein Umzug wäre nicht nur unfair den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber, sondern auch ökonomischer Unfug, weil er die Rekordverschuldung des Bundes weiter in die Höhe treiben würde.“ „Es ist eine von der Bundesregierung und vom Haushaltsausschuss festgestellte Tatsache, dass die Teilungskosten bei knapp zehn Millionen Euro jährlich liegen und damit weit günstiger sind, als neue Schulden des Bundes zur Verlegung weiterer Arbeitsplätze nach Berlin,“ so Paul Schäfer.

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