Die Bundestagsabgeordneten Elisabeth Winkelmeier-Becker MdB (CDU), Katja Dörner MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Ulrich Kelber MdB (SPD) sowie der Kreisvorsitzende der Bonner CDU Philipp Lerch erklären angesichts der neuerlichen Debatte über einen Komplettumzug des Bundesverteidigungsministeriums nach Berlin im Rahmen der bevorstehenden Bundeswehrstrukturreform:
“Bei der Bundeswehrstrukturreform darf nicht mit falschen Karten gespielt werden. Es geht zunächst einmal ausschließlich um eine Modernisierung der Bundeswehr, im Zuge derer das Bundesverteidigungsministerium verkleinert werden soll. Wir verkennen dabei nicht, dass dies auch Auswirkungen auf den Standort Bonn haben wird. Die Bundeswehr darf aber nicht auf Kosten des Bonn/Berlin-Gesetzes und schon gar nicht auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Ersten Dienstsitz Bonn reformiert werden. Wir begrüßen die klaren Worte des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Wirtschaft und Vorsitzenden der nordrheinwestfälischen CDU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag Peter Hintze, der einen Komplettumzug des Bundesverteidigungsministeriums strikt abgelehnt hat.”
Mit Unverständnis reagierten die Abgeordneten aus Bonn und der Region sowie der Kreisvorsitzende der Bonner CDU auf die jüngsten Äußerungen des CDU-Verteidigungspolitikers Ernst-Reinhard Beck, der offen über einen Komplettumzug des Bundesverteidigungsministeriums nach Berlin nachgedacht hatte:
“Die Annahme von Herrn Beck, zwei Standorte kosteten ,viel Zeit und viel Geld’, ist erst vor wenigen Tagen vom aktuellen Teilungskostenbericht eindrucksvoll widerlegt worden. Auch beim Bundesverteidigungsministerium würden alleine die Zinsen für die Finanzierung eines Komplettumzuges weit über den teilungsbedingten Kosten liegen. Diese werden im Rahmen der geplanten Umstrukturierung und Verkleinerung des Bundesministeriums sicher noch weiter sinken. Für uns steht fest: Die Bundeswehrreform ist verteidigungspolitisch erforderlich, sie muss aber an den Vorgaben des Bonn/Berlin-Gesetzes ausgerichtet werden. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière muss den neuerlichen Spekulationen offensiv entgegentreten. Wir erwarten, dass er spätestens am 20. Juni auf der Bonner Personalversammlung das klare Bekenntnis der Bundesregierung zum Bonn/Berlin-Gesetz für den Ersten Dienstsitz des Bundesverteidigungsministeriums bekräftigt.”




