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Aktuell

 

 

03Feb

EU unterstützt unser Engagement gegen das geplante Betreuungsgeld

Die Financial Times Deutschland berichtete am 31. Januar 2012 über eine Rüge der EU-Kommission gegenüber der Bundesregierung wegen des geplanten Betreuungsgeldes. Die Bundesregierung ist aufgefordert, schriftlich zu erklären, wie sich das Betreuungsgeld auf die Motivation von Frauen auswirken wird, in den Beruf zurückzukehren bzw. eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen.

Mit der Rüge aus Brüssel wird die Reihe der Kritiker am Betreuungsgeld um einen wichtigen Akteuer länger. Lediglich die CSU hält aufgrund ihres veralteten Familien- und Frauenbildes verzweifelt daran fest. Es ist politisch wichtig und sehr hilfreich, dass sich nun auch die EU-Kommission gegen das Betreuungsgeld ausgesprochen hat. Diese Unterstützung ist offensichtlich notwendig, damit CDU und FDP sich trotz überzeugender Argumente gegen das Betreuungsgeld nicht noch länger von der CSU auf der Nase herumtanzen lassen. Bayerns Familienministerin Haderthauer gerät mit ihrem Anti-Krippen-Programm zu Recht in die Defensive. Gereizte Rundumschläge gegen die EU können aber nicht davon ablenken, dass die CSU hier auf verlorenem Posten steht. Das Schreiben der EU ist ein Schuss vor den Bug und die Bundesregierung ist gut beraten, Konsequenzen zu ziehen und das Projekt Betreuungsgeld endlich zu stoppen. Die geschätzten 1,6 bis 2,4 Milliarden Euro, die das Betreuungsgeld jährlich kosten würde, gehören sinnvoll in den Ausbau und die Qualität frühkindlicher Bildung investiert.

01Feb

Aufruf zur Teilnahme am Schülerwettbewerb gegen Rechts auf

Nichts fürchten Nazis mehr als das freie Wort, die kritische Diskussion und das selbstständige Denken. Davon sind die Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD), Katja Dörner (Grüne) und Paul Schäfer (Linke) überzeugt.

„Stärker als bisher müssen die hinter Rechtsextremismus stehenden Einstellungen und Haltungen in unserer Gesellschaft thematisiert werden, weil sie die fundamentalen Grundlagen des Zusammenlebens in Frage stellen. Und noch mehr Menschen müssen ermutigt werden, offensiv für Freiheit und Toleranz einzutreten und damit den braunen Sumpf auszutrocknen,“ sind sich die drei Abgeordneten einig. Dazu bietet der vom Bundesjustizministerium ausgelobte Schülerwettbewerb „gerechte sache“ eine gute Gelegenheit.

In diesem Wettbewerb werden die besten Ideen, Konzepte und Aktionen gegen Rechtsextremismus ausgezeichnet. Die Jugendlichen sollen sich mit den Themen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und auch mit den Werten Freiheit und Toleranz auseinandersetzen.

Mitmachen können alle Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren – einzeln oder als Gruppe. Als Wettbewerbsbeitrag kann zum Beispiel ein Video oder eine Webseite gestaltet, eine Fotoreportage, eine künstlerisch-kreative Arbeit erstellt oder ein interessanter Text geschrieben werden.

Es gibt attraktive Preise wie Klassenreisen nach Brüssel, München oder Berlin oder für Einzelpreisträger ein Ipad zu gewinnen. Einsendeschluss ist der 30. April. Weitere Informationen sind unter www.gerechte-sache.de abrufbar.

30Jan

Engagement für Mutter-Vater-Kind-Kuren

Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU) und Katja Dörner (Grüne) wenden sich an die Krankenkassen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis – Rechtsanspruch soll auch in der Realität gewährleistet sein

„Mütter-Väter-Kind-Kuren sind wichtige Maßnahmen der Gesundheitsprävention für unsere Familien“, so die beiden Bundestagsabgeordneten. Viele Mütter und Väter – insbesondere Alleinerziehende – sind vielfachen Belastungen ausgesetzt. Zeitdruck, berufliche und soziale Belastungsfaktoren, fehlende Unterstützung im sozialen Umfeld wirken als besondere Gesundheitsrisiken und können krank machen. Vor diesem Hintergrund sind die Mütter/Väter-Kind-Kuren 2007 in der gesetzlichen Krankenversicherung von Ermessens- in Pflichtleistungen umgewandelt worden.

Jedoch gebe die Umsetzung dieses gesetzlichen Anspruchs der Versicherten auf diese Leistung deutlichen Anlass zur Besorgnis, so Dörner und Winkelmeier-Becker. „Mit großer Sorge haben wir bereits in den letzten Jahren verfolgt, wie sich die Bewilligungspraxis der gesetzlichen Krankenversicherung zu den Mütter-Väter-Kind-Kuren zum Negativen entwickelt hat“, wenden sich Dörner und Winkelmeier-Becker an die Krankenkassen der Region. Trotz gestiegener Gesamtausgaben für Gesundheit hätten die Kassen in diesem Bereich ihre Ausgaben um 38 % reduziert; die Bewilligungsraten für die Mütter-Väter-Kind-Kuren gingen seit 2009 stark zurück. Auch vom Bundesrechnungshof wurde die Unzulänglichkeit der Bewilligungspraxis der Krankenkassen bemängelt. Es stellte sich heraus, dass die Bewilligungspraxis sowohl regional als auch zwischen den einzelnen Kassen sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Die Begründungen der Ablehnungsbescheide seien oftmals sachwidrig, zum Teil sogar willkürlich, so die Abgeordneten. Auch die hohe Zahl an erfolgreichen Widerspruchsverfahren gegen zunächst abgelehnte Kuren, weise eindeutig auf eine hohe Fehlerquote bei den Bewilligungsverfahren hin.

Die beiden Abgeordneten der Region Bonn und Rhein-Sieg-Kreis, die einen Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Familienpolitik haben, setzen sich dafür ein, dass den Eltern, die eine Kur dringend benötigen, diese auch bewilligt wird: “Es gibt den gesetzlichen Anspruch darauf- dieser Anspruch muss in der Realität gewährleitet sein“, so Dörner und Winkelmeier-Becker. Sie wollen deshalb auf die Krankenkassen der Region dahingehend einwirken und haben dort zunächst um Auskunft über deren aktuelle Daten zu Bewilligungen für Mütter/Väter-Kind-Kuren gebeten. „Wir freuen uns, dass bislang positive Rückmeldungen, die zum Teil auch weitere Gesprächsbereitschaft signalisieren, von der Barmer GEK, AOK, KKH Allianz, pronova BKK, TK und mhplus Betriebskrankenkasse erfolgt sind. Die Resonanz zeigt uns, dass auch von Seiten der Kassen die Wichtigkeit dieser Kurmaßnahmen gesehen wird und durchaus auch Interesse, an einer Verbesserung des jetzigen Bewilligungsverfahrens mitzuwirken“, so Dörner und Winkelmeier-Becker. Vor weiteren Schritten im Ausschuss des Bundestages wollen die Abgeordneten noch weitere Rückmeldungen und persönliche Gespräche mit VertreterInnen einiger Krankenkassen abwarten.

26Jan

Nein zur Verlängerung des Afghanistan-Mandats

Bei der heutigen namentlichen Abstimmung zur Verlängerung des ISAF-Mandats habe ich mit Nein gestimmt. Ich lehne dieses Mandat ab, weil es die Strategie der offensiven Aufstandsbekämpfung und gezielten Tötung fortsetzt. Damit trägt dieser Militäreinsatz zu Gewalteskalation bei und ist kontraproduktiv für die Erreichung des Ziels einer Stabilisierung Afghanistans. In einer persönlichen Erklärung, die ich zusammen mit meinen KollegInnen Agnes Brugger, Beate Müller-Gemmeke, Uwe Kekeritz, Maria Klein-Schmeink, Ulrich Schneider, Agnes Krumwiede, Dorothea Steiner und Sven-Christian Kindler abgegeben habe, habe ich dargelegt, dass meine Ablehnung des Mandats nicht gleichzusetzen ist mit der Forderung nach einem Sofortabzug. Diese weise ich ausdrücklich zurück, da ein Sofortabzug die Situation in Afghanistan destabilisieren würde. In einem Entschließungsantrag der grünen Bundestagsfraktion haben wir zudem unsere Kritik am ISAF-Mandat dargelegt und Alternativen formuliert.

26Jan

Bundestagsabgeordnete fordern GIZ-Zusagen ein

Die Bundestagsabgeordneten der Region fordern Entwicklungshilfe-Minister Dirk Niebel und die Geschäftsführung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) auf, ihre Zusagen gegenüber der Region Bonn einzuhalten. Nach Meinung von Ulrich Kelber (SPD), Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU), Katja Dörner (Grüne) und Paul Schäfer (Linke) hat Bundesminister Niebel seine Verpflichtungen aus der notariell beglaubigten Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und dem Land NRW zur Zukunft der GIZ nicht ernst genommen: „Nach der Fusion sind in Eschborn und Berlin neue Arbeitsplätze entstanden. In Bonn, laut Vereinbarung erster Dienstsitz, dagegen kaum. Es fehlt an der Verlagerung von Führungsaufgaben nach Bonn und entgegen der Zusagen wurden auch keine hochkarätigen Veranstaltungsformate am Rhein geschaffen!“

Am 1.1.2011 war durch eine Fusion der Entwicklungsorganisationen GTZ (Eschborn), DED (Bonn) und Inwent (Bonn) die GIZ entstanden. Das Land NRW hatte seine Zustimmung nur gegeben, weil die Bundesregierung den Vorgaben des Berlin/Bonn-Gesetzes gefolgt war und in einer Vereinbarung der Festlegung „Bonn wird erster Sitz der GIZ“ zugestimmt hatte. Am 30.12.2010 hatten in Eschborn 1.715, in Berlin 319 und in Bonn 845 Mitarbeiter der drei Organisationen gearbeitet. „Bis zum 31.12.2011 wurden in Eschborn 99 neue Stellen geschaffen, in Berlin 49, am ‚ersten Sitz‘ Bonn aber nur 11“, zitieren Kelber, Winkelmeier-Becker, Dörner und Schäfer aus einer Antwort der Bundesregierung auf ihre Anfrage.

Zum 1.1.2012 sank die Zahl der Bonner Mitarbeiter nach Angaben der Bundesregierung sogar auf 767, weil 93 Mitarbeiter in die „Servicestelle  Engagement Global“ versetzt wurden, die in Bonn und Berlin ihren Sitz hat. „Der Anteil der GIZ-Mitarbeiter am ‚ersten Sitz Bonn‘ ist damit innerhalb von einem Jahr von 27,4% auf 24,7% gesunken. Dabei hatte die Bundesregierung explizit zugesagt, dass die Zahl der GIZ-Mitarbeiter in Bonn ‚mindestens so hoch‘ bleiben solle wie vor der Fusion und ‚außerdem‘, also zusätzlich, der Standort durch die Servicestelle gestärkt werden solle“, rechnen die Abgeordneten dem Minister die Nichteinhaltung der Zusagen vor.

Dem Intranet der GIZ konnten Kelber, Winkelmeier-Becker, Dörner und Schäfer entnehmen, dass es auch mit der Stärkung  der Führungsaufgaben in Bonn durch die GIZ nicht weit her sein kann, sondern die Gesellschaft aus Eschborn gesteuert wird. Von den bei den Betriebsratswahlen wahlberechtigten „Leitenden Angestellten“ sind nämlich laut Wählerliste am 6. Januar 51 in Eschborn und nur 11 in der Region Bonn angesiedelt.

„Aber die Geschäftsführung der GIZ und der Minister haben nicht nur die personellen Zusagen gebrochen“, kritisieren die Abgeordneten, „auch auf die zugesagten ‚hochrangigen und öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen‘ warten wir bis heute vergeblich. Damals hatten Bundesregierung und GIZ vom ‚Weltentwicklungsforum‘ in einer Klasse mit dem Weltwirtschaftsforum in Davos gesprochen. Bis heute herrscht nur Schweigen, was das angeht. Wir verlangen jetzt eine Einhaltung aller Zusagen, Bonn ist der Standort Deutschlands für die Nord-Süd-Politik“, fordern Kelber, Winkelmeier-Becker, Dörner und Schäfer den Minister und die Geschäftsführung zum Handeln auf.

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