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Betreuungsgeld

 

 

13Mai

Auch aufgepepptes Betreuungsgeld bleibt unsinnige Maßnahme

Zur heutigen Anhörung zum Betreuungsgeldergänzungsgesetz erklären Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik, und Kai Gehring, Sprecher für Bildungspolitik:

Das Betreuungsgeld ist und bleibt eine bildungspolitische Katastrophe. Die neue Komponente eines sogenannten Bildungssparens macht das Betreuungsgeld nicht besser, sondern noch ungerechter und teurer für den Steuerzahler. Sie verschärft soziale Schieflagen, ist unausgegoren und setzt falsche Anreize, da Zuschüsse zum Bildungssparen wie auch zur Altersvorsorge nur dann gezahlt werden, wenn unter Dreijährige nicht in die Kita gehen. Das Ergänzungsgesetz bringt deshalb mehr vom Falschen.

Der Versuch von FDP und Union, das unbeliebte Betreuungsgeld durch Bildungssparen und Zuschüsse zu privaten Rentenversicherungen aufzupeppen, ist mehr als durchsichtig. Das Betreuungsgeldergänzungsgesetz ist ein kostspieliges schwarz-gelbes Klientel-Geschenk für die Banken- und Versicherungswirtschaft. Von der Förderung profitieren insbesondere wohlhabendere Familien, die auch ohne Zuschuss vorsorgen und die Verträge auch nach Ablauf des Betreuungsgeldbezugs weiter bedienen können. Schwarz-gelb agiert weiter nach dem Motto „wer hat, dem wird gegeben.“

Ob mit oder ohne Bildungssparen: Das Betreuungsgeld ist eine reine Fernhalteprämie. Kinder werden aus frühkindlichen Bildungseinrichtungen und Frauen vom Arbeitsmarkt fern gehalten. Das ist und bleibt absurd.

Zu einem rot-grünen Regierungs-Sofortprogramm wird die umgehende Abschaffung des Betreuungsgeldes gehören. Wir werden die für das Betreuungsgeld vorgesehenen Mittel direkt in Kitas investieren und mit einem Sofortprogramm auf den Mangel an Plätzen für unter Dreijährige reagieren. Das ist die richtige Prioritätensetzung für eine moderne Familienpolitik im Sinne der Kinder und ihrer Eltern.

22Mrz

Wichtiges Signal gegen das Betreuungsgeld

Anlässlich des Bundesratsbeschlusses, das Betreuungsgeldgesetz aufzuheben und somit das geplante Betreuungsgeld nicht einzuführen, erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

„Der heutige Beschluss des Bundesrats gegen das Betreuungsgeld ist ein wichtiges Signal. Das Betreuungsgeld hat politisch und gesellschaftlich keine Mehrheit. Daher ist der Beschluss des Bundesrates ein begrüßenswerter und folgerichtiger Schritt. Es ist richtig, jede Gelegenheit zu nutzen, die Kritik am Betreuungsgeld in den Fokus zu rücken. Das Betreuungsgeld ist eine reine Fernhalteprämie: Kinder werden aus frühkindlichen Bildungseinrichtungen und Frauen vom Arbeitsmarkt fern gehalten. Das ist und bleibt absurd. Erfahrungen mit dem Betreuungsgeld in Skandinavien aber auch in Thüringen belegen die negativen Folgen eines Betreuungsgeld.

Wir werden das Betreuungsgeld im Herbst, nach gewonnener Bundestagswahl, umgehend wieder abschaffen. Wir werden die für das Betreuungsgeld vorgesehene Milliarden direkt in Kitas investieren und mit einem Sofortprogramm auf den Mangel an Plätzen für unter Dreijährige reagieren. Das ist die richtige Prioritätensetzung für eine moderne Familienpolitik.”

 

14Mrz

Unsinniges Betreuungsgeld reißt Löcher in alle Etats

Zur fehlenden Gegenfinanzierung des Betreuungsgeldes im Eckwertebeschluss der Bundesregierung für den Haushalt 2014 erklären Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik, und Sven-Christian Kindler, Haushaltsberichterstatter für den Familienetat:

Mit dem Eckwertebeschluss wird deutlich, dass für das unsinnige Betreuungsgeld alle Etats bluten müssen. Denn für die Ausgaben des Betreuungsgeldes hatte die Bundesregierung keine Finanzierungsvorschläge, sondern nimmt alle Ressorts durch pauschale Kürzungen in Sippenhaft. Die Entwicklungszusammenarbeit muss 2014 um knapp 30 Mio. Euro gekürzt werden, die Bildungsprogramme um gut 50 Mio. Euro und der Verkehrsetat sogar um 100 Mio. Euro. Das ist unverantwortlich und das Gegenteil einer soliden Haushaltspolitik.

Vor diesem Hintergrund ist es noch entscheidender, alle Möglichkeiten zu nutzen, diese unsinnige Leistung schnellstens zu stoppen. Wir werden das Betreuungsgeld nach der Bundestagswahl umgehend wieder abschaffen. Stattdessen werden wir in Kitas investieren und nach der Bundestagswahl mit einem Sofortprogramm auf den Mangel an Plätzen für unter Dreijährige reagieren.

Das Betreuungsgeld ist eine Fernhalteprämie, die sowohl Kinder aus frühkindlichen Bildungseinrichtungen, als auch Frauen vom Arbeitsmarkt fernhält. Das ist und bleibt absurd.

22Jan

Alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Betreuungsgeld zu verhindern

Zur Ankündigung von Sigmar Gabriel, das Betreuungsgeld über den Bundesrat stoppen zu wollen, erklären Irene Alt, Familienministerin in Rheinland Pfalz, und Katja Dörner, Sprecherin für Kinder-  und Familienpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen:

“Es ist notwendig, alle Möglichkeiten zu nutzen, diese unsinnige Maßnahme zu stoppen. Mit der neuen rot-grünen Mehrheit in der Länderkammer besteht nun die Chance, den Bundestag zu zwingen sich mit dem Betreuungsgeld erneut auseinanderzusetzen. Ziel muss sein, das Inkrafttreten des Betreuungsgeldes im August 2013 zu verhindern. Eine Initiative des Bundesrates in diese Richtung ist daher ein begrüßenswerter und folgerichtiger Schritt.

Erfahrungen mit dem Betreuungsgeld in Skandinavien aber auch in Thüringen zeigen deutlich, dass das Betreuungsgeld eine bildungs- und geschlechterpolitische Katastrophe ist. Es läuft zudem einer modernen Familienpolitik zuwider und zementiert überholte Rollenbilder von Männern und Frauen. Die für das Betreuungsgeld eingeplanten Milliarden gehören besser in den Ausbau von Kitaplätzen investiert. Erst wenn genügend Plätze in hoher Qualität vorhanden sind, besteht echte Wahlfreiheit für Eltern in der Frage, ob ihre Kinder zuhause oder in der Kita betreut werden.”

24Okt

Aktuelle Stunde: Rede zur sozialen Situation der Kinder in Deutschland

Heute habe ich in der Aktuellen Stunde zur sozialen Situation der Kinder in Deutschland gesprochen. Angesichts der schlechten Bilanz der schwarz-gelben Koalition in der Kinder- und Familienpolitik ist es schon verwunderlich, dass die Regierungskoalition ausgerechnet dieses Thema für eine Aktuelle Stunde gewählt hat. Viele wichtige und sinnvolle Vorhaben und Projekte, die die Situation von Kindern und Familien in Deutschland tatsächlich verbessern würden, hat Schwarz-Gelb mittlerweile auf Eis gelegt oder bis auf weiteres vertagt. Stattdessen soll das bildungs- und gleichstellungspolitisch unsinnige Betreuungsgeld auf Biegen und Brechen durchgedrückt werden.

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