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Betreuungsgeld

 

 

22Aug

Klares Signal gegen Betreuungsgeld jetzt notwendig

Zum Streit in der Koalition um das Betreuungsgeld erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

“Das Betreuungsgeld hat im Deutschen Bundestag keine Mehrheit. Völlig isoliert hält allein die CSU daran fest. Führende Politikerinnen und Politiker von CDU und FDP haben längst erkannt, dass das Betreuungsgeld eine bildungs- und gleichstellungspolitische Katastrophe wäre. Es ist nicht nachvollziehbar, dass für derart kontraproduktive Maßnahme jährlich rund 2 Milliarden Euro aus dem Fenster geworfen werden sollen, die für sinnvolle Investitionen in den Ausbau der Kindertagesstätten fehlen. CDU und FDP dürfen sich nicht länger von der CSU auf der Nase herum tanzen lassen. Ein klares Signal gegen das Betreuungsgeld ist jetzt notwendig.”

20Jul

In Kitas investieren statt Betreuungsgeld einführen

Zum Streit zwischen CSU und FDP um die Einführung eines Betreuungsgeldes für die Nichtinanspruchnahme von Kindertagesbetreuung erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder und Familienpolitik:

Das Betreuungsgeld ist nicht nur unsinnig, sondern verfassungswidrig. Zwei Milliarden Euro für eine Maßnahme auszugeben, die Kinder von frühkindlicher Bildung und Frauen von der eigenen Erwerbstätigkeit fernhält, ist eine gesellschaftliche Katastrophe. Zudem ist das ab 2013 geplante Betreuungsgeld mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, denn es läuft dem Ziel der tatsächlichen Gleichberechtigung von Frau und Mann zuwider. Stattdessen sind dringend Investitionen in die frühkindliche Bildung nötig. Wir brauchen mehr und bessere Kinderbetreuungsplätze, denn die Nachfrage ist groß und von frühkindlicher Bildung profitieren alle – Kinder, Eltern und Unternehmen.

Kitas brauchen für ihre gute Arbeit dringend mehr Personal, damit Kinder in kleineren Gruppen gut betreut werden können. Eine gute Qualität der Angebote in der Kindertagesbetreuung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam in der Pflicht sind. Zur Finanzierung schlagen wir vor, das Ehegattensplitting deutlich abzuschmelzen. Die Mehreinnahmen müssen investiert werden: in den Ausbau der Kitaplätze, Ganztagsangebote und die Verbesserung des Betreuungsschlüssels.

 

02Dez

Betreuungsgeld ist verfassungswidrig

Zur Veröffentlichung eines Rechtsgutachtens von Professorin Ute Sacksofsky/Goethe-Universität Frankfurt am Main zur Vereinbarkeit des geplanten Betreuungsgeldes mit dem Grundgesetz erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Das Betreuungsgeld ist nicht nur unsinnig, sondern verfassungswidrig. Eine Maßnahme, die dem Ziel der tatsächlichen Gleichberechtigung zuwiderläuft, ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

Auch muss jede Familie dem Staat gleich viel wert sein. Wenn der Staat Familienförderung auf bestimmte Familien beschränkt, muss er gute Gründe haben. Keines der mit dem Betreuungsgeld verfolgten Ziele rechtfertigt die geplante Ungleichbehandlung.

Daher werden wir alles tun, um dieses Betreuungsgeld zu verhindern. Unser Gesetzentwurf zur Streichung des Betreuungsgeldes wird in der kommenden Sitzungswoche im Familienausschuss beraten. Dann müssen die Koalitionäre Farbe bekennen:

Die CSU zeigt die stärksten Verteidigungsreflexe beim Betreuungsgeld. Teile der CDU haben sich davon distanziert.

Die Kosten des Betreuungsgeldes von bis zu 2 Milliarden Euro müssen in eine Verbesserung der Kinderbetreuung fließen.

16Nov

CDU beerdigt Betreuungsgeld

Anlässlich des CDU-Parteitags-Beschlusses “Faire Chancen – für jedes Kind!” erklärt Katja Dörner, Kinder- und Familienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen:

„Der Leitantrag zur Familienpolitik der CDU ist ein eindeutiges Signal: auch die CDU hat sich vom Betreuungsgeld verabschiedet, denn dieses Instrument mit bildungs- und sozialpolitisch katastrophalen Folgewirkungen findet im 25seitigen Beschluss keine Erwähnung. Nur die letzten Realitätsverweigerer in der CSU halten das ideologische Fähnchen der Kita-Abstinenz und Hausfrauenförderung hoch. Bei der Bundestagsabstimmung zum Grünen Gesetzentwurf zur Streichung des Betreuungsgeldes aus dem Gesetz wird die CDU zeigen können, wie ernst sie die eigenen Beschlüsse nimmt.“

17Jun

Betreuungsgeld aus dem Gesetz streichen

Das Betreuungsgeld widerspricht den Prinzipien einer modernen Gesellschaft. Es konterkariert die familien-, sozial- und gleichstellungspolitischen Ziele, für die sich die Grünen seit vielen Jahren einsetzen. Wir haben daher einen Gesetzentwurf eingebracht, um die gesetzliche Grundlage für das Betreuungsgeld, das ab 2013 gezahlt werden soll, zu streichen. Heute wird der Gesetzentwurf in der 1. Lesung im Bundestag behandelt.

Das Betreuungsgeld ist eine Geldprämie für Eltern, die ihre Kinder nicht in einer öffentlichen Kindertagesstätte betreuen lassen und damit ein Anreiz für Mütter, nicht arbeiten zu gehen. Es bietet ausgerechnet den Familien einen finanziellen Anreiz, kein Förderangebot für ihre Kinder zu beanspruchen, die tendenziell am meisten davon profitieren würden. Dass Mütter mit ihren Kindern zu Hause bleiben, ist in Deutschland jahrzehntelang durch das Steuersystem gefördert worden – mit schlechten Ergebnissen: Nirgends hängt der Schulerfolg eines Kindes so stark von der familiären Herkunft ab wie in Deutschland. Gerade für bildungsferne und zugleich einkommensschwache Eltern bietet das Betreuungsgeld einen starken Anreiz, ihren Kindern frühe Förderangebote vorzuenthalten und sich stattdessen lieber für die Geldleistung zu entscheiden.

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Seit Monaten windet sich die FDP um das Betreuungsgeld. Die scharfe Ablehnung des Betreuungsgeldes in Oppositionszeiten ist einer scheinheiligen Zustimmung im Koalitionsvertrag gewichen. Im Angesicht der augenblicklichen Spardebatte mehren sich auch in der FDP die Stimmen, die das Betreuungsgeld abschaffen wollen. Für uns Grüne dagegen ist eins klar: Egal ob als Gutschein oder als Barzahlung, Ansatz des Betreuungsgeldes ist und bleibt es, Kinder aus der Kindertagesbetreuung und frühkindlichen Bildungseinrichtungen fern zu halten. Daher muss es wieder aus dem Gesetz gestrichen werden. Vordringlich sind Investitionen in die Kinderbetreuung. Das heißt auch: am Rechtsanspruch ab 2013 darf nicht gerüttelt werden.

Die Kosten für die Einführung des Betreuungsgeldes wären zudem enorm. Zwischen 1,5 und 2 Mrd. Euro jährlich würde es kosten. Gerade vor dem Hintergrund der schwierigen Haushaltslage darf Geld nicht für bildungspolitisch unsinnige Projekte ausgegeben werden. Diese Geld würde beispielsweise bei den Qualitätsverbesserungen im Kitabereich fehlen. Darunter leiden insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Milieus, aber selbstverständlich auch die Eltern, denen Betreuungsangebote fehlen, weil das Geld für den Ausbau nicht da ist.

Unsere Prioritäten in der Familienpolitik sind eindeutig. Zentral sind der zügige und qualitativ hochwertige Ausbau der Kinderbetreuung und die Neuordnung der Familienleistungen mit dem Fokus auf einer tatsächlichen Bekämpfung der Kinderarmut.

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