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Aktuell

 

 

06Jul

Kita: Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz festschreiben

Anlässlich der Veröffentlichung des Ländermonitors frühkindliche Bildungssystem der Bertelsmann Stiftung erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Die Festschreibung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Ganztagsplatz im Bundesgesetz ist überfällig. Dieser muss für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr gelten.

Der Ländermonitor zeigt, dass der Bedarf an Ganztagsplätzen bei weitem nicht ausgefüllt wird, je nach Bundesland unterschiedlich. Viel zu oft bleiben die Eltern im Regen stehen.

Der Ganztagsbetrieb bietet mehr Zeit für die Förderung aller Kinder; insbesondere der Kinder, denen in ihren Familien wenig Förderung zu Teil wird. Nicht zuletzt eine gute Sprachbildung braucht Raum und Zeit in der Kita.

Auch für eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz wichtig. Dazu gehört, dass die Öffnungszeiten frühkindlicher Bildungseinrichtungen nicht auf den Zeitraum von 8 bis 16 Uhr beschränkt sein dürfen.

Ein Rechtsanspruch im Bundesgesetz wäre eine zentrale Maßnahme, um Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe für alle Kinder realisieren.

06Jul

Kickerturnier: Viertelfinale beendet!

Lautstark und voller Ehrgeiz kämpften die verbleibenden Mannschaften am vergangenen Dienstag im Viertelfinale unseres Kickerturniers um den Einzug in das Halbfinale. Mein Team, die USA, ist leider gegen Kolumbien ausgeschieden, was ein eindeutiger Fall von Korruption gewesen sein muss :-)

Die Siegermannschaften Nigeria, England, Kolumbien und Brasilien treten nun am Donnerstag gegeneinander im Halbfinale an. Gleich im Anschluss findet das Finale und die Siegerehrung statt.

Möge die beste Mannschaft gewinnen!

04Jul

Betreuungsgeld nicht einführen

“Eine Maßnahme, die dem Ziel der tatsächlichen Gleichberechtigung zuwiderläuft, ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, das bestätigte auch die heutige Anhörung im Familienausschuss. Auch muss jede Familie dem Staat gleich viel wert sein. Wenn der Staat Familienförderung auf bestimmte Familien beschränkt, muss er gute Gründe haben. Keines der mit dem Betreuungsgeld verfolgten Ziele rechtfertigt die geplante Ungleichbehandlung. Daher werden wir Grünen alles tun, um dieses Betreuungsgeld zu verhindern. Aus diesem Grund haben wir einen Gesetzentwurf zur Streichung des Betreuungsgeldes eingebracht. Die Kosten des Betreuungsgeldes von bis zu 2 Milliarden Euro müssen in eine Verbesserung der Kinderbetreuung fließen.

Obwohl wissenschaftliche Studien vom Betreuungsgeld abraten, zeigen CDU/CSU weiterhin stärkste Verteidigungsreflexe. Während sich bei der Anhörung alle WissenschaftlerInnn in ihren Stellungnahmen einig waren, dass das Betreuungsgeld falsche Anreize für Kinder und Familien setzt und zudem verfassungswidrig ist, hielten CSU/CSU an ihrem antiquierten Familienbild fest und propagierten die Betreuung von Kleinkindern durch ihre Mütter. Hier demaskiert sich die CSU/CSU-Fraktion. Es zeigt sich, wie wenig Modernisierung des Familienbildes bei den Konservativen wirklich vollzogen ist. Dass die Union einen CDU-MdL als Sachverständigen einladen mußte und offensichtlich keine unabhängigen Experten finden konnte, sagt alles!”

30Jun

Neu im Haushaltsausschuss

Die grüne Bundestagsfraktion hat mich in dieser Woche als neues ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages benannt. Dort werde ich mich in erster Linie um die Haushalte des Innenministeriums und des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kümmern. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und möchte meinen Teil dazu leisten, dass sich die von uns angestrebte sozial-ökologische Wende auch im Haushalt abbildet und seriös finanzierbar ist.

Mein Herz schlägt aber natürlich weiter für die Kinder- und Familienpolitik. Ich bleibe meinen Themen treu, auch als Sprecherin und als Obfrau meiner Fraktion im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Leider, leider musste ich meine Mitgliedschaft in der Kinderkommission des Deutschen Bundestags beenden. Nicht nur, dass die Kinderkommission jeweils zeitlich parallel zum Haushaltsausschuss tagt, ihre wichtige Arbeit verdient Mitglieder, die sich stärker engagieren können, als mir dies zukünftig möglich wäre. Ich bin sicher, dass mein Kollege Till Seiler den Staffelstab sehr gut und engagiert aufnimmt.

30Jun

Bundeswehr muss auf Rekrutierung Minderjähriger verzichten

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen „Umgang der Bundeswehr mit Minderjährigen“ erklären Agnieszka Malczak, Sprecherin für Abrüstungspolitik, und Katja Dörner, Sprecherin für Familien- und Kinderpolitik:

Deutschland hat seit Anfang des Jahres den Vorsitz der Arbeitsgruppe „Kinder in bewaffneten Konflikten“ des UN-Sicherheitsrates inne. Aber im eigenen Land zeigt die Bundesregierung nicht die nötige Konsequenz, wenn es um Minderjährige und Streitkräfte geht. In der Antwort auf unsere Kleine Anfrage „Umgang der Bundeswehr mit Minderjährigen“ macht sie deutlich, auf das Einziehen Minderjähriger zum Wehrdienst und deren Ausbildung an Waffen nicht verzichten zu wollen.

Höchst problematisch sind bereits die einseitig beschönigenden Maßnahmen der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, die gezielt junge Menschen ansprechen sollen. Die Bundesregierung hält es für unproblematisch, wenn die negativen Seiten der Tätigkeiten bei den Streitkräften – Töten, physisch oder psychisch verwundet oder auch getötet Werden – verschwiegen werden, wenn die jungen Menschen dadurch nur erst mal zum Wehrdienstberater gelockt werden. Über Gefahren und Risiken soll erst in den Beratungsgesprächen gesprochen werden. Statt einer umfassenden Aufklärung über die Risiken einer Tätigkeit bei den Streitkräften erhalten die Jugendlichen und ihre Eltern ein Merkblatt mit den Pflichten der Soldatinnen und Soldaten, das sie zu unterschreiben haben.

Auch beim Umgang mit unter 18-jährigen Soldatinnen und Soldaten fehlt das Bewusstsein für die Belange der Minderjährigen. So gibt es zum Beispiel keine besonderen und geschulten Ansprechpartner für sie.

Die Bundeswehr sieht sich angesichts des Umbaus zur Freiwilligenarmee unter verschärftem Konkurrenzdruck beim Werben um die besten Köpfe. Wir sehen dabei die Gefahr, dass die Bundeswehr bei Öffentlichkeitsarbeit und Werbung Grenzen überschreitet. Die Bundeswehr ist keine Organisation wie jede andere. Auch unter verschärften Wettbewerbsbedingungen kann sie nicht gedankenlos die gleichen Marketingstrategien anwenden wie ein ziviles Unternehmen. Die Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage macht deutlich: Der Bundesregierung fehlt es an Sensibilität für die Problematik von Werbung der Bundeswehr, die sich an Minderjährige wendet, insbesondere wenn es um die Auslandseinsätze geht. Besonders brisant ist diese Problematik bei Besuchen der Bundeswehr an Schulen. Wenn die Bundesregierung im Kampf gegen Kindersoldaten wirklich glaubwürdig sein will, dann muss sie auf die Rekrutierung Minderjähriger gänzlich verzichten.

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