Weiter zum Inhalt
Kategoriesuche

Anträge

 

 

29Sep

Mehr Qualität in den Kitas – von Schwarz-Gelb leider nicht gewollt

Im Rahmen der heutigen Haushaltsberatungen  im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben Union und FDP mit ihrer Mehrheit unseren grünen Entschließungsantrag abgelehnt, der darauf abzielte, eine dauerhafte und solide Finanzierung von Qualitätsverbesserungen in den Kindertagesstätte von Bundesseite zu gewährleisten. Derzeit findet zwar aufgrund des bereits im Gesetz verankerten Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres ein Ausbau der Plätze in den Kitas statt, die Frage nach der Qualität der Angebote droht aber in den Hintergrund zu geraten.

Wer die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine gute frühkindliche Bildung will, muss für gute Rahmenbedingungen in den Einrichtungen sorgen. Insbesondere die Frage der ErzieherInnen-Kind-Relation ist hier bedeutsam. Aus dem aktuellen Sachstandsbericht zum Kinderfördergesetz wissen wir, dass es zum Teil erhebliche Defizite hinsichtlich der Betreuungsquote gibt – in einigen Bundesländern stuft der Bericht der Bundesregierung den Personaleinsatzschlüssel sogar als “bedenklich” ein.

Gute Kitas und die Ermöglichung früher Bildung sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Kommunen und auch die Länder können die Finanzierung besserer Rahmenbedingungen nicht alleine schaffen. Deshalb haben wir die Bundesregierung in unserem Antrag aufgefordert, gemeinsam mit Ländern und Kommunen für eine deutliche Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation zu sorgen. Die Bundesregierung soll zudem ein Konzept zur Bundesbeteiligung an der Finanzierung vorlegen, das über die derzeitigen Planungen, die nur  bis 2013 laufen, hinausgeht und insbesondere qualitative Verbesserungen berücksichtigt. Finanziert werden kann und soll diese Steigerung der Qualität in den Kitas durch Einsparungen im Zusammenhang mit dem  Ehegattensplitting.

17Sep

“Chipkarte” ist Ablenkungsmanöver

Im Februar hat das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung aufgefordert, die Regelsätze für Kinder im Arbeitslosengeld II neu zu berechnen. Denn: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sie haben eigene Bedarfe. Bis dato bekommen sie aber  – je nach Alter – 60 oder 80 Prozent des Regelsatzes eines Erwachsenen. Statt jedoch eine ordentliche Neuberechnung der Regelsätze vorzunehmen, macht die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen viel mediales Getöse um eine “Bildungschipkarten”.

Weil wir die Diskussion um die Bildungschipkarte für ein Ablenkungsmanöver von den eigentlichen Aufgaben, die die Regierung jetzt hat, halten, die  umgehende Neuberechung des Kinderregelsatzes und vor allem mehr Investitionen in Kindertagesstätten und Schulen fordern, haben wir Grüne jetzt den Antrag  “Bedarfsgerechte Regelsätze und ein zuverlässiges Hilfesystem für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt Experimente” in den Bundestag eingebracht.

16Sep

Kinderlärm – Ankündigungen müssen Taten folgen

Angekündigt wurde viel, passiert ist nichts: Während gerichtliche Auseinandersetzung wegen Kinderlärm zunehmen, ist die Bundesregierung noch nicht aktiv geworden. Viele  Urteile zeigen, wie kinderentwöhnt unserer Gesellschaft ist. Dabei sind die Geräusche von Kindern das Normalste der Welt und Ausdruck ihrer Entwicklung. Die Urteile sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Viele Einrichtungen berichten, welche kraftraubenden Anstrengungen sie unternehmen, Auseinandersetzungen zu vermeiden. Sie haben Angst, mit behördlichen Auflagen belegt, umziehen zu müssen oder gar geschlossen zu werden. Und das in Zeiten des Kita-Ausbaus und der wachsenden Bedeutung frühkindlicher Bildung.

Dabei wäre es für die Bundesregierung ein Leichtes, in der Baunutzungsverordnung und im Bundesimmissionsschutzgesetz klarzustellen, das Kinderlärm auch in Wohngebieten hinzunehmen ist. Es gibt keinen Grund, weiter Zeit verstreichen zu lassen. Mit unserem Antrag „Vorrang für Kinder – auch beim Lärmschutz“ zeigen wir, wie es geht. Damit den Ankündigungen Tagen folgen.

01Jul

Alleinerziehende nicht allein lassen

Eine wesentliche Facette der Armut in Deutschland heißt “alleinerziehend”. Wer in Deutschland Kinder allein groß zieht, ist deutlich benachteiligt: Alleinerziehende sind häufiger von Armut betroffen, haben oft unsichere Beschäftigungsverhältnisse, Wohnungs- und Zeitprobleme und sind häufiger krank. Und anders als Paare mit Kindern, können sie die Verantwortung für Erziehung, die Haushaltsführung und eben auch das Geldverdienen nicht mit einem anderen Erwachsen teilen.

Ich fordere daher in einem Antrag eine deutlich bessere Unterstützung für Alleinerziehende!

Nach vollmundigen Ankündigungen der Bundesregierung Alleinerziehende gerade bei der Arbeitsvermittlung besser betreuen zu wollen und auch für die notwendige Kinderbetreuung zu sorgen, ist nicht viel passiert. Wir Grünen fordern, hier den Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen.

Ein Ausbau institutioneller, sozialer und finanzieller Hilfe ist dringend notwendig.

Alleinerziehende brauchen auf sie zugeschnittene Unterstützungsangebote, gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten und flexible Beschäftigungsverhältnisse. Allen voran fordern wir einen Rechtsanspruch auf einen hochwertigen, ganztätigen Kinderbetreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren. Der Ausbau der Kindertagesbetreuung geht immer noch zu langsam voran und Ganztagsplätze in Kitas und Schulen sind bisher vielerorts noch Mangelware. Auch die Betreuung der Kinder während einer Krankheit oder bei beruflicher Abwesenheit des betreuenden Elternteils ist nur selten qualifiziert und wohnortnah sichergestellt. Hier wollen wir mehr Unterstützungsangebote für Alleinerziehende im sozialen Nahraum etablieren

Auch die staatlichen Fürsorgeleistungen müssen so reformiert werden, dass sie Armut in Einelternfamilien und bei Kindern wirksam verhindern. Wir setzen uns deshalb für die Einführung bedarfsgerechter eigener Kinderregelsätze im SGB II und die Einführung einer existenzsichernden Kindergrundsicherung ein.

Insbesondere am Arbeitsmarkt sind Alleinerziehende aufgrund ihrer Lebenssituation benachteiligt, ein Großteil ist arbeitslos, geringfügig beschäftigt oder  in prekären Beschäftigungsverhältnissen und bekommt Grundsicherungsleistungen. Alleinerziehende brauchen daher ein passgenaues und individuelles Fallmanagement, das die besonderen Belange und Lagen von Frauen und insbesondere von Alleinerziehenden berücksichtigt. Zudem wollen wir durch flächendeckende Mindestlöhne die weitere Ausbreitung des Niedriglohnsektors und von Lohnarmut verhindern.

Pages: Zurück 1 2 3

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv.
52 Datenbankanfragen in 0,401 Sekunden · Anmelden