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Parlamentarisch

 

 

03Jun

Reise nach New York zur 54. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission

Zusammen mit fünf weiteren Mitgliedern des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend war ich vom 28. Februar bis 3. März 2010 auf der 54. Sitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen in New York vertreten.  Als wichtigstes internationales Gremium entwickelt sie seit 1946 Politikempfehlungen zur Umsetzung von Frauenrechten und begleitet u.a. die Weltfrauenkonferenzen. Unter dem Motto „Gleiche Rechte, gleiche Chancen – Fortschritt für alle“ wurden die Maßnahmen seit der vierten Weltfrauenkonferenz in Peking vor 15 Jahren bilanziert. Der deutsche Bericht zu dem Fragebogen an die Regierungen stellt die Erfahrungen, Anstrengungen und Herausforderungen auf deutscher Seite dar.

Unter http://www.un.org/womenwatch/daw/beijing15/outcomes.html sind die Abschlusserklärung  und weitere Beschlüsse der Frauenrechtskommission zu finden.

Von links nach rechts: Nicole Bracht-Bendt (FDP), Nadine Müller (CDU), Caren Marks (SPD), ich, Cornelia Möllring (Linke), Monika Jantsch (Ausschusssekretariat)

Neben dem Besuch der Generaldebatte nahmen wir an einigen Begleitveranstaltungen teil, darunter  die der  Interparlamentarischen Union (IPU) zur Rolle der Parlamente bei der Frauenpolitik, des Europarates zu dem Thema „Beijing + 15 and global migration – Current human rights challenges in destination countries, including FGM“, die Jubiläumsveranstaltung „Peking  + 15“, und eine Gedenkveranstaltung zum Internationalen Frauentag „Equal rights, equal opportunities, progress for all“, bei der ich unter anderem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erleben durfte. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend lud in Zusammenarbeit mit der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York zur Veranstaltung „Moving beyond the Rhetoric: Taking action on 1325“ ein.

Während der Delegationsreise hatten wir darüber hinaus die Gelegenheit, mit verschiedenen Personen ins Gespräch zu kommen. Botschafter Dr. Witting und PStS Dr. Kues diskutierten mit uns die deutschen Fortschritte in der internationalen Frauenpolitik. Sally Fegan-Wyles, die Direktorin der Entwicklungsgruppe der Vereinten Nationen, sprach mit uns über die Umgestaltung der Gender Architektur der VN und mit Frau Comfort Lamptey, Gender Advisor im Department of Peacekeeping Operations der VN, diskutierten wir die Umsetzung der UN-Resolution 1325.

Bezeichnend war für mich das „NGO-Briefing“, bei dem auch die deutsche Frauenpolitik thematisiert wurde. Der Deutsche Frauenrat dokumentiert auf seiner Seite kritisch Verlauf und Ergebnisse der Konferenz.  In einer Abschlusserklärung üben beteiligte  Nichtregierungsorganisationen heftige Kritik an der Umsetzung der Regierungen und werfen ihnen vor, ihr bisheriges Engagement über zu bewerten und den schleppenden Umsetzungsprozess zu beschönigen. Insgesamt fand ich die Erfahrung der Reise ambivalent. Ich habe einerseits viele interessante und engagierte Menschen getroffen. Andererseits wurde deutlich, wie viel Handlungsbedarf noch besteht. Als Grüne hätte ich mir mehr konkrete Ergebnisse in der (internationalen) Frauenpolitik gewünscht.

07Mai

Soforthilfe für Griechenland

In der heutigen Abstimmung zur Griechenlandkrise habe ich zusammen mit meiner Fraktion dem Soforthilfe-Gesetz der Bundesregierung zugestimmt. Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, da es nicht gelungen ist, eine Finanztransaktionssteuer einzuführen, die  notwendig ist, um dem internationalen Casino-Kapitalismus endlich Einhalt zu bieten. Nichtdestotrotz halte ich es in der gegenwärtigen Lage für ein Gebot der europäischen Solidarität und der ökonomischen Vernunft, den Griechen diese Soforthilfe zu gewähren.

Gemeinsam mit einer Reihe von KollegInnen meiner Fraktion habe ich eine Persönliche Erklärung abgegeben, in der wir unsere Gründe für unsere Zustimmung zu dem Gesetzentwurf der Regierungskoalition darlegen.

Die dezidierte Kritik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen an dem Krisenmanagement der Bundesregierung und unsere Forderungen über die Soforthilfe hinaus, bringen wir in einem eigenen Entschließungsantrag zum Ausdruck. Unsere Initiative für einen interfraktionellen Antrag ist letztlich an der Weigerung der Koalition, insbesondere der FDP gescheitert, in den Forderungskatalog regulierender Maßnahmen die Finanztransaktionssteuer aufzunehmen.

26Feb

Namentliche Abstimmung zur Verlängerung des ISAF-Mandats

Heute hat der Bundestag in namentlicher Abstimmung über die Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an dem Einsatz der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan (Internationl Security Assistance Force, ISAF) unter Führung der NATO abgestimmt. Ich habe gegen die Verlängerung des ISAF-Einsatzes gestimmt.

Zur Begründung meiner Entscheidung habe ich zusammen mit meinen KollegInnen Agnes Malczak, Maria Klein-Schmeink, Beate Müller-Gemmeke, Wolfgang Strengmann-Kuhn, Uwe Kekeritz und Sven-Christian Kindler eine Persönliche Erklärung herausgegeben.

Den Entschließungsantrag meiner Fraktion zur Verlängerung des ISAF-Mandats findet man hier.

24Feb

Bürokratische und stigmatisierende Verteilorgien von Sachleistungen verhindern

Seitdem das Bundesverfassungsgericht die Hartz-IV-Regelsätze für verfassungswidrig erklärt und zudem verlangt hat, bei den Kindern Ausgaben für Schule und Bildung stärker zu berücksichtigen, hört man aus der schwarz-gelben Koalition immer wieder neue Rufe nach stigmatisierenden Sachleistungen für Kinder von Hartz IV-Empfängern.

Zusammen mit meinem Kollegen Markus Kurth, dem sozialpolitischen Sprecher unserer Fraktion, habe ich heute dazu diese Presseerklärung herausgegeben.

09Feb

Die Kinderregelsätze müssen unverzüglich angehoben werden

Das Bundesverfassungsgericht hat heute entschieden, dass die derzeitigen Verfahren zur Ermittlung der Bedarfe und damit der Hartz-IV-Regelsätze willkürlich und intransparent sind. Damit bestätigt das höchste deutsche Gericht die Position der Grünen: Die Regelsatzleistungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind weder bedarfsdeckend noch Existenz sichernd.

Dazu habe ich mit der Fraktionssprecherin der Grünen im Rat der Stadt Bonn, Doro Paß-Weingartz, diese Presseerklärung herausgegeben.

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