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Mein Bonn

Mein Bonn

Seit fast fünfzehn Jahren ist Bonn meine Heimat – und der Stadt ist es nicht schwer gefallen, mein Herz zu erobern. Obwohl ich acht Jahre in Düsseldorf gearbeitet habe und das Pendelleben mir oftmals sehr auf die Nerven gegangen ist, bin ich nie auch nur auf die Idee gekommen, rheinabwärts zu ziehen. Bonn hat alles, was man fürs städtische Leben braucht, ohne gleich zu groß, zu anonym und zu weit weg von Wald und Natur zu sein. Besonders verbunden bin ich der Nordstadt, denn hier wohne ich seit 1996, hier leben die meisten meiner Freundinnen und Freunde, hier bin ich im Sportverein, hier sind meine Lieblingsrestaurants und -kneipen, hier ist der interkulturelle Flair am schönsten, und, und, und. Gerade in der Nordstadt bewahrheitet sich, dass es sich bei Bonn mit seinen Straßencafés um die nördlichste Stadt Italiens handelt. Der Einfluss grüner Politik ist in Bonn überall sichtbar: Gut ausgebaute Radwege, Grünflächen auch in der Stadt, eine gute Infrastruktur für Kinder und Jugendliche – sehr schade, dass vieles nun unter der großen Koalition im Stadtrat den Bach runter geht.

Bundesstadt Bonn

Bonn war von 1950 bis 1990 Hauptstadt der Bundesrepublik und bis 1999 Regierungssitz; seit 1999 befindet sich der Bundestag in Berlin. Diese langen Jahre als Bundeshauptstadt haben Spuren hinterlassen, die sich nicht zuletzt in einer – für eine Stadt von etwas mehr als 300 000 Einwohnerinnen und Einwohnern – sehr gut ausgebauter kultureller Infrastruktur mit vielen Theatern und Museen widerspiegelt. Sechs Bundesministerien haben weiterhin ihren (Haupt)Sitz in Bonn.

Gemeinsam mit den anderen Bonner Bundestagsabgeordneten will ich in Zukunft mit Argusaugen darüber wachen, dass das Bonn-Berlin-Gesetz Bestand hat und die Zusagen an Bonn auch eingehalten werden.

Neben den großen Dax-Unternehmen Post und Telekom gibt es in Bonn einige mittelständische Unternehmen mit internationaler Ausstrahlung; Haribo ist hier wohl das beste Beispiel. Mit der „Solarworld“ ist Bonn auch ganz vorne dabei, wenn es um neue Technologien und Solarenergie geht.

Bonn – internationale Stadt

Seit 1996 ist Bonn UN-Stadt. Für die 19 UN-Organisationen, die in Bonn ihren Sitz haben und die sich vor allem mit Themen nachhaltiger Entwicklung beschäftigen, arbeiten zur Zeit ca. 600 Menschen aus der ganzen Welt in Bonn, mittelfristig sollen es sogar 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden. Die bekannteste und größte Bonner UN-Einrichtung ist das Klimasekretariat. Zudem haben viele Organisationen der Entwicklungshilfe ihren Sitz in Bonn. Das internationale Profil der Stadt zu schärfen, ist von großer Bedeutung für eine attraktive Weiterentwicklung der Stadt.

Von Berlin aus die Entwicklung Bonns als internationale Stadt nach besten Kräften zu befördern, steht daher für meine Zeit im Bundestag ganz oben auf der Agenda.

Bonn muss kinderfreundlich werden!

Bonn muss noch viel mehr als heute eine tatsächlich kinderfreundliche Stadt werden. Im Gegensatz zu anderen Städten, können wir uns über steigende Geburtenraten freuen und haben nicht mit Bevölkerungsschwund zu kämpfen. Deshalb muss mehr in Bonner Schulen investiert werden. Die Schulgebäude sind leider häufig in einem sehr maroden Zustand.

Der Ausbau der Kindertagesstätten und der Ganztagsschulen muss mit aller Kraft verfolgt werden.

Noch immer finden viele Familien keinen Platz für ihre Kinder in den Kitas oder der offenen Ganztagsschule. Aber es geht eben nicht nur um die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze, sondern auch um die Verbesserung der Qualität der Angebote. In Bildung investieren ist die beste Zukunftsinvestition!

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