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06Sep

Koalitionsdebatte ums Elterngeld unangebracht

Anlässlich der heute veröffentlichten Elterngeld-Zahlen des Statistischen Bundesamtes erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Die dauernden koalitionsinternen Debatten über die Abschaffung einer gerade einmal vier Jahre alten Leistung zeigen einen familienpolitischen Schlingerkurs. Dies verunsichert Eltern und untergräbt das Vertrauen in die Politik.

Das Elterngeld hat sich als gleichstellungs- und familienpolitisches Instrument bewährt. Immer mehr Väter nehmen es in Anspruch. Seit Einführung 2007 hat sich der Anteil derer, die nach der Geburt eines Kindes zeitweise aus dem Beruf ausscheiden und sich Zeit für ihre Familie nehmen, mehr als verzehnfacht. Das ist ein wichtiges gesellschaftliches Signal.

Die geschlechtergerechte Ausgestaltung des Elterngelds muss durch die Weiterentwicklung des Teilelterngeldes und die Ausweitung der Partnermonate gestärkt werden. Hier muss Ministerin Schröder Vorschläge zu unterbreiten, wie auch ohne eine Verlängerung des Gesamtbezugszeitraumes beim Elterngeld, die Beteiligung der Väter weiter gefördert werden kann.

Doch das Elterngeld kann seine Wirkung nur entfalten, wenn der Ausbau der Kindertagesbetreuung zügig vorangeht. Daher darf die Familienministerin nicht länger wegschauen und beim Schneckentempo des Kita-Ausbaus die Hände in den Schoß legen.

05Sep

De Maizière muss Muskelspielchen in der Standortfrage unterlassen

Anlässlich der aktuellen Äußerungen von Verteidigungsminister de Maizière zu seinen Plänen für den Standort des Verteidigungsministeriums erklären die Bonner Abgeordneten Uli Kelber (SPD), Katja Dörner (Grüne) und Paul Schäfer (Linke):

“Wir fordern den Verteidigungsminister dringend auf, in der Standortfrage kein weiteres Öl ins Feuer zu gießen. Seine Muskelspielchen in der Presse belasten die anstehenden Gespräche mit den Verantwortlichen in der Region. Die aktuellen Äußerungen de Maizières sind zudem mehr als irritierend. Die Zusicherung, das Bonn-Berlin-Gesetz unangetastet zu lassen, ist gut und wichtig. Ein Verteidigungsminister und mit ihm eine Bundesregierung, die sich gleichwohl nicht an dieses Gesetz halten wollen, werfen Fragen auf. Dass de Maizière der Region sogar droht, den eigenen Interessen zu schaden, indem sie nicht mehr und nicht weniger tut, als auf die Einhaltung von Recht und Gesetz zu pochen, ist völlig inakzeptabel. Auch seine Aufrechnung der Dienstposten im Rheinland läuft vor diesem Hintergrund ins Leere. Der Standort des Ministerums ist in Bonn, die dort Tätigen leben in Bonn und der Region. Deshalb geht es keineswegs um die Privilegierung des Rheinlands, sondern um die Einhaltung von Recht und Gesetz und um die Wahrung der Interessen der vielen betroffenen Familien und der Region.”

25Aug

Einladung zum Regenbogenfamilienfest am 10. September 2011 in Köln

Gemeinsam mit meinen KollegInnen Volker Beck und Bettina Herlitzius lade ich Sie ganz herzlich ein:

Regenbogenfamilienfest

am 10. September 2011 ab 12:00 Uhr,
im Bürgerzentrum Köln-Ehrenfeld (Büze)

mit Barbara Steffens, NRW-Ministerin für Gesundheit, Pflege, Emanzipation und Alter

 

Freuen Sie sich auf:

  • politische Diskussion und Austausch über politische und alltägliche Belange von Regenbogenfamilien
  • Spiel und Spaß für Kinder mit der Kölner Spielewerkstatt
  • leckere Speisen und Getränke

 

Programm:

12:00 Uhr Beginn und Begrüßung
14:00 Uhr Information zu aktuellen grünen Initiativen für Regenbogenfamilien mit Volker Beck
14:30 Uhr Podiumsgespräch mit 

  • Barbara Steffens
  • Bettina Herlitzius, MdB
  • Dominic Frohn (Wissenschaftlicher Koordinator der Kölner Studie “Wir sind Eltern”
Ende gegen 17:00 Uhr


Adresse und Anfahrt:

Bürgerzentrum Köln-Ehrenfeld
Venloer Straße 429
50825 Köln

http://www.buergerzentrum.info

  • mit der Bahn bis zum Bahnhof „Köln-Ehrenfeld“ (von Aachen kommend) bzw. „Köln-West“ (von Bonn kommend)
  • mit der KVB bis zur Haltestelle „Venloer Straße/Gürtel“

Spiel und Spaß für Kinder:

Aus Planungsgründen bitten wir um Anmeldung der Kinder, die am Kinderprgramm teilnehmen wollen. (Anzahl und Alter)

Wir danken unseren Unterstützerinnen und Unterstützern:

  • Arndt Klocke, MdL
  • Grüne Fraktion in der Landschaftsversammlung Rheinland
  • Grüner Bezirksverband Mittelrhein
  • Grüne Kreisverbände Bonn und Aachen
  • Heinrich Böll Stiftung NRW

 

23Aug

Sorgerecht: Dauerstreit der Koalition verhindert Einigung

Zum Ausbleiben einer angekündigten Neuregelung des Sorgerechts für nicht miteinander verheiratete Eltern erklären Ingrid Hönlinger, Sprecherin für Demokratiepolitik, und Katja Dörner, Sprecherin für Familien- und Kinderpolitik:

Die Zeit läuft ab: Für den Spätsommer 2010 hatte Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger einen Gesetzentwurf zum Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Eltern angekündigt. Zuvor hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) im Dezember 2009 die deutsche Regelung zum Sorgerecht für unverheiratete Väter für konventionswidrig erklärt. Auch das Bundesverfassungsgericht hatte im Juli 2010 feststellt, dass das bestehende Gesetz gegen die deutsche Verfassung verstößt. Ein Jahr später ist immer noch nichts geschehen. Wieder sorgt der Dauerstreit in der Koalition dafür, dass es nicht zu einer vernünftigen Lösung kommt. Dies ergibt sich aus der Antwort auf unsere schriftliche Anfrage.

Dabei hat die Justizministerin bereits einen vernünftigen Weg – von ihr selbst als Kompromiss bezeichnet – dargelegt. Klar ist: Die Union muss endlich ihre Blockadehaltung aufgeben und die Rechte der betroffenen Kinder in Gesetzesform gießen. Die Bundesregierung darf sich nicht auf der Übergangslösung vom Bundesverfassungsgericht ausruhen. Sollte es nicht zu einer gemeinsamen Sorgeerklärung kommen, bleibt zurzeit für den unverheirateten Vater nur der kostspielige Weg über das Gericht, um die gemeinsame elterliche Sorge zu erhalten.

Wir haben bereits im Oktober 2010 einen Antrag zum Sorgerecht in den Bundestag eingebracht. Dieser soll Vätern, die nicht mit der Mutter des gemeinsamen  Kindes verheiratet sind, die Möglichkeit einräumen, durch einen einfachen Antrag beim Jugendamt zum gemeinsamen Sorgerecht zu kommen. Nur wenn es dann keine einvernehmliche Lösung gibt, sollen die Gerichte unter Berücksichtigung des Kindeswohles entscheiden. Unser Ziel ist die Gleichstellung von Mutter und Vater, wenn dies dem Kindeswohl nicht widerspricht.

22Aug

Klares Signal gegen Betreuungsgeld jetzt notwendig

Zum Streit in der Koalition um das Betreuungsgeld erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

“Das Betreuungsgeld hat im Deutschen Bundestag keine Mehrheit. Völlig isoliert hält allein die CSU daran fest. Führende Politikerinnen und Politiker von CDU und FDP haben längst erkannt, dass das Betreuungsgeld eine bildungs- und gleichstellungspolitische Katastrophe wäre. Es ist nicht nachvollziehbar, dass für derart kontraproduktive Maßnahme jährlich rund 2 Milliarden Euro aus dem Fenster geworfen werden sollen, die für sinnvolle Investitionen in den Ausbau der Kindertagesstätten fehlen. CDU und FDP dürfen sich nicht länger von der CSU auf der Nase herum tanzen lassen. Ein klares Signal gegen das Betreuungsgeld ist jetzt notwendig.”

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