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06Jul

XXL-Schulden im XXL-Aufschwung

Der Haushalt 2012 und die Finanzplanung bis 2015 werden unter den Bedingungen eines glänzenden konjunkturellen Umfelds auf den Weg gebracht. Das Wirtschaftswachstum liegt gegenüber bisherigen Planungen (Eckwertebeschluss vom März 2011) deutlich höher. Dies geht mit deutlich steigenden Steuereinnahmen einher. Die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Die Haushalte der Sozialversicherungen werden stark entlastet. Trotz dieser exzellenten Rahmenbedingungen plant die Bundesregierung bis 2015 mit 85,5 Mrd. € neuer zusätzlicher Verschuldung. Gegenüber den Planungen beim Eckwertbeschluss im März liegt sie damit sogar noch 3,1 Mrd. € höher, obwohl sich das konjunkturelle Umfeld seit diesem Zeitpunkt weiter stabilisiert hat.

Diese Diskrepanz offenbart, was sich schon vor einem Jahr angekündigt hat: Das Sparpaket war nicht nur sozial ungerecht, sondern auch völlig unsolide. Luftbuchungen wie die Finanztransaktionssteuer, die  Kernbrennstoffsteuer und die Dividende aus dem Umbau der Bundeswehr treten nun offen zu Tage – als neue  Schulden. In dieser unsoliden schwarz-gelben Tradition und auf Pump finanziert wird nun ab 2013 eine Steuersenkung versprochen, die der Etat nicht verkraften kann. Zwar gaukelt die Koalition vor, dass solcherart  Spielräume mit der Schuldenbremse vereinbar seien, dies aber nur, weil Schwarz-Gelb den Abbaupfad für das strukturelle Defizit sträflich hoch angelegt hat.

Trotz ihrer selbst proklamierten „Energiewende“ vernachlässigt die Bundesregierung ausreichende Investitionen in den nachhaltigen Umbau unserer Volkwirtschaft. Die Energiewende ist trotz Schattenhaushalt „Energie- und Klimafonds“ deutlich unterfinanziert. Statt endlich den Abbau ökologisch schädlicher Subventionen ernsthaft voranzutreiben und so echte Impulse für den ökologischen Umbau der Volkswirtschaft zu setzen, schafft die Bundesregierung stattdessen neue Subventionen für energieintensive Betriebe.

Die finanziellen Lasten des Vermittlungsergebnisses zu Hartz IV in Höhe von 10 Mrd. € in der Finanzplanung werden der Bundesagentur für Arbeit und damit den BeitragszahlerInnen aufgebürdet.

Zentrale Kernpunkte des Grünen Alternativhaushalts werden die nachhaltige Finanzierung des ökologischen Umbaus, Investitionen in soziale und internationale Gerechtigkeit und die Finanzierung eines zukunftsfähigen und gerechten Bildungssystems sein. Dafür wollen wir Subventionen abbauen, gezielte Ausgabenkürzungen  vornehmen und gerechte Mehreinnahmen erzielen. Dabei kommen wir ohne Luftbuchungen und ohne weitere neue Schulden aus.

06Jul

Kita: Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz festschreiben

Anlässlich der Veröffentlichung des Ländermonitors frühkindliche Bildungssystem der Bertelsmann Stiftung erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Die Festschreibung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Ganztagsplatz im Bundesgesetz ist überfällig. Dieser muss für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr gelten.

Der Ländermonitor zeigt, dass der Bedarf an Ganztagsplätzen bei weitem nicht ausgefüllt wird, je nach Bundesland unterschiedlich. Viel zu oft bleiben die Eltern im Regen stehen.

Der Ganztagsbetrieb bietet mehr Zeit für die Förderung aller Kinder; insbesondere der Kinder, denen in ihren Familien wenig Förderung zu Teil wird. Nicht zuletzt eine gute Sprachbildung braucht Raum und Zeit in der Kita.

Auch für eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz wichtig. Dazu gehört, dass die Öffnungszeiten frühkindlicher Bildungseinrichtungen nicht auf den Zeitraum von 8 bis 16 Uhr beschränkt sein dürfen.

Ein Rechtsanspruch im Bundesgesetz wäre eine zentrale Maßnahme, um Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe für alle Kinder realisieren.

06Jul

Kickerturnier: Viertelfinale beendet!

Lautstark und voller Ehrgeiz kämpften die verbleibenden Mannschaften am vergangenen Dienstag im Viertelfinale unseres Kickerturniers um den Einzug in das Halbfinale. Mein Team, die USA, ist leider gegen Kolumbien ausgeschieden, was ein eindeutiger Fall von Korruption gewesen sein muss :-)

Die Siegermannschaften Nigeria, England, Kolumbien und Brasilien treten nun am Donnerstag gegeneinander im Halbfinale an. Gleich im Anschluss findet das Finale und die Siegerehrung statt.

Möge die beste Mannschaft gewinnen!

04Jul

Betreuungsgeld nicht einführen

“Eine Maßnahme, die dem Ziel der tatsächlichen Gleichberechtigung zuwiderläuft, ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, das bestätigte auch die heutige Anhörung im Familienausschuss. Auch muss jede Familie dem Staat gleich viel wert sein. Wenn der Staat Familienförderung auf bestimmte Familien beschränkt, muss er gute Gründe haben. Keines der mit dem Betreuungsgeld verfolgten Ziele rechtfertigt die geplante Ungleichbehandlung. Daher werden wir Grünen alles tun, um dieses Betreuungsgeld zu verhindern. Aus diesem Grund haben wir einen Gesetzentwurf zur Streichung des Betreuungsgeldes eingebracht. Die Kosten des Betreuungsgeldes von bis zu 2 Milliarden Euro müssen in eine Verbesserung der Kinderbetreuung fließen.

Obwohl wissenschaftliche Studien vom Betreuungsgeld abraten, zeigen CDU/CSU weiterhin stärkste Verteidigungsreflexe. Während sich bei der Anhörung alle WissenschaftlerInnn in ihren Stellungnahmen einig waren, dass das Betreuungsgeld falsche Anreize für Kinder und Familien setzt und zudem verfassungswidrig ist, hielten CSU/CSU an ihrem antiquierten Familienbild fest und propagierten die Betreuung von Kleinkindern durch ihre Mütter. Hier demaskiert sich die CSU/CSU-Fraktion. Es zeigt sich, wie wenig Modernisierung des Familienbildes bei den Konservativen wirklich vollzogen ist. Dass die Union einen CDU-MdL als Sachverständigen einladen mußte und offensichtlich keine unabhängigen Experten finden konnte, sagt alles!”

30Jun

Neu im Haushaltsausschuss

Die grüne Bundestagsfraktion hat mich in dieser Woche als neues ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages benannt. Dort werde ich mich in erster Linie um die Haushalte des Innenministeriums und des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kümmern. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und möchte meinen Teil dazu leisten, dass sich die von uns angestrebte sozial-ökologische Wende auch im Haushalt abbildet und seriös finanzierbar ist.

Mein Herz schlägt aber natürlich weiter für die Kinder- und Familienpolitik. Ich bleibe meinen Themen treu, auch als Sprecherin und als Obfrau meiner Fraktion im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Leider, leider musste ich meine Mitgliedschaft in der Kinderkommission des Deutschen Bundestags beenden. Nicht nur, dass die Kinderkommission jeweils zeitlich parallel zum Haushaltsausschuss tagt, ihre wichtige Arbeit verdient Mitglieder, die sich stärker engagieren können, als mir dies zukünftig möglich wäre. Ich bin sicher, dass mein Kollege Till Seiler den Staffelstab sehr gut und engagiert aufnimmt.

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