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27Mai

Grüner Gesetzentwurf: Atomausstieg bis 2017

Zum Gesetzentwurf der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur Beendigung der Nutzung von Atomkraftwerken bis 2017 erklärt die Bonner Bundestagsabgeordnete Katja Dörner:

„Der Ausstieg aus der Nutzung der Atomkraft ist bis 2017 möglich und nötig. Die Bundestagsfraktion hat aktuell einen Gesetzentwurf beschlossen, der mit 2017 ein fixes Enddatum für den Ausstieg nennt und eine klare Zeitschiene für die Abschaltung der einzelnen Atomkraftwerke beschreibt.

Der Betrieb der ältesten und gefährlichsten acht Kraftwerke wird sofort beendet. Damit machen wir unsere Grundlage für eine Kompromissfindung beim von allen Seiten gewünschten Ausstiegskonsens deutlich. Klar ist, dass eine Revisionsklausel oder Verschiebebahnhöfe über Kontingente statt klarer Abschaltdaten für Grüne nicht akzeptabel sind.

Ein klares Signal für einen schnellen und unumkehrbaren Atomausstieg ist jetzt notwendig.“

26Mai

Bundestagsdebatte zum Kinderlärm

Die Bundesregierung hat nach zwei Jahren endlich einen ersten und richtigen Schritt gemacht, um Kinder vor Klagen wegen Kinderlärms zu schützen. In meiner Bundestagsrede habe ich dies begrüßt, aber auch angemahnt, das baurechtliche Änderungen folgen müssen. Ich finde es nicht in Ordnung und halte es für eine verpasste Chance, dass die Bundesregierung vorerst nichts für die Jugendlichen tun will.

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26Mai

Petersberg-Verkauf: Unabgestimmter und schädlicher Richtungswechsel der CDU

Zur Erklärung der Spitzen der CDU in der Region Bonn/Rhein-Sieg, den Verkauf des Petersbergs an private Investoren akzeptieren zu wollen, erklären die Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD), Katja Dörner (Grüne) und Paul Schäfer (Linkspartei):

„Die Stärke der Region in Verhandlungen mit der Bundesregierung über die Ministeriumsarbeits­plätze, aber eben auch den Erhalt von historischen Stätten wie dem Petersberg, war immer die Einigkeit in der Region und die enge Abstimmung untereinander. Wir sind entsetzt und verärgert darüber, dass die Vertreterinnen und Vertreter der CDU ohne Vorwarnung und ohne jede Kontaktaufnahme jetzt dem Verkauf des Petersbergs zustimmen, während wir als Vertreterinnen und Vertreter der Opposition stets alle Schritte auch mit der CDU eng abgestimmt haben und dabei immer auf mögliche parteipolitische Vorteile verzichtet haben. Die CDU schwächt die Region damit nachhaltig über den Fall Petersberg hinaus. Wir fordern die CDU auf, wieder zur Gemeinsamkeit der Region und zur engen Absprache aller Positionen zurückzukehren.

Als noch die Sozialdemokraten Eichel und Steinbrück Finanzminister waren, hat die Bonner CDU mit uns gemeinsam vehement und lautstark gegen den Verkauf des Petersbergs gekämpft. Jetzt kuschen die Spitzen der Bonner CDU vor den eigenen Parteifreunden in Berlin und deren vagen Zusagen. Im November 2009 noch hatte Norbert Röttgen für die Rhein-Sieg-CDU einen Verkauf abgelehnt: „… an mangelnden historischen Bewusstsein nicht zu überbieten … unverantwortlich … nicht akzeptabel. Der Petersberg ist kein wirtschaftlich zu betrachtendes Renditeobjekt, sondern ein historisches Gut, für das wir eine geschichtlich begründete Verantwortung tragen.“ Auch der CDU-Landrat des Rhein-Sieg-Kreises hat noch vor wenigen Tagen die gleiche ablehnende Position eingenommen und uns Abgeordnete zum Widerstand aufgerufen. Wie erklärt sich das plötzliche Einknicken vor den Berliner Parteifreunden?

Wir setzen uns für ein neues Bundesgesetz ein, das der öffentlichen Hand die Veräußerung von Stätten von besonderer Bedeutung für unsere Geschichte und Demokratie untersagt. Wir wollen eine Selbstverpflichtung für eine würdevolle Nutzung. Vom Petersberg aus wurde Deutschland einige Jahre mitregiert, später wurden hier die Staatsgäste empfangen. Der Petersberg muss der Öffentlichkeit erhalten bleiben und könnte Begegnungs- und Konferenzzentrum der Entwicklungszusammenarbeit werden. Das würde zur historischen Rolle des Petersbergs und zur neuen Rolle der Region Bonn/Rhein-Sieg passen. Die CDU der Region muss auf diese Linie zurückkehren.“

20Mai

Bundeswehrreform: Nicht mit falschen Karten spielen

Die Bundestagsabgeordneten Elisabeth Winkelmeier-Becker MdB (CDU), Katja Dörner MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Ulrich Kelber MdB (SPD) sowie der Kreisvorsitzende der Bonner CDU Philipp Lerch erklären angesichts der neuerlichen Debatte über einen Komplettumzug des Bundesverteidigungsministeriums nach Berlin im Rahmen der bevorstehenden Bundeswehrstrukturreform:

“Bei der Bundeswehrstrukturreform darf nicht mit falschen Karten gespielt werden. Es geht zunächst einmal ausschließlich um eine Modernisierung der Bundeswehr, im Zuge derer das Bundesverteidigungsministerium verkleinert werden soll. Wir verkennen dabei nicht, dass dies auch Auswirkungen auf den Standort Bonn haben wird. Die Bundeswehr darf aber nicht auf Kosten des Bonn/Berlin-Gesetzes und schon gar nicht auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Ersten Dienstsitz Bonn reformiert werden. Wir begrüßen die klaren Worte des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Wirtschaft und Vorsitzenden der nordrheinwestfälischen CDU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag Peter Hintze, der einen Komplettumzug des Bundesverteidigungsministeriums strikt abgelehnt hat.”

Mit Unverständnis reagierten die Abgeordneten aus Bonn und der Region sowie der Kreisvorsitzende der Bonner CDU auf die jüngsten Äußerungen des CDU-Verteidigungspolitikers Ernst-Reinhard Beck, der offen über einen Komplettumzug des Bundesverteidigungsministeriums nach Berlin nachgedacht hatte:

“Die Annahme von Herrn Beck, zwei Standorte kosteten ,viel Zeit und viel Geld’, ist erst vor wenigen Tagen vom aktuellen Teilungskostenbericht eindrucksvoll widerlegt worden. Auch beim Bundesverteidigungsministerium würden alleine die Zinsen für die Finanzierung eines Komplettumzuges weit über den teilungsbedingten Kosten liegen. Diese werden im Rahmen der geplanten Umstrukturierung und Verkleinerung des Bundesministeriums sicher noch weiter sinken. Für uns steht fest: Die Bundeswehrreform ist verteidigungspolitisch erforderlich, sie muss aber an den Vorgaben des Bonn/Berlin-Gesetzes ausgerichtet werden. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière muss den neuerlichen Spekulationen offensiv entgegentreten. Wir erwarten, dass er spätestens am 20. Juni auf der Bonner Personalversammlung das klare Bekenntnis der Bundesregierung zum Bonn/Berlin-Gesetz für den Ersten Dienstsitz des Bundesverteidigungsministeriums bekräftigt.”

19Mai

Elterngeld-Statistik widerlegt Kritiker

Zur heute veröffentlichten Elterngeld-Statistik erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

“Allen Unkenrufen zum Trotz ist das Elterngeld ein erfolgreiches familienpolitisches Instrument. Seit Einführung 2007 hat sich der Anteil von Vätern, die nach der Geburt eines Kindes zeitweise aus dem Beruf ausscheiden und sich Zeit für ihre Familie nehmen, fast verzehnfacht. Das ist ein gutes familien- und gleichstellungspolitisches Signal.

Für Familien ist wichtig, dass sie verlässliche Strukturen und Angebote haben. Daher muss die von der FDP unnötig angezettelte Debatte um die Zukunft des Elterngeldes ein Ende haben. Stattdessen sollten die Anreize für Väter, sich mehr und frühzeitig bei der Betreuung des Nachwuchses einzubringen weiter verstärkt werden.  Familienministerin Schröder ist in der Pflicht, Vorschläge zu unterbreiten, wie auch ohne eine Verlängerung des Gesamtbezugszeitraumes beim Elterngeld, die Beteiligung der Väter verbessert werden kann.

Doch das Elterngeld kann seine Wirkung nur entfalten, wenn der Ausbau der Kindertagesbetreuung zügig vorangeht. Daher darf die Familienministerin nicht länger wegschauen und beim Schneckentempo des Kita-Ausbaus die Hände in den Schoß legen.”

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