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18Aug

Ministerin Schröder muss Debatte um Elterngeld beenden

Zur Kontroverse der Regierungskoalition um das Elterngeld erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Mit den unnötigen Debatten um die Zukunft des Elterngeldes wird ein wichtiges familien- und gleichstellungspolitisches Instrument kaputtgeredet. Das untergräbt das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Familienpolitik. Vor Kauder haben bereits FDP-Generalsekretär Lindner, Otto Solms (FDP, Vizepräsident des Deutschen Bundestages) sowie die Familienausschuss-Vorsitzende Laurischk (FDP) das Elterngeld massiv in Frage gestellt. Wir fordern Familienministerin Schröder auf, dieser Debatte umgehend ein Ende zu bereiten. Für Familien ist wichtig, dass sie passgenaue, aber auch verlässliche Strukturen und Angebote haben.

Während CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Kauder das Ende des Elterngeldes in Aussicht stellt, setzt das Familienministerium laut Antwort der Bundesregierung von dieser Woche auf eine Kleine Anfrage der Grünen auf eine Weiterentwicklung der derzeitigen Regelung.

Das Elterngeld ist ein Erfolgsmodell. Es stärkt Familien in der frühen Familienphase und setzt wichtige gleichstellungspolitische Signale. Seit seiner Einführung 2007 hat sich der Anteil von Vätern, die nach der Geburt eines Kindes zeitweise aus dem Beruf ausscheiden und sich Zeit für ihre Familie nehmen, fast verzehnfacht. Nun ist es an der Zeit, die Anreize für Väter, sich mehr und frühzeitig bei der Betreuung des Nachwuchses einzubringen, weiter zu verstärken. Statt permanent Diskussionen um ein Ende des Elterngeldes zu führen, muss die Bundesregierung Vorschläge unterbreiten, wie auch ohne eine Verlängerung des Gesamtbezugszeitraumes beim Elterngeld, die Beteiligung der Väter verbessert werden kann.

16Aug

Koalitionsvertrag in der Kinder- und Familienpolitik schon Makulatur

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage zur Umsetzung des Koalitionsvertrages im Bereich Kinder und Familie erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Die kinder- und familienpolitische Halbzeitbilanz der schwarz-gelben Koalition ist mehr als mager. Trotz vieler Ankündigungen kann Ministerin Schröder keine Akzente setzen. Die Antwort auf unsere Kleine Anfrage zeigt, dass es in zentralen Handlungsfeldern keinerlei Fortschritte gibt. Dies betrifft etwa die Weiterentwicklung des Elterngeldes, die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses oder Qualitätsstandards in der Kindertagesbetreuung. Andere angekündigte Vorhaben, wie die steuerliche Entlastung von Familien mit Kindern um 24 Milliarden Euro oder die Einrichtung eines Zukunftskontos für jedes Kind mit einem Startguthaben von 150 Euro, sind offensichtlich komplett in der Versenkung verschwunden. Der Koalitionsvertrag ist damit in weiten Teilen Makulatur.

Die Bundesregierung schmückt sich zudem mit fremden Federn. Ausführlich wird auf den Nationalen Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland verwiesen. Dieser Aktionsplan wurde allerdings bereits von Rot-Grün ins Leben gerufen und soll, laut Bundesregierung, trotz ausgesprochen positiver Bilanz nicht fortgesetzt werden. Gleiches gilt für die Mehrgenerationenhäuser. Einige Aktivitäten im Bereich der Kinderrechte finden offensichtlich nicht statt.

Mehr als die Hälfte der Antworten sind schlicht wortgleich mit denen einer entsprechenden Abfrage aus dem vergangenen Jahr. Auch dies verdeutlicht die fehlenden Initiativen der Bundesregierung. Zentrale Vorhaben stehen unter Finanzierungsvorbehalt. Dabei könnten durch ein deutliches Abschmelzen des Ehegattensplittings Spielräume eröffnet werden, um den Kita-Ausbau zu beschleunigen, die Qualität der Angebote zu unterstützen und um Kinderarmut zu bekämpfen. Die Bundesregierung hat daran offensichtlich wenig Interesse.

20Jul

In Kitas investieren statt Betreuungsgeld einführen

Zum Streit zwischen CSU und FDP um die Einführung eines Betreuungsgeldes für die Nichtinanspruchnahme von Kindertagesbetreuung erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder und Familienpolitik:

Das Betreuungsgeld ist nicht nur unsinnig, sondern verfassungswidrig. Zwei Milliarden Euro für eine Maßnahme auszugeben, die Kinder von frühkindlicher Bildung und Frauen von der eigenen Erwerbstätigkeit fernhält, ist eine gesellschaftliche Katastrophe. Zudem ist das ab 2013 geplante Betreuungsgeld mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, denn es läuft dem Ziel der tatsächlichen Gleichberechtigung von Frau und Mann zuwider. Stattdessen sind dringend Investitionen in die frühkindliche Bildung nötig. Wir brauchen mehr und bessere Kinderbetreuungsplätze, denn die Nachfrage ist groß und von frühkindlicher Bildung profitieren alle – Kinder, Eltern und Unternehmen.

Kitas brauchen für ihre gute Arbeit dringend mehr Personal, damit Kinder in kleineren Gruppen gut betreut werden können. Eine gute Qualität der Angebote in der Kindertagesbetreuung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam in der Pflicht sind. Zur Finanzierung schlagen wir vor, das Ehegattensplitting deutlich abzuschmelzen. Die Mehreinnahmen müssen investiert werden: in den Ausbau der Kitaplätze, Ganztagsangebote und die Verbesserung des Betreuungsschlüssels.

 

18Jul

Jetzt für USA-Stipendium bewerben!

„Leider gibt es erst sehr wenige Bewerbungen für das Amerika-Stipendium des Deutschen Bundestags“, bedauern die Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD) und Katja Dörner (Grüne). Die Abgeordneten ermutigen alle jungen Bonnerinnen und Bonner, sich für das Stipendium des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) zu bewerben. „Die Chancen sind gut“, betonen Kelber und Dörner.

Das PPP ist das Jugendaustausch-Programm des Deutschen Bundestages und des amerikanischen Kongresses für SchülerInnen und junge Berufstätige. Die Stipendiaten reisen im August 2012 für ein Jahr nach Amerika und lernen das dortige Familien-, High-School- und Arbeitsleben aus erster Hand kennen.

Die SchülerInnen müssen zum Zeitpunkt der Ausreise (31.7.2012) mindestens 15 und dürfen höchstens 17 Jahre alt sein. Junge Berufstätige müssen ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben und dürfen höchstens 24 Jahre alt sein. Das Stipendium umfasst die Reise- und Programmkosten sowie die notwendigen Versicherungskosten, nicht aber Taschengeld.

Bewerbungsschluss ist der 2. September 2011. Die Infobroschüre zum PPP kann entweder im Büro von Katja Dörner (0228/62919958, katja.doerner@wk.bundestag.de) oder im Büro von Ulrich Kelber (Tel. 0228/280 31 35, ulrich.kelber@wk.bundestag.de) kostenlos angefordert werden. Weitere Informationen sind abrufbar unter www.bundestag.de/ppp

13Jul

Bonner Abgeordnete werben auf Oxfam-Aktionstag für „Steuer gegen Armut“

Unter dem Motto „Steuer gegen Armut. Einfach gerecht!“ veranstaltet der Bonner Oxfam Shop am 15. und 16. Juli Aktionstage, um die Bonnerinnen und Bonner über die Kampagne zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer zu informieren. Die Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD), Katja Dörner (Grüne) und Paul Schäfer (Linke) unterstützen die „Steuer gegen Armut“. Kelber und Dörner werden darum am Samstag, 16. Juli, um 10 Uhr, den Bonner Oxfam Shop in der Oxfordstr. 12-16 besuchen.

Die drei Bonner Abgeordneten fordern die Einführung einer Steuer auf Finanztransaktionen in Höhe von 0,05% und begrüßen den Vorstoß der EU-Kommission zur Einführung in der Eurozone. „Die Finanztransaktionssteuer ist dringend notwendig, weil damit spekulative und riskante Geschäfte an den Finanzmärkten endlich gezähmt werden können“, erklärt Schäfer, der am Aktionstag selbst leider nicht dabei sein kann.

„Es ist an der Zeit, dass die Verursacher der Finanz- und Wirtschaftkrise an den Folgekosten der Krise angemessen beteiligt und die öffentlichen Haushalte entlastet werden“, erklärt Kelber. Die Steuer muss jetzt nicht nur vom EU-Parlament, sondern von den Regierungen aller EU-Mitgliedsstaaten aufgenommen und unterstützt werden. „Die deutsche Bundesregierung muss zum Schrittmacher für diese Steuer werden. Denn mit den zusätzlichen Steuereinnahmen soll die Armut vor allem von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und weltweit bekämpft werden. Das Geld wird dringend benötigt“, sagt Dörner.

Informationen über die Kampagne sind unter www.Steuer-gegen-Armut.de abrufbar.

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