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12Jan

Eine Verschiebung des Rechtsanspruchs kommt nicht in Frage

Ab 2013 haben junge Eltern und Familien einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter 3. Jahren. Als das Kinderförderungsgesetz (KiFöG) 2008 beschlossen wurde, war die Bundesregierung davon ausgegangen, dass ca. 35 % der Eltern dies in Anspruch nehmen würden.

Um den tatsächlichen Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen für das Jahr 2013 zu erfahren, hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa – im Auftrag Bundesverband der kommunalen Spitzenverbände – 1.265 junge Frauen befragt, ob sie ihr Kind zu Hause selbst betreuen wollen oder die Unterbringung in einer Tageseinrichtung bzw. die Betreuung durch eine Tagesmutter bevorzugen würden. Diese Umfrage hat ergeben, das insgesamt 66 % der befragten Frauen, die in den nächsten drei Jahren ein Kind bekommen wollen, einen Betreuungsplatz möchten.

Jetzt fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund, den Rechtsanspruch auf Betreuung von Kleinkindern einzuschränken.

Zusammen mit Britta Haßelmann, der Kommunalpolitischen Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion habe ich dazu folgende Pressemitteilung herausgegeben.

22Dez

Offener Brief an Außenminister Guido Westerwelle zu Erika Steinbach

Berlin, 22.12.2009

Offener Brief  zur Besetzung des Stiftungsrats „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

in der aktuellen Debatte um die Besetzung des Stiftungsrats der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ bitten wir Sie eindringlich, an ihrer bisherige Position der Ablehnung der Mitgliedschaft von Erika Steinbach im Stiftungsrat festzuhalten. Wir möchten Sie ausdrücklich darin bestärken, in dieser Frage standhaft zu bleiben.

Wir, als Vertreter einer jüngeren Generation, haben kein Verständnis dafür, wenn das wichtige nachbarschaftliche Verhältnis zu Polen und Tschechien durch die vergangenheitsbezogenen Attacken von Erika Steinbach weiter belastet werden würde. Diese Gefahr besteht aber unserer Ansicht nach, wenn Frau Steinbach einen Sitz im Stiftungsrat bekommen sollte.

Wir teilen die Zweifel der polnischen und der tschechischen Regierung am Versöhnungswillen von Erika Steinbach.

­Sie hat die Anerkennung der Oder/Neiße-Grenze im Bundestag verweigert und sich bis heute von dieser Position nicht distanziert.

Frau Steinbach hat ihre Bedenken gegen die EU-Osterweiterung in einer Protokollerklärung niedergelegt.

Schließlich hat sie den offenen Sitz im Stiftungsrat als „wunderbares Damoklesschwert“ bezeichnet.

Wer mit einer solchen unverhohlenen Drohung in einer so sensiblen Frage agiert, kann nicht glaubwürdig eine Rolle als Versöhnerin für sich reklamieren. Wer die Oder/Neiße-Grenze nicht anerkennt ist nicht geeignet, die Versöhnung mit Polen und Tschechien voran zu treiben. Und wer auf Grund von vermeintlich ungeklärten Vermögensfragen Bedenken gegen die EU-Osterweiterung anmeldet, hat das Friedensprojekt „Europäische Union“ scheinbar nicht verstanden.

Dabei scheint Frau Steinbach die vielen Vorteile, welche die Aussöhnung mit Polen und EU-Osterweiterung gerade auch für ihren Verband bietet, überhaupt nicht zur Kenntnis zu nehmen. Die EU bietet Rechtssicherheit beim Erwerb von Grundstücken und Immobilien in Polen und Tschechien. Durch die EU wird ein Anspruch ermöglicht, sich heute wieder dort niederzulassen, woher die Mitglieder des Bundes der Vertriebenen bzw. deren Vorfahren geflohen sind. Wenn es wirklich um die alte Heimat geht, dann konnte diesen Menschen nichts Besseres passieren als die von Frau Steinbach bekämpfte Aussöhnung mit Polen und Tschechien.

Sehr geehrter Herr Außenminister, die Bundesregierungen seit Willy Brandt über Helmut Kohl bis Gerhard Schröder standen stets und konsequent für Aussöhnung und Versöhnung mit unseren osteuropäischen Nachbarn. Die Regierung Merkel/Westerwelle darf nicht für eine Revision dieses Kurses stehen.

Mit freundlichen Grüßen

Sven-Christian Kindler, MdB

Helge Limburg, MdL

Miriam Staudte, MdL

Christian Meyer, MdL

Agnes Krumwiede, MdB

Stefan Ziller, MdA

Ska Keller, MdEP

Katja Dörner, MdB

Jan Philipp Albrecht, MdEP

Ingrid Nestle, MdB

Agnieszka Malczak, MdB

Alexander Bonde, MdB“

11Dez

Kultusministerkonferenz – nachsitzen!

Gestern war ich in Bonn bei der Demo “Kultusministerkonferenz – nachsitzen” dabei, an der rund 5000 Studierende und SchülerInnen teilgenommen haben, um sich für eine grundlegende Reform des Bologna-Prozesses, gegen Studiengebühren, aber auch für mehr Demokratie an Schulen und Hochschulen zu engagieren. Hier findet sich die Pressemitteilung dazu, die ich gemeinsam mit dem Sprecher der Grünen Jugend NRW, Eike Block, und der Vorsitzenden der Grünen Ratsfraktion in Bonn, Doro Paß-Weingartz, herausgegeben habe.

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Auch dabei: Der grüne Landesvorsitzende Arndt Klocke (in der Mitte)

09Dez

Betreuungsgeld ist Fehlinvestition

Die ehemalige Familienministerin Ursula von der Leyen hat das geplante Betreuungsgeld zu Recht als “bildungspolitische Katastrophe” bezeichnet, weil es gerade die Kinder aus den Kindertagesstätten fern hält, die eine gute Bildung und Betreuung in der Kita besonders nötig hätten. Trotzdem ist das “Betreuungsgeld” – auf Betreiben der CSU – nun im Koalitionsvertrag verankert und soll tatsächlich kommen. Kostenpunkt: 1,4 Milliarden € jährlich. Heute hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in einer Studie nachgewiesen, dass diese 1,4 Milliarden € rausgeschmissenes Geld ist. Damit ist klar: Das Betreuungsgeld ist bildungs- und familienpolitisch, aber auch finanzpolitisch eine Katastrophe. Hier meine aktuelle PM zur Studie.

07Dez

Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist teuer, wirkungslos und unsozial

Am vergangenen Freitag wurde das sogenannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz mit den Stimmen von CDU und FDP verabschiedet. Der grüne Änderungsantrag, die Kindergelderhöhung auch Familien im ALG-II-Bezug zugute kommen zu lassen, wurde abgelehnt – so viel zum Thema Bekämpfung der Kinderarmut durch die Bundesregierung. Hier meine Pressemitteilung dazu.

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