Die Kinderkommission des Deutschen Bundestags hat am 26. Januar ihre Stellungnahme und ihre Empfehlungen zur Inklusion veröffentlicht. Wir mache darin deutlich, dass hinter “Inklusion” ein grundsätzlich neuer Leitgedanke steht: Nicht mehr der Mensch mit Behinderung muss sich anpassen, um in der Gesellschaft dabei sein zu können, sondern die Gesellschaft muss sich mit ihren Strukturen den individuellen Bedürfnissen aller Menschen anpassen. Obwohl sich die Empfehlung der KiKo vorrangig mit notwendigen Veränderungen mit Blick auf Kinder mit Behinderungen in Kita, Schule, Frühförderung und Jugendhilfe befasst, ist uns bewußt, dass dieser Leitgedanke sich auf die Verschiedenartigkeit aller Menschen, d.h. bspw. auch auch mit Blick auf Migration etc., beziehen muss. Hier geht es zur Stellungnahme und hier zur Pressemitteilung der Kinderkommission.
Wichtiger Schritt zum längeren gemeinsamen Lernen in Bonn
Anlässlich der Genehmigung der 5. Gesamtschule in Bonn durch die Bezirksregierung erklärt die Bonner Bundestagsabgeordnete Katja Dörner:
“Die Genehmigung der 5. Gesamtschule ist ein wichtiger Schritt zum längeren gemeinsamen Lernen in unserer Stadt. Die neue Gesamtschule entspricht nicht nur dem Elternwillen, sie eröffnet vor allem vielen Kindern und Jugendlichen bessere Bildungs- und damit auch Lebenschancen. Es ist richtig und wichtig, dass in der 5. Gesamtschule schon mit der Gründung gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung erfolgen wird. Was den Gemeinsamen Unterricht angeht, haben andere Schulformen in Bonn deutlichen Nachholbedarf. Es ist notwendig, dass die Stadt Bonn sich dafür einsetzt, über die 5. Gesamtschule hinaus das gegliederte Schulsystems zu überwinden und längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen.”
Betreuungsgeld ist Fehlinvestition
Die ehemalige Familienministerin Ursula von der Leyen hat das geplante Betreuungsgeld zu Recht als “bildungspolitische Katastrophe” bezeichnet, weil es gerade die Kinder aus den Kindertagesstätten fern hält, die eine gute Bildung und Betreuung in der Kita besonders nötig hätten. Trotzdem ist das “Betreuungsgeld” – auf Betreiben der CSU – nun im Koalitionsvertrag verankert und soll tatsächlich kommen. Kostenpunkt: 1,4 Milliarden € jährlich. Heute hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in einer Studie nachgewiesen, dass diese 1,4 Milliarden € rausgeschmissenes Geld ist. Damit ist klar: Das Betreuungsgeld ist bildungs- und familienpolitisch, aber auch finanzpolitisch eine Katastrophe. Hier meine aktuelle PM zur Studie.




