Weiter zum Inhalt
Bonn-Berlin-Gesetz
18Feb

Bankenaufsicht: Bundesregierung muss für sofortiges Ende der erneuten Verunsicherung sorgen

Die Bundesbank will die gesamte Bankenaufsicht in Deutschland übernehmen und sie in Frankfurt konzentrieren, so melden heute diverse Presseorgane. Die Bundesregierung lehne dies für den Moment ab, könne sich eine entsprechende Änderung der gesetzlichen Grundlagen aber für die nächste Wahlperiode vorstellen.

 „Dieses halbgare ‚schaun wir mal‘ der Bundesregierung verunsichert erneut die 1.600 Beschäftigten der BaFin und ihre Familien. Was soll das, wenn doch gleichzeitig betont wird, dass die Bankenaufsicht in Deutschland hervorragend funktioniere“ ärgern sich Bonns Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber (SPD), Katja Dörner (Grüne) und Paul Schäfer (Linke). Ulrich Kelber stellt dazu fest: „Die immer neuen Vorstöße zur Verlagerung der BaFin-Arbeitsplätze von Bonn nach Frankfurt schaden der Bankenaufsicht in unserem Land zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, denn die Banken- und Finanzkrise ist noch nicht überstanden. Schon Anfang dieser Legislaturperiode hatte Schwarzgelb die Verlagerung geprüft und dann verworfen!“

Die Abgeordneten  verweisen darüber hinaus auf die Zusagen der Bundesregierung, das Berlin-Bonn-Gesetz einzuhalten. „Dazu gehört auch der BaFin-Standort Bonn, der in Umsetzung des Berlin-Umzugs nach Bonn verlagert wurde,“ erinnert Dörner, „wenn Schwarzgelb jetzt auf eine mögliche neue Entscheidung in der nächsten Wahlperioden verweist, ist das ein denkbar schlechtes Vorzeichen für das gesamte Gesetz und die Arbeitsplätze in Bonn.“

27Jan

Bonn-Berlin: Personalräte reagieren auf andauernden Rechtsbruch

Die Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD) und Katja Dörner (Grüne) schätzen das angeblich von einem Ministeriums-Personalrat stammende Papier zur Organisation des Ende des Berlin/Bonn-Gesetzes als “lautes Warnsignal” für die Region Bonn/Rhein-Sieg ein. “Einige Personalräte hatten in Gesprächen mit uns schon vor einiger Zeit angekündigt, angesichts des andauernden Rechtsbruchs der Regierung Merkel und des damit verbundenen Abzugs von Arbeitsplätzen nach Berlin gegebenenfalls von einer Verteidigung des Berlin/Bonn-Gesetzes zum Einsatz für die derzeitigen Stelleninhaber umschwenken zu müssen. Schon vor einigen Monaten hatte sich eine Arbeitsgruppe gebildet, um Positionen der Personalräte vorzubereiten, wenn die Regierung auch offiziell das Ende des Gesetzes erklärt. Die Region würde dann wichtige Verbündete im Kampf für den Erhalt von Arbeitsplätzen verlieren”, berichten Dörner und Kelber.

Um die derzeitige Abwanderung von Arbeitsplätzen von Bonn nach Berlin zu stoppen, schlägt das geheimnisvolle Papier vor, in Bonn neue Oberbehörden und Dienstleistungszentren zu schaffen. “Wir erkennen an, dass damit im Gegensatz zur heutigen Regierungspraxis Arbeitsplätze endgültig in Bonn gesichert werden sollen, warnen aber vor der gewählten Vorgehensweise. Wenn wir zuerst den gesetzlichen Anspruch aus dem Berlin/Bonn-Gesetz aufgeben, sind wir in den Verhandlungen danach quasi auf Almosen angewiesen. Und wenn in Bonn nur ‘verwaltende’ Tätigkeiten verbleiben sollten, würden viele für das Profil der Stadt und damit für Jobs in anderen Organisationen wichtige Funktionen ganz nach Berlin entschwinden. Folge wäre ein anhaltendes Minus bei den Arbeitsplätzen und insbesondere auch ein deutlicher Verlust der Attraktivität Bonns als Standort internationaler Organisationen”, meinen Kelber und Dörner.

 Die beiden Abgeordneten fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, nicht länger parallel zum theoretischen Bekenntnis pro Berlin/Bonn-Gesetz dieses durch den laufenden Abzug von Jobs zu unterlaufen: “Stattdessen erwarten wir ein konkretes Gespräch über die Zukunft der Bundesstadt Bonn zwischen Bundesregierung, den Ländern NRW und Rheinland-Pfalz sowie der Stadt Bonn und den beiden umgebenden Landkreisen! Aussitzen gilt nicht, Frau Bundeskanzlerin”

 

06Jan

Umzug bleibt Unfug

Meine gemeinsame Presseerklärung mit Ulrich Kelber, Bonner MdB der SPD, zu den unsinnigen Äußerungen von Peer Steinbrück (SPD) zum Bonn-Berlin-Gesetz:

„Das ist eine ernste Lage für Bonn: Die amtierende Kanzlerin Angela Merkel missachtet das Berlin-Bonn-Gesetz und lässt ihre Minister massenhaft Jobs vom Rhein an die Spree verlagern. Ihr Herausforderer Peer Steinbrück gibt der Arbeitsteilung der Ministerien ebenfalls keine Zukunft, will aber wenigstens die Jobs wie zugesagt in Bonn belassen und die Bonner Ministeriumsteile in Bundesbehörden umwandeln.

Beide Bewerber um das Spitzenamt in der deutschen Politik sollten mit den Vertreterinnen und Vertreter der Region sprechen, statt wie Peer Steinbrück in Interviews seine entsprechenden Ansichten zu verkünden oder wie Angela Merkel schweigend Rechts- und Wortbruch zu begehen.

Es bleibt dabei: Der Umzug weiterer Ministeriumsarbeitsplätze von Bonn nach Berlin würde mehrere Milliarden Euro kosten, die mit neuen Schulden bezahlt werden müssten. Dieses Geld fehlte dann zusätzlich bei Bildung, Infrastruktur und sozialer Sicherheit.“

08Nov

Bonn hat Anspruch auf Vertrauensschutz: Meine Rede zum Bonn-Berlin-Gesetz

Erneut hat die Linke beantragt, das Bonn-Berlin-Gesetz einseitig zu kündigen und umgehend mit dem Komplettumzug der Ministerien nach Berlin zu beginnen – eine für uns rheinische Abgeordnete völlig inakzeptable Forderung. In meiner Rede zum Bonn-Berlin-Gesetz weise ich auf den Vertrauensschutz hin, der Bonn auf der Grundlage des Gesetzes zusteht, denn im Gesetz ist ausdrücklich von einer dauerhaften fairen Arbeitsteilung zwischen den beiden Städten die Rede. Und auch die nackten Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Allein die Zinsen, die für die Kosten des Komplettumzugs anfallen würden, übersteigen die jährlichen Teilungskosten um ein Vielfaches. Meine komplette Rede zum Nachlesen.

24Okt

Villa Hammerschmidt: gemeinsames Erbe

Heftige Kritik erntet die Bundesspitze der Linkspartei für ihren Vorschlag, der Stadt Bonn die Verantwortung für die Villa Hammerschmidt zu übertragen, von den beiden Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD) und Katja Dörner (Grüne): “Die Villa Hammerschmidt war 50 Jahre Sitz des Bundespräsidenten und damit ein herausragendes Symbol für die erste nachhaltig erfolgreiche Demokratie auf deutschem Boden. Die finanzielle Verantwortung für den Erhalt dieses nationalen Erbes muss bei der Bundesrepublik Deutschland verbleiben, außerdem muss auch die historische Substanz gepflegt werden. Die Stadt Bonn kann dies nicht leisten, egal wie hoch ein einmaliger Zuschuss wäre”, meinen Dörner und Kelber.

“Schon in der Vergangenheit habe ich vorgeschlagen, dass ergänzend zur historischen Rolle auch ergänzende kulturelle und gesellschaftliche Nutzungen der Villa und des Parks ermöglicht werden sollten. Mein Vorschlag: Der Bund übergibt dem Haus der Geschichte die Bewirtschaftung der Villa, verbleibt aber in der vollen finanziellen Verantwortung. In Zusammenarbeit mit Stadt und Bund werden weitere würdige Veranstaltungen in der Villa ermöglicht, die historische Einrichtung aber im vollen Umfang erhalten. Das erneute Foulspiel der Linkspartei gegenüber Bonn, hier mit Millionenlasten für den städtischen Etat, ist eine Unverschämtheit”, erläutert Ulrich Kelber die Position der beiden Abgeordneten.

Auch Katja Dörner ist sauer auf die Linkspartei: “Die Führung der Linkspartei ist völlig auf den Osten fixiert. Für Ostdeutschland müssen alle Anfang der 90er Jahre getroffenen Vereinbarungen 1:1 umgesetzt werden, bei Bonn sollen alle Gesetze, Verträge und Verabredungen aufgekündigt werden. Auch vor den Symbolen der deutschen Demokratie macht die Linkspartei nicht halt. Das können wir keineswegs akzeptieren!”

Pages: 1 2 Weiter

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv.
60 Datenbankanfragen in 0,909 Sekunden · Anmelden