Weiter zum Inhalt
Kindersoldaten
10Feb

Bonner Bundestagsabgeordnete beim Red Hand Day

403 Bonner BürgerInnen haben in den vergangenen Wochen mit roten Handabdrücken ihren Protest gegen Rekrutierung und Einsatz von Kindersoldaten zum Ausdruck gebracht. Auf einer Veranstaltung der amnesty international-Hochschulgruppe Bonn zum „Red Hand Day“ am 12. Februar werden die Bonner Bundestagsabgeordneten Katja Dörner (GRÜNE), Ulrich Kelber (SPD) und Paul Schäfer (DIE LINKE) die Abdrücke und eine Protestpetition zur Weiterleitung nach Berlin entgegen nehmen. „Wir begrüßen und unterstützen die Initiative der Amnesty Hochschulgruppe“, so Katja Dörner, Ulrich Kelber und Paul Schäfer.

„Kinder und Jugendliche verdienen unseren besonderen Schutz. Aus diesem Grund muss sich die Bundesregierung international gegen jegliche Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten und gegen ihre Rekrutierung in militärische oder paramilitärische Organisationen einsetzen. Deutschland muss dabei vorbildlich sein und darauf verzichten, Minderjährige in die Bundeswehr zu rekrutieren. Bei uns werden jedoch noch immer Freiwillige mit einem Mindestalter von 17 Jahren als Soldatin oder Soldat in die Bundeswehr aufgenommen, um eine militärische Ausbildung zu beginnen. Damit muss endlich Schluss sein.“

Die Veranstaltung findet am Sonntag, den 12.02. um 19.30 Uhr im Hörsaal XVII der Universität Bonn statt.

12Jul

Mit gutem Beispiel voran gehen: Keine Minderjährigen bei der Bundeswehr

Anlässlich der Befassung des UN-Sicherheitsrats mit dem Thema Kindersoldaten erklären Agnieszka Malczak, Sprecherin für Abrüstungspolitik, und Katja Dörner, Sprecherin für Familien- und Kinderpolitik

„Wir begrüßen es sehr, dass die Bundesregierung das Thema Kindersoldaten international aufgreift. Die Beratung der Resolution anlässlich der ersten Sitzung des Sicherheitsrates unter Leitung des deutschen Außenministers ist ein wichtiges Signal. Auch die Ächtung von Angriffen auf Schulen und Krankenhäuser ist ein wichtiger Schritt für einen besseren Schutz Minderjähriger in bewaffneten Konflikten. Allerdings zeigt die Bundesregierung im eigenen Land nicht die nötige Konsequenz, wenn es um Minderjährige und Streitkräfte geht. In der Antwort auf unsere Kleine Anfrage „Umgang der Bundeswehr mit Minderjährigen“ macht sie deutlich, auf das Einziehen Minderjähriger zum Wehrdienst und deren Ausbildung an Waffen nicht verzichten zu wollen.

Als problematisch erachten wir, wenn bei Werbung und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr, die gezielt junge Menschen ansprechen soll, die Risiken einer Tätigkeit bei den Streitkräften verschwiegen werden. Die Bundeswehr ist keine Organisation wie jede andere. Auch unter verschärften Wettbewerbsbedingungen kann sie nicht die gleichen Marketingstrategien anwenden wie ein ziviles Unternehmen. Die Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage macht deutlich: Der Bundesregierung fehlt es an Sensibilität für die Problematik von Werbung der Bundeswehr, die sich an Minderjährige wendet, insbesondere wenn es um die Auslandseinsätze geht. Besonders brisant ist diese Problematik bei Besuchen der Bundeswehr an Schulen. Wenn die Bundesregierung im Kampf gegen Kindersoldaten wirklich glaubwürdig sein will, dann muss sie auf die Rekrutierung Minderjähriger gänzlich verzichten.“

30Jun

Bundeswehr muss auf Rekrutierung Minderjähriger verzichten

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen „Umgang der Bundeswehr mit Minderjährigen“ erklären Agnieszka Malczak, Sprecherin für Abrüstungspolitik, und Katja Dörner, Sprecherin für Familien- und Kinderpolitik:

Deutschland hat seit Anfang des Jahres den Vorsitz der Arbeitsgruppe „Kinder in bewaffneten Konflikten“ des UN-Sicherheitsrates inne. Aber im eigenen Land zeigt die Bundesregierung nicht die nötige Konsequenz, wenn es um Minderjährige und Streitkräfte geht. In der Antwort auf unsere Kleine Anfrage „Umgang der Bundeswehr mit Minderjährigen“ macht sie deutlich, auf das Einziehen Minderjähriger zum Wehrdienst und deren Ausbildung an Waffen nicht verzichten zu wollen.

Höchst problematisch sind bereits die einseitig beschönigenden Maßnahmen der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, die gezielt junge Menschen ansprechen sollen. Die Bundesregierung hält es für unproblematisch, wenn die negativen Seiten der Tätigkeiten bei den Streitkräften – Töten, physisch oder psychisch verwundet oder auch getötet Werden – verschwiegen werden, wenn die jungen Menschen dadurch nur erst mal zum Wehrdienstberater gelockt werden. Über Gefahren und Risiken soll erst in den Beratungsgesprächen gesprochen werden. Statt einer umfassenden Aufklärung über die Risiken einer Tätigkeit bei den Streitkräften erhalten die Jugendlichen und ihre Eltern ein Merkblatt mit den Pflichten der Soldatinnen und Soldaten, das sie zu unterschreiben haben.

Auch beim Umgang mit unter 18-jährigen Soldatinnen und Soldaten fehlt das Bewusstsein für die Belange der Minderjährigen. So gibt es zum Beispiel keine besonderen und geschulten Ansprechpartner für sie.

Die Bundeswehr sieht sich angesichts des Umbaus zur Freiwilligenarmee unter verschärftem Konkurrenzdruck beim Werben um die besten Köpfe. Wir sehen dabei die Gefahr, dass die Bundeswehr bei Öffentlichkeitsarbeit und Werbung Grenzen überschreitet. Die Bundeswehr ist keine Organisation wie jede andere. Auch unter verschärften Wettbewerbsbedingungen kann sie nicht gedankenlos die gleichen Marketingstrategien anwenden wie ein ziviles Unternehmen. Die Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage macht deutlich: Der Bundesregierung fehlt es an Sensibilität für die Problematik von Werbung der Bundeswehr, die sich an Minderjährige wendet, insbesondere wenn es um die Auslandseinsätze geht. Besonders brisant ist diese Problematik bei Besuchen der Bundeswehr an Schulen. Wenn die Bundesregierung im Kampf gegen Kindersoldaten wirklich glaubwürdig sein will, dann muss sie auf die Rekrutierung Minderjähriger gänzlich verzichten.

11Feb

Ächtung des Einsatzes von Kindersoldaten muss Priorität haben

Anlässlich des morgigen Welttages gegen den Einsatz von Kindersoldaten erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Familien- und Kinderpolitik:

Die Rekrutierung Minderjähriger als Kindersoldaten muss endlich ein Ende haben. Es ist unverändert grausame Realität, dass weltweit rund 250.000 Kinder als Soldaten in Kriegen der Erwachsenen missbraucht werden. Der heute vorgestellte “Schattenbericht Kindersoldaten” macht deutlich, wie gering das Problembewusstsein in Deutschland ist. Vor neun Jahren wurde das entsprechende Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention auch von Deutschland ratifiziert. Diesem internationalen Abkommen müssen noch viele Taten folgen, damit die betroffenen Kinder auch tatsächlich zu ihrem Recht kommen.

Viele dieser Kinder werden als Kämpfer, Träger, Köche oder Diener eingesetzt. Für Mädchen in den betroffenen Regionen sind Vergewaltigungen und Zwangsehen keine Seltenheit. Einigen gelingt die Flucht, in dem sie unbegleitet von Erwachsenen in Staaten wie Deutschland einreisen. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen vor allem unsere Hilfe.

Nach der Rücknahme des deutschen asylrechtlichen Vorbehalts müssen nun endlich die bundesrechtlichen Konsequenzen durch Gesetzesanpassungen insbesondere im Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz gezogen werden. Auch muss Deutschland mehr Druck auf die Staaten ausüben, die den Einsatz von Kindersoldaten nicht ächten.

12Feb

Red Hand Day 2010 – Aktion gegen den Einsatz von KindersoldatInnen

Seit 2002 findet jährlich am 12. Februar der  internationale “Red Hand Day”  gegen den Einsatz von KindersoldatInnen statt. An diesem Tag soll an das Schicksal von Kindern erinnert werden, die zum Kampfeinsatz in Kriegen und bewaffneten Konflikten gezwungen werden.

Weltweit wird die Anzahl der Kindersoldaten auf über 250.000 geschätzt. Seit 2008 sammeln Kinder und Jugendliche weltweit rote Handabdrücke, um auf die Situation der KindersoldatInnen aufmerksam zu machen.  In der vergangenen Woche besuchten mich Laura und Maike vom Berliner Beethovengymnasium in meinem Berliner Büro. Sie haben nicht nur einen dicken Ordner gesammelter roter Handabdrücke hinterlassen, sondern natürlich auch von mir einen Handabdruck genommen.

Ein wichtige Forderung in Deutschland ist, endlich die UN-Kinderrechtskonvention vorbehaltlos umzusetzen, damit minderjährige Flüchtlinge – unter ihnen auch ehemalige KindersoldatInnen – in den deutschen Asylverfahren nicht länger wie Erwachsene behandelt werden können. Hier meine Pressemittlung zum heutigen “Red Hand Day”.

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv.
57 Datenbankanfragen in 0,409 Sekunden · Anmelden