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Persönlich

Westerwälder Mädel

Geboren wurde ich 1976 in Siegen. Meine Familie kommt aus dem kleinen Westerwalddorf Steinebach-Sieg und wohnt dort „schon immer“. Ich habe eine kleine Schwester, die heute zehn Zentimeter größer ist als ich. Für uns Kinder war das Leben auf dem Dorf ein reines Bullerbü – Wald, Wiese und der Ackergaul Steffi auf der Weide neben unserem Haus waren die Koordinaten. Zum Besuch der Astrid-Lindgren-Grundschule musste ich mich dann allerdings schon ins Nachbardorf wagen. Jeden Tag zwei Kilometer hin und zurück im übervollen Schulbus waren für eine etwas kurz geratene Göre nicht immer ein Spaß. Nach der Grundschule habe ich meinen Kopf durchgesetzt und bin auf das private katholische Gymnasium Marienstatt gewechselt. Aus unerfindlichen Gründen und zur Irritation meiner Eltern wollte ich unbedingt Latein lernen, was ich dann auch getan habe. Der Preis meiner Entscheidung gegen das Städtische Gymnasium in der Nähe und für Marienstatt bestand darin, dass der Wecker um kurz vor sechs klingelte. Der Bus fuhr um 6 Uhr 42 – es wundert sichert nicht, dass ich das noch immer ganz genau weiß – und ich war fast eine Stunde zur Schule unterwegs. 1995 habe ich in Marienstatt Abitur gemacht. Meine Leistungskurse waren Chemie, Biologie und Englisch. Zu meinen liebsten Fächern gehörten Mathe und Latein.

Auf in die weite Welt
Für mein Studium habe ich mich aber für einen ganz anderen Schwerpunkt entschieden. Zum Wintersemester 1995/96 habe ich mich an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität in Bonn für die Fächer Politikwissenschaft, Linguistik und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft eingeschrieben. Später habe ich neben der Politikwissenschaft auch Öffentliches Recht studiert. Seit einem Austauschjahr an der University of York in England habe ich mein Herz für Großbritannien entdeckt. 1999 hatte ich das Glück, in einem interdisziplinären Projekt an der University of Edinburgh forschen zu dürfen. Über die Dezentralisierungsmaßnahmen der damaligen Blair-Regierung habe ich meine Magisterarbeit geschrieben und mein Studium im Dezember 2000 als Magistra Artium abgeschlossen.

Im Politikbetrieb – Landtag NRW
Von Februar 2001 bis Sommer 2009 habe  ich bei der grünen Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen gearbeitet. Dort war ich zunächst persönliche Mitarbeiterin der damaligen Fraktionsvorsitzenden und ehemaligen Schulministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin des Landes NRW, Sylvia Löhrmann. Seit Herbst 2002 arbeitete ich als wissenschaftliche Referentin; bis 2005 mit Zuständigkeit für die Bereiche Kinder, Jugend und Familie sowie Schule und Weiterbildung, seit Juni 2005 konzentrierte ich mich auf die Bereiche Schule und Weiterbildung. Von 2002 bis 2006 war ich Mitglied im Betriebsrat der Landtagsfraktion; ab 2004 auch dessen Vorsitzende. Die immer spannende Arbeit im Landtag hat sicherlich meinen Entschluss befördert, mich „selbstständig“ zu machen und für den Bundestag zu kandidieren.

Berlin
Im September 2009 wurde ich in den Bundestag gewählt. Dort war ich kinder- und familienpolitische Sprecherin meiner Fraktion und auch Obfrau im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ab Sommer 2011 war ich bis zum Ende der Legislaturperiode auch Mitglied im Haushaltsausschuss und betreute dort die Haushalte des Innenministeriums, des Gesundheitsministeriums und des Ministeriums für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft. In der 18. Wahlperiode bin ich stellvertretende Fraktionsvorsitzende und politische Koordinatorin des Arbeitskreises Wissen, Generationen und Gesundheit. Für meine Fraktion sitze ich erneut im Familienausschuss.

Bonnerin
Seit rund achtzehn Jahren lebe ich mittlerweile – mit einigen Unterbrechungen – in Bonn. Hier habe ich Ende der neunziger Jahre auch meinen Mann kennen gelernt, mit dem ich seit 2003 verheiratet bin. Im Dezember 2011 sind wir aus der Bonner Altstadt in den Bonner Norden gezogen, wo wir mit unserem mittlerweile dreijährigen Sohn sehr gerne leben. Neben dem Kater Lucky bevölkern ungezählte Frösche, Lurche und Fische unseren kleinen Garten(teich). Westerwälder Mädel bin ich zwar immer noch, aber die Rheinländerin bricht doch immer mehr hervor – nicht zuletzt als leidenschaftliche Karnevalistin, die von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag auch für wenig Anderes ansprechbar ist.

Seit meiner Kindheit bin ich eine Leseratte wie sie im Buche steht. Ob im Zug oder in einer Sitzungspause – man sieht mich eigentlich nie ohne Zeitung oder Buch vor der Nase. Leidenschaften – neben meiner Familie? Da fällt mir spontan der Kicker in unserem Wohnzimmer ein, an dem mein Mann und ich uns beinahe täglich Duelle liefern. Fußball insgesamt hat es mir angetan. Als Fan von Werder Bremen ist ein Tag im Weser-Stadion ein Highlight im Kalender.