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Volkstrauertag: Grabsteine erinnern auch an versklavte Kinder

Zum bevorstehenden Volkstrauertag erklären Uwe Kekeritz, Sprecher für Gesundheit in Entwicklungsländern, und Katja Dörner, Sprecherin für Familien- und Kinderpolitik:

Die meisten unserer importierten Natursteine für die hiesige Grabsteinherstellung stammen aus China und Indien. In den Steinbrüchen dort gibt es, trotz offizieller Verbote, noch immer zum Teil sklavenähnliche Kinderarbeit. Die Kinder werden ausgebeutet, damit die Grabsteine unserer Toten möglichst günstig sind. Ein Importverbot ist deshalb überfällig.

Die Kinder sind den unmenschlichen Bedingungen in den Steinbrüchen nicht gewachsen. Sie werden in ihrer Entwicklung beeinträchtigt und gesundheitlich schwer geschädigt. Die Arbeit zerstört ihre Kindheit, nimmt ihnen das Recht auf Bildung und verbaut ihre Zukunft. Kinder können sich nicht dagegen wehren. Wir müssen daher die Rechte der Kinder respektieren und deshalb Produkte aus Kinderhand ächten.

Alle Strategien der Bundesregierung zur Bekämpfung der Kinderarbeit müssen gleichzeitig von wirksamen Maßnahmen zur Armutsbekämpfung begleitet werden. Armut in den Familien der Entwicklungsländer ist eine der unmittelbaren Ursachen für die Ausbeutung von Kindern. Ein Importverbot von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit reicht deshalb alleine nicht aus.

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