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Mit gutem Beispiel voran gehen: Keine Minderjährigen bei der Bundeswehr

Anlässlich der Befassung des UN-Sicherheitsrats mit dem Thema Kindersoldaten erklären Agnieszka Malczak, Sprecherin für Abrüstungspolitik, und Katja Dörner, Sprecherin für Familien- und Kinderpolitik

„Wir begrüßen es sehr, dass die Bundesregierung das Thema Kindersoldaten international aufgreift. Die Beratung der Resolution anlässlich der ersten Sitzung des Sicherheitsrates unter Leitung des deutschen Außenministers ist ein wichtiges Signal. Auch die Ächtung von Angriffen auf Schulen und Krankenhäuser ist ein wichtiger Schritt für einen besseren Schutz Minderjähriger in bewaffneten Konflikten. Allerdings zeigt die Bundesregierung im eigenen Land nicht die nötige Konsequenz, wenn es um Minderjährige und Streitkräfte geht. In der Antwort auf unsere Kleine Anfrage „Umgang der Bundeswehr mit Minderjährigen“ macht sie deutlich, auf das Einziehen Minderjähriger zum Wehrdienst und deren Ausbildung an Waffen nicht verzichten zu wollen.

Als problematisch erachten wir, wenn bei Werbung und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr, die gezielt junge Menschen ansprechen soll, die Risiken einer Tätigkeit bei den Streitkräften verschwiegen werden. Die Bundeswehr ist keine Organisation wie jede andere. Auch unter verschärften Wettbewerbsbedingungen kann sie nicht die gleichen Marketingstrategien anwenden wie ein ziviles Unternehmen. Die Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage macht deutlich: Der Bundesregierung fehlt es an Sensibilität für die Problematik von Werbung der Bundeswehr, die sich an Minderjährige wendet, insbesondere wenn es um die Auslandseinsätze geht. Besonders brisant ist diese Problematik bei Besuchen der Bundeswehr an Schulen. Wenn die Bundesregierung im Kampf gegen Kindersoldaten wirklich glaubwürdig sein will, dann muss sie auf die Rekrutierung Minderjähriger gänzlich verzichten.“

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