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„Berliner Erklärung“ für mehr Frauen in Führungspositionen

Seit zehn Jahren bewegt sich die Wirtschaft bei der Frauenförderung kaum vom Fleck. Ein wichtiger Indikator für Gleichberechtigung: die Präsenz von Frauen in Führungspositionen. In Fachkreisen ist man sich einig, dass sich in männlichen Führungsetagen erst dann wirklich etwas ändert, wenn dort mindestens 30 Prozent Frauen vertreten sind. Sich abzeichnende Quoten-Zusagen durch die Unternehmen im zweistelligen Bereich sind nicht per se ein Erfolg. Daher ist nach einem Jahrzehnt freiwilliger Selbstverpflichtung klar, dass wir an einer gesetzliche Regelung nicht vorbeikommen.

Vor diesem Hintergrund hat sich auf grüne Initiative hin ein überparteiliches und gesellschaftliches Bündnis zusammengeschlossen, das sich für die gleichen Verwirklichungs- und Teilhabechancen von Frauen und Männern einsetzt. Bei diesem Bündnis handelt es sich um einen Zusammenschluss, den es in dieser Form bislang noch nicht gab. Frauen aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und Kultur sind ebenso unter den Erstunterzeichnerinnen wie Politikerinnen aus allen Bundestagsfraktionen.

In der sogenannten Berliner Erklärung, die am 15. Dezember 2011 der Presse vorgestellt wurde, sprechen sich die Unterzeichnerinnen – auch ich – dafür aus, in einem ersten Schritt eine Frauenquote bei den Aufsichtsräten der börsennotierten, mitbestimmungspflichtigen und öffentlichen Unternehmen einzuführen. Der breite politische wie gesellschaftliche Konsens, den diese Initiative deutlich macht, soll genutzt werden, um spürbare Verbesserungen für Frauen zu erreichen. Zahlreiche andere europäische Länder, seit kurzem auch Belgien, haben eine gesetzliche Frauenquote längst eingeführt – zum Vorteil  für die Chancengleichheit und die eigene Wirtschaft.

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