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Familienbericht: Schröder enttäuscht Erwartungen

Anläßlich der Vorstellung des Achten Familienberichts durch Bundesfamilienministerin Schröder erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Der Familienbericht bestätigt die Zeitnöte von Familien und benennt Ursachen – doch die Stellungnahme der Bundesregierung bietet keine Lösung. Unternehmen werden nicht in die Pflicht genommen, Kosten dürfen keine verursacht werden. So enttäuscht Ministerin Schröder die Erwartungen vieler Familien an eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ihre Vorschläge bleiben bei dieser zentralen familienpolitischen Herausforderung mickrig. Zur Flexibilisierung der Elternzeit und zur Weiterentwicklung der Großelternzeit macht die Ankündigungsministerin schöne Worte, aber keine konkreten Vorschläge – doch den Worten müssen endlich Taten folgen.

Zentral für Eltern kleinerer Kinder sind gute, umfassende und flexible Betreuungsmöglichkeiten. Doch Betreuungswünsche und –wirklichkeit fallen noch weit auseinander. Bund und Länder sind dringend gefordert, verbindlich auf die aktuellen Probleme beim Kita-Ausbau zu reagieren. Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz muss im Bundesgesetz endlich als Anspruch auf einen Ganztagsplatz ausgestaltet werden. Eine familienfreundlichere Arbeitskultur muss einhergehen mit einer Ausdehnung flexibler Arbeitszeitmodelle und einem anderer Umgang mit Teilzeit. Der Bericht konstatiert, dass flexible Arbeitszeiten, das Eingehen auf Arbeitszeitwünsche sowie das Führen von Arbeitszeitkonten für Eltern besonders bedeutsam sind. Als wichtiger Schritt sollte im Teilzeitbefristungsgesetz das Recht auf Rückkehr zur Vollzeit oder die Mitwirkung von Eltern bei der Arbeitszeitverteilung verankert werden.

Keinen Weiterentwicklungsbedarf sieht die Bundesregierung beim Elterngeld und der notwendigen Abschmelzung des Ehegattensplittings. Dabei belegt der Bericht die gleichstellungspolitisch negativen Wirkungen des Ehegattensplittings und regt Reformen an. Darüber hinaus wird deutlich, dass beide Eltern sich in ihren Arbeitszeiten annähern wollen und gern gleichzeitig in Teilzeit tätig wären. Der Ausbau des Teilelterngeldes – von der Ministerin bereits angekündigt und dann wieder in der Versenkung verschwunden – sollte dringend auf die politische Agenda. Auch die Ausweitung der Vätermonate ist notwendig, um die Zeitverteilung bei der Familienarbeit fairer zu gestalten.

Kommentare

1 Reaktion: Kommentar schreiben ⇓

  1. Familienvater

    Hallo Katja, du wiederholst die grüne Leier des abzuschaffenden, da angeblich ungerechterweise subventionierten Ehegattensplittings.
    Kannst du mir auch nur einen Grund nennen, warum eine Familie, die das Gesamteinkommen nicht gleichmäßig auf beide Verdiener verteilen kann, mehr Steuern zahlen soll als eine Familie, die brutto dasselbe verdient, aber dies gleichmäßig auf beide Verdiener verteilt?

    14.03.2012 um 19:40 Uhr

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